
Rekrutenvereidigung und feierliches Gelöbnis in Germersheim: Oberstleutnant Prestele und Germsheims Bürgermeister Schaile (beide vorn) schreiten die Reihen ab.
Fotos: pfalz-express.de/Licht
Germersheim. „Dienst in der Bundeswehr ist Dienst am Frieden“ – mit diesen Worten erinnerte Oberstleutnant Christian Prestele die etwa 500 Rekruten bei ihrer Vereidigung und dem feierlichen Gelöbnis im Wrede-Stadion in Germersheim an die Werte einer rechtsstaatlichen Grundordnung und an eine Prämisse der deutschen Streitkräfte.
Nach dem Einmarsch der Einheiten und der Ehrenformation, die aus dem Luftwaffenmusikkorps 2 aus Karlsruhe, der Fahnenabordnung und dem Fahnenzug bestand, begrüßte Oberstleutnant Andreas Petry die Anwesenden Gäste und Familien der Rekruten.
Oberstleutnant Prestele wies in seiner anschließenden Rede darauf hin, dass der Dienst in den Streitkräften nichts Alltägliches sei, sondern vollen Einsatz erfordere, im Körperlichen als auch im Geistigen. Aber auch das Erleben ungewöhnlicher Kameradschaft sei an Intensität kaum anderswo zu finden.
Umso mehr sei den jungen Soldaten Respekt zu ihrer Entscheidung zu zollen, denn: „Mit dem Dienst als Soldat sind natürlich auch Gefahren verbunden. Es ist eine Tatsache, dass Krieg und Gewalt nicht aus der Welt verschwunden sind. Konflikte können Kettenreaktionen auslösen, die für Deutschland und Europa existenzbedrohend sein könnten. Das Bereithalten einsatzbereiter Streitkräfte ist deshalb ein Gebot der Vernunft und ein Gebot der Solidarität mit unseren Partnern, die zu Recht von uns erwarten, einen Beitrag zu Frieden und Stabilität in der Welt zu leisten“, so Prestele weiter.
Die nun vereidigten Rekruten absolvierten eine vierteljährlichen Grundausbildung bei der 1. und 2. Kompanie des Verbands Germersheim, wo ihnen allgemeines militärisches Basiswissen und Rechte und Pflichten eines Soldaten vermittelt wurden. Auch Soldaten des Spezialpionierbataillons 464 aus Speyer und des ABC- Abwehrregiments 750 „Baden“ aus Bruchsal nahmen am Appell teil.
Die freiwillig Wehrdienst Leistenden und die Zeitsoldaten schworen in einer feierlichen Zeremonie, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes als Staatsbürger in Uniform tapfer zu verteidigen. (cli)

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