Montag 12.Oktober 2026

Kreis Germersheim: Engere Zusammenarbeit mit Umweltministerium bei Bürokratieabbau und Hochwasserschutz

12. Oktober 2026 | Kategorie: Kreis Germersheim, Regional

Landrat Martin Brandl hat sich in diesen Tagen mit Christine Schneider in Rülzheim ausgetauscht.
Foto: KV GER / mda

Rülzheim – Weniger Amtsgänge für Angler und Fortschritte beim Hochwasserschutz: Der Landkreis Germersheim und das rheinland-pfälzische Landwirtschafts- und Umweltministerium wollen enger zusammenarbeiten.

Bei einem Treffen in Rülzheim besprachen Landrat Martin Brandl und Ministerin Christine Schneider (CDU), welche Vorhaben sie gemeinsam voranbringen wollen.

Fischereischein ohne regelmäßigen Gang zum Amt

Ein konkretes Beispiel ist der Fischereischein. Wer angeln möchte, soll künftig weniger Zeit mit Behördengängen und Papierkram verbringen. Die geplante Neuregelung betrifft Angler im ganzen Land.

Der Fischereischein soll grundsätzlich unbefristet ausgestellt werden. Die regelmäßige Verlängerung beim Amt würde damit entfallen. Als Nachweis soll künftig das Smartphone oder eine Scheckkarte reichen, die Fischereiabgabe soll sich online bezahlen lassen.

Auch Prüfungen aus anderen Bundesländern sollen leichter anerkannt werden. Der Jugendfischereischein soll entfallen.

Schneider erklärte, mit der Digitalisierung wolle das Land den Menschen Zeit und Aufwand sparen. Die Kreisverwaltung und die Kommunen wollen sich weiter in das Vorhaben einbringen. Germersheim ist nach Angaben der Kreisverwaltung der gewässerreichste Landkreis in Rheinland-Pfalz.

Hördter Rheinaue: Brandl will Signal für den Baustart

Beim Hochwasserschutz drängte Brandl auf Tempo. Für den geplanten Hochwasser-Reserveraum Hördter Rheinaue brauche es eine Perspektive für die Umsetzung. Der Landrat verwies auf das Vorgehen des NABU gegen den Planfeststellungsbeschluss: „Wir haben nun schon fast ein Jahr verloren seitdem der NABU gegen den Planfeststellungsbeschluss vorgegangen ist. Wir brauchen dringend ein Signal, dass die Umsetzung des weiteren Hochwasserschutzes beginnen kann.“

Schneider zeigte sich optimistisch, dass bis Ende des Jahres Klarheit über das weitere Vorgehen besteht. „Der Hochwasserschutz entlang des Rheins ist von ganz besonderer Bedeutung. Dessen sind sich auch die Umweltverbände bewusst. Daher bin ich optimistisch, dass es eine gute Lösung für Mensch und Natur geben wird“, sagte die Ministerin.

Gefällt Ihnen unsere Zeitung?

Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.

⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Zur Startseite

Abonnieren Sie auch unseren Pfalz-Express-Kanal bei YouTube

Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Kommentare sind geschlossen