
Die Worthelden melden sich wieder mal zu Wort.
Foto: red
Landau. Hätte Effi Briest nicht besser Herrn von Ribbeck heiraten und sich von John Maynard sicher über den Eriesee schiffen lassen sollen, um nach einer Wanderung durch die Mark Brandenburg dem alten Stechlin die letzte Ehre zu erweisen? Der große Theodor Fontane war nicht nur ein Meister des poetischen Realismus, ein unterhaltsamer Journalist und unermüdlicher Briefeschreiber, sondern auch ein beliebter Reiseberichterstatter.
In ihrer Veranstaltung im Rahmen der diesjährigen Landauer Büchereitage spüren die „Worthelden“ aus der Landauer Sektion des Literarischen Vereins der Pfalz Theodor Fontane mit seinen und mit ihren Worten nach und präsentieren ein unterhaltsames Programm anlässlich des 200. Geburtstag des Dichters in diesem Jahr. Die Lesung findet am Donnerstag, 9. Mai, ab 20 Uhr in der Stadtbibliothek am Heinrich-Heine-Platz statt.
Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 3 Euro.

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T1:
Ich finde es äußerst lobenswert, daß an Theodor Fontane erinnert wird und möchte auf seine immer noch aktuelle Ballade von 1857 über den katastrophalen Ausgang des ersten der drei anglo-afghanischen Kriege (1839-184299 hinweisen, die jeder unserer linken Politiker von CDU/CSU/SPD/GRÜNEN, die für den Einsatz zur Verteidigung von DE am Hindukusch gestimmt haben, auswendig lernen und für die Opfer/Familien um Entschuldigung bitten und persönlich haften müssten:
Das Trauerspiel von Afghanistan
Der Schnee leis stäubend vom Himmel fällt,
Ein Reiter vor Dschellalabad hält,
„Wer da?“ – „Ein britischer Reitersmann,
Bringe Botschaft aus Afghanistan.“
…..
T2:
Afghanistan! Er sprach es so matt,
Es umdrängt den Reiter die halbe Stadt,
Sir Robert Sale, der Kommandant,
Hebt ihn vom Rosse mit eigener Hand.
Sie führen ins steinerne Wachthaus ihn,
Sie setzen ihn nieder an den Kamin,
Wie wärmt ihn das Feuer, wie Iabt ihn das Licht,
Er atmet hoch auf und dankt und spricht:
„Wir waren dreizehntausend Mann,
Von Kabul unser Zug begann,
Soldaten, Führer, Weib und Kind,
Erstarrt, erschlagen, verraten sind.
Zersprengt ist unser ganzes Heer,
Was lebt, irrt draußen in Nacht umher,
Mir hat ein Gott die Rettung gegönnt,
Seht zu, ob den Rest ihr retten könnt.“
Sir Robert stieg auf den Festungswall,
Offiziere, Soldaten folgten ihm all‘,
Sir Robert sprach: „Der Schnee fällt dicht,
Die uns suchen, sie können uns finden nicht.
….
T3:
Sie irren wie Blinde und sind uns so nah,
So laßt sie’s hören, daß wir da,
Stimmt an ein Lied von Heimat und Haus,
Trompeter blast in die Nacht hinaus!“
Da huben sie an und sie wurden’s nicht müd‘,
Durch die Nacht hin klang es Lied um Lied,
Erst englische Lieder mit fröhlichem Klang,
Dann Hochlandslieder wie Klagegesang.
Sie bliesen die Nacht und über den Tag,
Laut, wie nur die Liebe rufen mag,
Sie bliesen – es kam die zweite Nacht,
Umsonst, daß ihr ruft, umsonst, daß ihr wacht.
Die hören sollen, sie hören nicht mehr,
Vernichtet ist das ganze Heer,
Mit dreizehntausend der Zug begann,
Einer kam heim aus Afghanistan.
danke, lieber familienvater, dass sie diese ballade eingestellt haben, sie ist nicht so bekannt.
ich bin eine große fontane-verehrerin seit meiner schulzeit.