ZEW-Chef: Euro-Austritt Griechenlands hätte erhebliche Risiken – SPD: Debatte beenden

5. Januar 2015 | Kategorie: Nachrichten, Politik, Wirtschaft

Foto: dts Nachrichtenagentur

Berlin – Nach Ansicht des Chefs des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Clemens Fuest, hätte ein Austritt Griechenlands aus dem Euro erhebliche Risiken – für das Land selbst, aber auch den Rest der Eurozone.

„Ich würde es vorziehen, wenn Griechenland in der Eurozone bleibt und seine Reformanstrengungen verstärkt“, sagte Fuest der „Rheinischen Post“. „Wir glauben alle, dass ein Austritt beherrschbar wäre, aber wissen tut es keiner“, so Holger Sandte, Chefökonom der Nordea-Bank. „Und die Fliehkräfte in Europa könnten enorm sein, weil dann auch andere ausscheren könnten.“

Laut Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hält die Bundesregierung einen Austritt Griechenlands aus der Währungsunion mittlerweile für verkraftbar, weil sich die „Ansteckungsrisiken“ in der Euro-Zone verringert hätten.

SPD: Merkel sollte Debatte um Griechenlands Euro-Austritt beenden

Die SPD fordert von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die Debatte um einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone zu beenden.

„Ein Austritt der Griechen wäre abenteuerlich“, sagte der SPD-Finanzpolitiker und stellvertretende Fraktionschef Carsten Schneider. Durch einen solchen Schritt wäre allein der Bundeshaushalt mit Kreditzahlungen von 80 Milliarden Euro belastet, so Schneider.

Für die Stabilität in anderen Euro-Ländern und für den Euro sei ein möglicher Euro-Austritt der Griechen „sehr gefährlich“.

(red/dts Nachrichtenagentur)

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