Wörth – Die Entwicklung des Dorschbergs und die Umnutzung des ehemaligen Schauffele-Geländes hatte in den letzten Tagen für sehr viel Zündstoff gesorgt (wir berichteten).
Viel wurde in den letzten Wochen über Sportstätten diskutiert, besonders zwischen Stadt und Kreisverwaltung – in der Regel schriftlich und fast bis zu letzten Sekunde vor der Ratssitzung in Wörth.
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Bei der Stadtratssitzung am Dienstagabend fasste Bürgermeister Dr. Dennis Nitsche (SPD) dann kurz die Lage zusammen – man habe das Thema bereits anderthalb Jahre intensiv erarbeitet habe, müsse Kapazitäten für Wohnraum schaffen, ohne Flächen im Außenbereich der Stadt Wörth in Anspruch nehmen zu müssen.
Die Innenentwicklung sei für Wörth wichtig. Man müsse die Herausforderung meistern, große Flächen in zentraler Lage der Stadt zu nutzen. Man habe im Vorfeld mit den Schulen und Vereinen geredet und verschiedene Optionen geprüft; es habe lange Diskussionen gegeben und es seien verschiedene Entwürfe gezeigt worden – diese seien aber lediglich „erste Anhaltspunkte, eine allererste Annäherung und nur der erste Eindruck“, wie Nitsche betonte.
Durch die Sanierung der Bienwaldhalle gebe es keine Verlagerung, sondern eine Belassung und man habe Kompromissvorschläge erarbeitet, die „relativ lange und komplex“ seien: Zusammengefasst kämen die Sportanlagen auf das Schauffele-Gelände mit einem 10 bis 15 Meter breitem Streifen zur gewerblichen Nutzung.
Stellungnahmen gab es von der CDU – so meinte Jürgen Weber, dass der Sport für die Schulen gewährleistet werden müsse, die Diskussionen seien aber „etwas schwierig, unnötig bockig und kurzfristig“ gewesen, nun solle man wieder „in normales Fahrwasser gehen“ und das „einvernehmlich klären, weiter planen, was geht und weiterkommen.“
Iris Linder von den Grünen sprach sich ebenfalls dafür aus, dass es eine Chance sei für die Stadt, sich weiterzuentwickeln. Jetzt hätten erstmal die Behörden das Sagen. Schade sei, dass die Diskussionen so spät gekommen seien, aber die Schulen bräuchten eine brauchbare Lösung und man müsse Kompromisse erarbeiten.
Joachim Paul von der SPD verwies darauf, dass „wir froh sein können, dass wir das Gelände haben und etwas errichten können“, denn schon in den 1990er Jahren sei das versucht worden, jetzt hätte man die Chance dazu und solle sie wahrnehmen, damit die Stadtentwicklung weiter voranschreite.
Auch auf die Diskussion bezüglich Landrat Dr. Brechtel und des Schulelternbeirats des Europa-Gymnasiums, der sich zurückgesetzt gefühlt habe, ging er kurz ein und meinte: „Leider war die Schulleiterin in der Beschlusssitzung nicht da“. Das Gelände hinter der BBS sei schon 40 Jahre frei für ein Sportgelände, aber der Kreis habe nichts gebaut – und die Schulen seien alle in der Hand des Kreises. Nun sei eine Lösung nötig.
Nitsche erklärte, dass es selbstverständlich sei, dass Hand in Hand mit dem Kreis gearbeitet werde und auch die Kommunikation fände statt; es gebe viele Variablen für das Sportgelände, der Schulstandort sei nicht gefährdet.
Bei der anschließenden Abstimmung zur Entwicklung des Dorschbergs und der Umnutzung des ehemaligen Schauffele-Geländes wurde der Beschlussvorschlag einstimmig angenommen und der Bürgermeister dankte dem Stadtrat für den Beschluss. (sek)
Mehr zu den weiteren Beschlüssen in Kürze.

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