
Visualisierung der Nutzungsmöglichkeiten.
Bild: Werkgemeinschaft Landau
Wörth – Die stadteigene Grundstücksverwaltungsgesellschaft GVG Wörth GmbH stellt aktuell den städtischen Gremien die Ergebnisse einer vertieften Studie zu den Nutzungsmöglichkeiten des ehemaligen CJD-Geländes vor.
Erstellt wurde die Untersuchung von der Werkgemeinschaft Landau im Auftrag der GVG. Es handelt sich um den dritten Schritt in einem längeren Prozess, bei dem die möglichen Nutzungen weiter konkretisiert wurden. Die Studie zeigt nun genauer, welche Optionen für das gesamte Gelände infrage kommen.
Im Fokus steht das Areal östlich der Rheinstraße, direkt am Rhein gelegen. Die Lage mit Blick aufs Wasser gilt als besonders attraktiv und bietet aus Sicht der Planer großes Potenzial. Ziel ist es, eine Nutzung zu entwickeln, die zu den Bedürfnissen der Stadt Wörth passt. Deshalb sollen gezielt Investoren angesprochen werden, die Angebote in den Bereichen Wohnen, Gesundheit, Gastronomie und sogenanntes Boarding umsetzen möchten. Die Nachfrage nach klassischen Büroflächen wird dagegen als eher gering eingeschätzt. Gewerbliche Nutzung ist dennoch denkbar, etwa in Form von Läden im Erdgeschoss des großen Gebäudes.
Unter Boarding versteht man Übernachtungsangebote, die ähnlich wie ein Hotel funktionieren, aber ohne klassische Rezeption auskommen. In solchen Boardinghouses buchen Gäste Zimmer oder Apartments online und erhalten den Zugang beispielsweise per Code.
Mit der Vorstellung der Analyse macht die GVG deutlich, dass die Entwicklung des Geländes vorankommt und verschiedene Möglichkeiten sorgfältig geprüft wurden. Ein nächster Schritt könnte nun sein, konkrete Gespräche mit potenziellen Investoren aufzunehmen.
Langfristiges Ziel: Gemeinsam mit einem Investor ein attraktives Quartier für die Stadt Wörth zu entwickeln, zügig, aber mit Bedacht. Über Verträge und Rahmenbedingungen kann die Stadt dabei Einfluss auf die Ausgestaltung nehmen. Auch der derzeit in Aufstellung befindliche Bebauungsplan setzt bereits setzt bereits erste Rahmenbedingungen.
Für einen Teil des Geländes gibt es bereits konkrete Vereinbarungen: Dort soll ein Ärztehaus entstehen. Diese Planungen passen nach Einschätzung der Verantwortlichen gut zum vorgesehenen Nutzungsmix. Auch für das sogenannte Haus 1, ein Gebäude aus den 1920er Jahren, liegen Pläne vor. Hier sollen mit einem weiteren Investor Wohnungen geschaffen werden.
„Die evaluierten Nutzungsmöglichkeiten zeigen das große Potential des Geländes“, betonen Jürgen Weber, zuständiger Beigeordneter der Stadt, und Holger Kaschewski, Geschäftsführer der GVG, „Die Entwicklung dieses Quartiers liegt uns allen am Herzen. Viel Engagement und Herzblut sind bereits von allen Beteiligten in die Planung geflossen. Wir sind uns alle der Verantwortung für die Zukunft bewusst.“

Blick von oben auf das Hauptgebäude auf dem ehemaligen CJD-Gelände.
Foto: Stadt Wörth

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