
Oberstleutnant Dietmar Hinze (li), Ortsbürgermeister Gerhard Beil und General Wolfgang Born schreiten die Reihen ab.
Foto: Schrief
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Rheinzabern – „Wenn Krieg und Frieden eine Frage der Vernunft wären, dann bräuchte man keine Soldaten“ – das sagte einer, der mit Leib und Seele Soldat ist: Generalleutnant Wolfgang Born war nach Rheinzabern gekommen, um die Ansprache bei der Vereidigung und dem feierlichen Gelöbnis der rund 200 Rekruten zu halten.
Im Stadion des SV Olympia Rheinzabern hatten sich zahlreiche Verwandte und Bekannte der Rekruten eingefunden, um bei dem großen Moment dabei zu sein.
Nach dem Einmarsch der Einheiten und der Ehrenformation, die aus dem Luftwaffenmusikkorps 2 aus Karlsruhe, der Fahnenabordnung und dem Fahnenzug bestand, konnte der Kommandeur des Luftwaffenausbildungsbataillons in Germersheim, Oberstleutnant Dietmar Hinze, zudem viele Gäste aus Wirtschaft und Politik begrüßen. Gekommen waren unter anderem Bundestagsabgeordneter Dr. Thomas Gebhart, Landtagsabgeordnete Barbara Schleicher-Rothmund, Landrat Dr. Fritz Brechtel und der Ausbildungsleiter der Motorenwerke Speyer, Bernd Dreyer.
Der Gastgeber, Ortsbürgermeister Gerhard Beil, freute sich besonders, den General willkommen heißen zu können. Beide verbindet eine gemeinsame Zeit in Germersheim, als vor 44 Jahren Born als Offizieranwärter seinen Dienst in der damaligen 10. Kompanie antrat. In derselben Kompanie, ein Jahr später, rückte auch Bürgermeister Beil zum Grundwehrdienst in Germersheim ein.
Drei-Sterne-General Wolfgang Born: „Willkommen im Team Luftwaffe“
Im Mittelpunkt des Geschehens jedoch standen die, die sich dafür entschieden hatten, „ein Staatsbürger in Uniform zu sein und ihrem Land auf diese Weise zu dienen“, sagte der Drei-Sterne-General zu den angetretenen Rekruten.
Zu Recht stolz dürften sie sein, sagte Born, nach einer harten Grundausbildung, die viel abverlange, aber auch zu nicht zugetrauten Leistungen geführt habe. Werte wie Kameradschaft und Vertrauen hätten in der Bundeswehr einen hohen Stellenwert, zudem stünden vielfältige Karrierechancen zur Wahl, führte der General weiter aus. „Aber ganz gleich, wie weit Sie einmal kommen: Vergessen Sie niemals, dass jeder – auch ich – einmal am Ende der Befehlskette gestanden hat. Behandeln Sie jeden so, wie Sie selbst behandelt werden möchten.“
Born verschwieg auch nicht, dass der aktive Einsatz „draußen“ manchmal durchaus gefährlich sein könne. Dennoch: „In einer Welt der globalen Konflikte und des Terrorismus, mit einem beständigen Ringen um Frieden und Freiheit, ist das Militär als ein Mittel der Politik unverzichtbar.“
Bürgermeister Beil lud bei seiner Gelöbnisrede die Rekruten ein, aktiv am gesellschaftlichen Leben in Rheinzabern teilzunehmen – und ruhig einmal mitzufeiern bei den vielen Festen: „Sie sind hier immer willkommen.“ Rheinzabern sei eine intakte Gemeinde mit einer guten Struktur und viel Zusammenhalt. Auch Beil betonte nochmals: „Eine freie Gesellschaft wird einem nicht geschenkt. Man muss immer darum ringen.“
Die Rekruten indes schienen keine Zweifel zu haben: Ihr Gelöbnis legten sie mit Inbrunst ab; ihnen zu Ehren spielte das Luftwaffenmusikkorps die Nationalhymne. Danach marschierten Ehrenformation und Kompanien aus dem Stadion – den starken Regen stoisch ignorierend.
„Das war ein tolles Erlebnis“, sagte ein frischgebackener Soldat dem Pfalz-Express. „Es hat mich sehr berührt.“
Beim anschließenden kleinen Empfang in der Festhalle Rheinzabern trug Bürgermeister Beil das Ereignis in das Buch der Gemeinde ein. Oberstleutnant Hinze überreichte Generalleutnant Born ein Präsent: Ein eigens für den Gast hergestelltes Emblem des Luftwaffenausbildungsbataillons, gelasert auf ein Stück Aluminium eines Flugzeugs der Speyerer Motorenwerke. (cli)
Vereidigung (Fotos: Schrief)
Gelöbnis: (Fotos: Licht)

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