Freitag, 21. September 2018

„Schauffele“-Gelände in Wörth: „Keine übereilte Beschlussfassung zur Verlegung der Freisportanlagen“

16. April 2018 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional

Symbolbild: red

Wörth – Die Schulleitungen der weiterführenden Schulen in Wörth, Landrat Dr. Fritz Brechtel und der für Schulen zuständige Erste Kreisbeigeordnete, Christoph Buttweiler, haben am Monatg in einem Brief an Bürgermeister Dr. Nitsche und die Stadträte nochmals in aller Eindringlichkeit für ein besonnenes Vorgehen bei der Diskussion und der Entscheidung für oder gegen eine Verlegung der Freisportanlagen auf das Schauffele-Gelände plädiert.

Das teilte die Kreisverwaltung mit. „Wir appellieren damit an Ihre Verantwortung gegenüber den Schülerinnen und Schülern. Die beabsichtigte Beschlussfassung entsprechend der im Hauptausschuss der Stadt Wörth gefassten Beschlusslage halten wir für übereilt. Würde das Projekt Schauffele-Gelände in der aktuell vorgesehenen Form umgesetzt werden, bliebe nur noch die kleine Freisportanlage hinter der Grundschule erhalten. Alle anderen Freisportanlagen auf dem Dorschberg würden wegfallen. Damit sind gravierende Nachteile für den Schulsport der betroffenen Wörther Schulen zu befürchten“, heißt es in dem Schreiben.

Mit Blick auf die morgige Ratssitzung haben die Schulleitungen der Wörther Schulen und die Kreisverwaltung als Schulträger gemeinsam folgende Erklärungen und Hinweise schriftlich festgesetzt:

„1. Regelmäßiger Sportunterricht durch Nutzung der auf dem „Schauffele-Gelände“ geplanten Freisportanlagen ist nicht sinnvoll möglich und kann bei der Planung daher nicht unterstellt werden.

2. Auch das eventuell ertüchtigte Freigelände hinter der Dorschberg-Grundschule reicht für den Schulsport der betroffenen derzeit rund 3600 Schülerinnen und Schüler nicht aus. Alle Schulen sind gemäß Lehrplan gehalten und müssen in der Lage sein, den Schulsport in der Regel von April bis Oktober auf Freigelände auszuüben. Dies wäre am Dorschberg unter Berücksichtigung der Belegungs- und Lehrpläne künftig nicht möglich.

3. Eine mögliche andere oder weitere Alternative ist derzeit weder den Schulleitungen noch dem Schulträger bekannt. Weiterführende Kompromissvorschläge sind uns weder hinreichend bekannt noch wurden sie mit uns abgestimmt.

4. Die Schulleitungen der Wörther Schulen plädieren für den Erhalt der für die Schulen gut erreichbaren Bienwaldhalle am derzeitigen Standort.“

Landrat Brechtel und Schuldezernent Buttweiler bedauern, dass die seitens des Schulträgers ausgesprochene Einladung zu einem Gespräch von der Stadt Wörth bisher nicht angenommen wurde, heißt es in der Mitteilung der Kreisverwaltung.

Sie sind der Auffassung, dass vor einer die kommenden Jahrzehnte prägenden Entscheidung im Interesse des Schulstandorts Wörth sämtliche Beteiligte gehört werden müssen.

Landrat Brechtel schlägt daher „wiederholt und dringend“ ein gemeinsames Gespräch vor mit der Stadt Wörth, vertreten durch den Bürgermeister, Vertretern des Stadtrats, dem Schulträger, den Schulleitungen und der Schulaufsichtsbehörde ADD. Auch sonstige Schulorgane, z.B. der Schulelternbeirat und SMV seien zu „informieren und zu beteiligen.“

Ziel des Gesprächs sollte sein, sämtliche Fakten zu klären und mögliche sinnvolle Verfahren festzulegen. Ferner müssten sämtliche Fakten sicher evaluiert sein, diese „Evaluation ist bisher nicht ausreichend erfolgt.

„Wir bitten darum, die Beschlussfassung solange zurückzustellen, bis die schulischen Aspekte sicher geklärt sind“, so Brechtel und  Buttweiler.

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