
Immer mehr Medikamente sind nicht lieferbar.
Foto: dts Nachrichtenagentur
Berichte über Lieferprobleme der Pharmaunternehmen bezüglich bestimmter Arzneimittel häufen sich zunehmend. Mehr als zweihundert Artikel wurden bislang als lieferschwierig gemeldet.
Dazu Dr. Sylvia Groß, gesundheitspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz: „Mitverantwortlich für diese Misere ist die Verlagerung der Medikamenten-Produktion in Niedriglohnländer, verbunden mit langen Lieferketten, erschwerten Kontrollen und vermehrt auch Qualitätsmängeln.
Gleichzeitig beobachten wir eine Reduzierung der wirkstoffherstellenden Unternehmen, die für die ganze Welt produzieren – ein ruinöser Preiskampf ist die Folge. Um Beitragsstabilität für die Versicherten zu gewährleisten, schließen die Krankenkassen u. a. sogenannte ‚Rabattverträge‘ mit meist nur einem Wirkstoffhersteller ab, was andererseits zu Abhängigkeiten von einzelnen Wirkstoffherstellern und unter Umständen zu Lieferengpässen führt.“
Dr. Groß weiter: „Marktwirtschaftliche Prinzipien dürfen nicht zu Unzuverlässigkeit bzw. Nichtverfügbarkeit von Medikamenten führen. So sinnvoll das Wirtschaftlichkeitsprinzip grundsätzlich ist, müssen die Krankenkassen Sorge tragen, dass Medikamente nicht zur Mangelware werden. In diesem Zusammenhang müssen wir uns die Frage stellen, was uns unsere Gesundheit wert ist.“
„Die AfD tritt dafür ein, die Medikamentenproduktion wieder vermehrt nach Deutschland bzw. nach Europa zurückzuverlegen. Dies würde nicht nur zu einer höheren Sicherheit, schnelleren Verfügbarkeit und leichteren Kontrollen im gesamten Herstellungsprozess der Arzneimittel führen, sondern auch Arbeitsplätze generieren. Entsprechende Rahmenbedingungen sollten den Pharmaherstellern unterbreitet werden. Dass dies nicht innerhalb kurzer Zeit zu erreichen ist, dürfte klar sein. Zumindest sollte hierüber mehr als nur nachgedacht und Handlungen eingeleitet werden“, so Groß.

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AfD so ideenlos wie die Planwirtschaft der DDR. Und das schimpft sich „Alternative“…
Alternative für was eigentlich?
Der Markt für Medikamente in Deutschland ist für Pharmahersteller nach wie vor wegen der überhöhten Preise von Interesse.
Den Schlampereien, bzw. der bewusst herbeigeführten angeblichen Lieferunfähigkeit kommt man nur bei, wenn man eklatante Verstöße und Erpressungsversuche ahndet, indem man unseriöse Lieferanten von künftigen Verträgen mindestens zeitweise ausschließt. Eine Fertigungsdiversität könnte man erreichen, indem man z.B. die klimaschädlichen, viel zu billigen Transporte drastisch verteuert.
Die Mobilität des Bürgers „erfreut“ sich immer neuer Sanktionen, während die sinnlosen Transporte von unsinnigen Gütern staatlich subventioniert werden.