Freitag, 18. Oktober 2019

Er hatte „Marius“ töten lassen: Kopenhagener Zoo-Direktor Holst kritisiert Vermenschlichung von Tieren

31. März 2015 | 1 Kommentare | Kategorie: Panorama

Holst ist durch die Tötung einer Giraffe (hier Giraffe im Zoo Wilhelma), bekannt und auch gehasst geworden.
Foto:Pfalz-Express/Ahme

Berlin – Der Kopenhagener Zoo-Direktor Bengt Holst ist der Ansicht, dass Tiere zu sehr vermenschlicht werden. Holst ist weltweit bekannt geworden, nachdem er im vergangenen Jahr Giraffe „Marius“ töten und öffentlich an Löwen verfüttern ließ.

Im Interview mit dem „Stern“ sagte Holst, er könne sich generell vorstellen, dass gleiche mit einem Gorilla-Baby zu machen. „So weit sind wir nur noch nicht. Aber wenn wir mal in 20 Jahren so weit mit der Zucht von Gorillas kommen sollten, dass wir auch da überzählige Tiere haben, dann ja, um einen gesunden Bestand zu sichern.“

Die Kritik an seiner Arbeit passe zu „dieser Disney-Welt, in der alle Tiere immer nett sind“, sagte Holst. „Aber so ist das nun mal nicht.“ Er warnte davor, Tieren im Zoo öffentliche Namen zu geben. Das Beispiel des Berliner Eisbären Knut habe gezeigt, wie es falsch laufen könne. „Knut war ein halber Mensch, er wurde wie ein Kuscheltier dem Publikum präsentiert. Ein Eisbär ist aber ein wildes Tier und sollte auch so behandelt werden“, sagte Holst.

Nach dem Tod des Giraffenjungen „Marius“ schlug dem Zoodirektor der Hass aus aller Welt entgegen, Dutzende Morddrohungen erreichten ihn. Manche vermuteten, dass Holst aufgrund seiner Handlung  psychisch nicht in Ordnung sein konnte. In seiner Heimat Dänemark fand er hingegen Unterstützung und wurde von dänischen Zeitungslesern sogar zum „Kopenhagener des Jahres“ gewählt. (dts Nachrichtenagentur)

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Ein Kommentar auf "Er hatte „Marius“ töten lassen: Kopenhagener Zoo-Direktor Holst kritisiert Vermenschlichung von Tieren"

  1. Veronika Wegner sagt:

    Die Dänen sind wohl doch ein besonders grausames Volk, dass sie die Tötungen von Maruis und der Löwenfamilie auch noch gut heißen.
    Wie wäre es denn mit Kastration? Aber die Profitgier der Zoos will nun einmal immer wieder mit niedlichen Jungtieren aufwarten, auch wenn diese dann gar nicht untergebracht werden können.
    Aber das passt ja sehr gut mit dem Pelzfarmen und dem schnellen Töten von auffäligen Hunden zusammen. Die Königin Margrethe geht ja schon lange mit schlechtem Beispiel voran.
    Nach Dänemark werde ich sicher nicht reisen und Zoos sind für mich schon lange tabu.
    Pfui Dänemark

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