
Aufzug in Germersheim am 13. Dezember 2021.
Foto: Pfalz-Express
Pfalz – Am Montagabend (13.12.2021) kam es zwischen 18 und 20 Uhr zu insgesamt 14 Versammlungen von Personen, die den Corona-Maßnahmen kritisch gegenüber stehen.
Man versammelte sich in Annweiler am Trifels, Bad Bergzabern, Bad Dürkheim, Frankenthal, Freinsheim, Germersheim, Haßloch, Kandel, Ludwigshafen, Landau, Mutterstadt, Neustadt an der Weinstraße, Speyer und in Wörth.
Insgesamt nahm eine „unerwartet hohe Anzahl“ von rund 1.450 Personen daran teil, teilte das Polizeipräsidium Rheinpfalz mit. An den Einsatzorten kam es diversen polizeilichen Maßnahmen.
In Annweiler trafen sich etwa 40 Personen im Bereich Hauptstraße / Rathausplatz. Besondere Vorkommnisse wurden nicht gemeldet.
In Bad Dürkheim befanden sich etwa 50 Personen auf dem Stadtplatz und verhielten sich laut Polizei teilweise provokativ gegenüber den Einsatzkräften. Von 32 Personen wurde die Identität festgestellt. 16 Personen erhielten einen Platzverweis. Gegen vier Personen wurden wegen Verstöße gegen die aktuelle Corona-Bekämpfungsverordnung Ordnungswidrigkeitenanzeigen erfasst.
In Bad Bergzabern zählte die Polizei vor dem Schloss bzw. in der Königstraße etwa 250 Personen einschließlich Kinder, die anschließend durch die Stadt gingen.
In Frankenthal trafen sich rund 50 Personen am Speyerer Tor, die sich beim Erscheinen der Polizeikräfte „verstreuten“, so die Polizei.
Am Rathaus in Freinsheim waren etwa 30 Personen zusammengekommen.
Auf dem Nardiniplatz in Germersheim fanden sich rund 150 Personen zusammen, die sich anschließend durch die Germersheimer Innenstadt bewegten – teilweise mit Kerzen in den Händen.
In Haßloch trafen sich auf dem Pfalzplatz etwa 50 Personen und gingen anschließend durch die Innenstadt.
Vor der Georgskirche in Kandel trafen sich etwa 100 Personen. Eine Gruppe von zehn Personen hatte sich zum Gegenprotest eingefunden. Eine Teilnehmerin sagte dem Pfalz-Express, man sei „Impfbefürworter, aber gegen eine Impfpflicht.“ Die größere Gruppe ging vom Marktplatz zur Verbandsgemeindeverwaltung wieder zurück zur Georgskirche, wo sie sich dann auflöste. Bei zwei Personen stellte die Polizei die Identität fest. Da sich eine Person nach Polizeiangaben zunächst weigerte, wurde gegen sie eine Ordnungswidrigkeitenanzeige erstellt.
Auf dem Berliner Platz in Ludwigshafen waren 20 Personen zusammengekommen.
In Landau waren auf dem Rathausplatz rund 250 Personen unterwegs. Zur Feststellung von Verstößen gegen die aktuelle Corona-Bekämpfungsverordnung wurde bei insgesamt 55 Personen die Identität festgestellt. „Dabei verhielten sich die Personen überwiegend unkooperativ“, so die Polizei.
Ein 71-Jähriger habe vehement die Herausgabe seiner Personalien verweigert. Auch nach mehrfacher Aufforderung sich auszuweisen und der Androhung von Zwangsmaßnahmen, habe er sich weiter geweigert und unkooperativ verhalten. Ein Polizeisprecher: „Um den 71-Jährigen nach Ausweispapieren durchsuchen zu können, musste er zu Boden gebracht werden. Die Maßnahme wurde von Passanten gefilmt. Die Aufnahmen wurden gesichert und werden geprüft.“ Gegen den 71-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen Widerstands eingeleitet. Dann wurde ihm ein Platzverweis erteilt.
Vor dem Rathaus in Mutterstadt wurden verstreut etwa 25 Personen festgestellt.
Am Hetzelplatz in Neustadt trafen sich rund 70 Personen, die sich gegenüber den Einsatzkräften kooperativ verhielten und anschließend in Kleingruppen durch die Innenstadt gingen.
In Speyer trafen sich auf dem Domplatz etwa 300 Personen, die anschließend in Richtung Altpörtel liefen. Zur Feststellung von Verstößen gegen die aktuelle Corona-Bekämpfungsverordnung wurde von der Polizei bei insgesamt 48 Personen die Identität festgestellt. „Dabei verhielten sich die Personen überwiegend unkooperativ. Ein Polizeibeamter wurde beleidigt“, hieß es aus dem Polizeipräsidium.
In Wörth standen etwa 70 Personen vor dem Alten Rathaus. (red/pol)
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