Landau. Immer mehr Menschen erkranken in Deutschland an Darmkrebs. Unter Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr soll im Monat März die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf das Thema gelenkt werden – denn rechtzeitig erkannt, ist Darmkrebs heilbar.
Gerade beim Darmkrebs gilt: Wer in die Vorsorge investiert, kann sich gut schützen. „Darmkrebs hat sehr häufig gutartige Vorstufen, die Darmpolypen“, erläutert Prof. Dr. med. Hans Christian Spangenberg. Der Chefarzt der Klinik für Allgemeine Innere Medizin, Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie, Diabetologie und Hämato-Onkologie am Vinzentius-Krankenhaus weiß, wovon er spricht: „ Wir führen jährlich über 1.200 Darmspiegelungen durch. Entdecken wir dabei Polypen, können wir sie in der Regel direkt entfernen. Und genau das ist Darmkrebsvorsorge.“
Durch Studien wurde herausgefunden, dass auch eine erbliche Vorbelastung bestehen kann. Wer im Familienkreis Fälle von Darmkrebs hat, sollte besonders sensibilisiert sein. Weitere Risikofaktoren können neben einer ungesunden Ernährung auch Bewegungsmangel und Rauchen sein. „Darmkrebs ist tückisch. Denn die meisten merken lange nichts von einer Erkrankung, weil es kaum Symptome gibt. Polypen tun nicht weh“, so Professor Spangenberg. Er rät, einmal im Jahr zur Vorsorge zu gehen – und zwar ab dem 50. Lebensjahr. Die Kosten dafür übernehmen die Krankenkassen. Ab einem Alter von 55 Jahren gehört die Darmspiegelung zur Vorsorge. „Viele scheuen sich davor, haben Angst. Das ist jedoch völlig unbegründet. Eine Darmspiegelung ist schmerzfrei und geht relativ zügig“, so der Experte.
Bei ca. 20% Prozent aller Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen, die in seiner Fachklinik im Vinzentius-Krankenhaus durchgeführt werden, werden Polypen entdeckt und direkt entfernt. In selteneren Fällen kommt es vor, dass auch Krebszellen gefunden werden. „Diese Patienten überweisen wir direkt in unser Darmzentrum“, erklärt Prof. Spangenberg. Das Darmzentrum am Vinzentius-Krankenhaus ist zertifiziert und bietet alle modernen Therapiemöglichkeiten für Krebspatienten. Jeder von ihnen wird mit einem individuell von einem interdisziplinären Ärzte-Team ausgearbeiteten Behandlungskonzept betreut. „Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Trotzdem gilt: Vorsorge ist immer besser!“
Jeder kann mit einer Überweisung seines Hausarztes die Vorsorgemöglichkeiten im Vinzentius-Krankenhaus in Anspruch nehmen. (red)
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Diesen Artikel drucken



Landau. Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2014 veranstaltete der Beirat für Migration und Integration der Stadt Landau in Kooperation ...
Landau. Das Vinzentius-Krankenhaus Landau bietet ab sofort einen kostenlosen Newsletter an. Dort wird regelmäßig Aktuelles aus dem Krankenhaus berichtet sowie über ...
Landau. Der 2011 gepflanzte Schnullerbaum im Park des Vinzentius-Krankenhauses feiert am 13. August Geburtstag. Die Idee, Kindern durch einen Schnullerbaum die Trennung ...
Landau. Auf Vorschlag der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken mbH (cts) wurde Dipl.-Betriebswirt Ludger Meier von der Gesellschafterversammlung zum ...
Landau – Die Klinik für Kardiologie und Angiologie (Medizinische Klinik II) des Vinzentius Krankenhauses hat unter Leitung von Chefarzt Dr. med. ...
Rülzheim – „Wo ist der nächste Hofladen? Gibt es in der Nähe ein Museum? Wie weit ist es bis zum nächsten Restaurant? ...
Berlin – Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) will den Deutschen mit einer neuen Präventionsstrategie mehr Bewegung und gesunde Ernährung nahe bringen. „Es wird ...
Landau – Das regionale Traumazentrum am Vinzentius-Krankenhaus wurde von der unabhängigen Zertifizierungsstelle DIOCert rezertifiziert. Damit entspricht das Zentrum vollständig den Qualitätskriterien ...
Landau. Am 27. Juni 2013 wird Schwester Tasso 100 Jahre alt. Viele Landauer kennen sie noch – über 60 Jahre lang war ...
„Fußball oder Fassenacht, Humba ist für Meenz gemacht“ 64. Rosenmontagszug seit Ende des 2. Weltkrieges: Rund 9300 Aktive auf Zuglänge von 7 ...












