Freitag, 17. August 2018

„Rechts von Kandel – Antifaschismus und die rechten Strippenzieher“ – Voller Saal bei „WIR sind Kandel“-Veranstaltung

8. Juni 2018 | 39 Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Landau, Regional

Viele Zuhörer kamen zum Vortrag von Christian Ratz und John Brambach.
Fotos: Pfalz-Express

Kandel – „Ich bin nicht rechts, ich bin kein Nazi, aber mich stört Vieles“ – diese Aussage fällt in der ein oder anderen Form häufig, wenn es um die Asylpolitik der Bundesregierung geht.

Auch der Pfalz-Express hörte dieses Statement immer wieder bei einer Umfrage in der Kandeler Hauptstraße im April diesen Jahres. Manche wollen etwas dagegen tun und gehen demonstrieren. Die Demos ziehen jedoch auch zahlreiche Vertreter des rechtsextremen Spektrums an.

Seit dem Tötungsdelikt an Mia V. im Dezember 2017, mutmaßlich begangen von einem afghanischen, polizeibekannten Asylbewerber, ziehen regelmäßig Demonstrationen durch die kleine Stadt, die „Grenzen dicht“, „Widerstand“ oder „Merkel muss weg“ fordern.

Bislang sind die Hauptorganisatoren der Demonstrationen das AfD-basierte Bündnis „Kandel ist überall“ um die baden-württembergische AfD-Landtagsabgeordnete Christina Baum und das „Frauenbündnis Kandel“ um Marco Kurz.

Gemeinsam hatten die beiden Gruppen am 3. März knapp 4.000 Demonstranten motivieren können. Seit einiger Zeit agieren „Kandel ist überall“ und „Frauenbündnis Kandel“ getrennt. Die Zahl der Teilnehmer hat mittlerweile abgenommen.

Gegendemonstrationen und Bündnisse für Toleranz und eine offene Gesellschaft bildeten sich gleich zu Beginn der rechtsgerichteten Demos – in Kandel beispielsweise „WIR sind Kandel“ (WsK), das von der Stadt unterstützt wird, oder „Kandel gegen Rechts“. Auch das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus Südpfalz“ beteiligt sich regelmäßig.

Unkenntnis über rechtsextremen „Beifang“

Viele Bürger, die an den rechten Demonstrationen teilnehmen, wüssten nicht, wer da in Wahrheit alles mitlaufe, sagen die Fotojournalisten Christian Ratz und John Brambach (beide aus dem Rhein-Neckar-Raum), die von WsK zu einem Vortrag mit dem Thema  „Rechts von Kandel – Antifaschismus und die rechten Strippenzieher“ eingeladen worden waren.

Sie sind Kenner der rechten Szene und haben alle Kundgebungen in Kandel fotografisch dokumentiert. Gezeigt wurde auch ein Video von Ausschreitungen beim „Kandel ist überall“-Marsch am 3. März in der Rheinstraße.

Mit einem Fotovortrag stellten sie das „Who is Who“ der Szene im Kultursaal der Stadthalle vor über 100 Zuhörern vor.

„Identitäre, Berserker, III. Weg und NPD“

Die beiden Journalisten hatten in Kandel beispielsweise Mitglieder der „Identitären Bewegung“ (IB) dokumentiert, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Das Symbol der Bewegung ist der gelbe griechische Buchstabe Lambda (Λ = L) auf schwarzem Grund. Schlagworte sind „Fortress Europe“, „Defend Europe“, „Macht die Grenzen dicht“ oder „Remigration“. Die Ideologie: Widerstand gegen den „großen Bevökerungsaustausch“ in Europa, der von einer „Sozial-Asyl-Migranten-Lobby“ voran getrieben werde.

Auch in Kandel unterwegs: Die Hammerskins/LUNARA: „Ludwigshafener Nationalisten und Rassisten“, so Ratz und Brambach. „Hooligans aus dem Rhein-Pfalz-Kreis, von Sicherheitsbehörden als terroristische Vereinigung eingestuft.“

Die Organisation der Hammerskins steht der White-Power-Bewegung in den USA nahe – wo sie auch entstand –  und legt großen Wert auf die „Reinheit der Rasse“.

NPD-Vertreter sind ebenfalls regelmäßig bei den Kandeler Demos dabei: Ricarda Riefling vom NPD-Bundesvorstand und dem „Ring nationaler Frauen“, Markus Walter, NPD-Landesvorsitzender Rheinland-Pfalz, Dominik Stürmer, stellvertretender Landesvorsitzender der NPD Baden-Württemberg, Jaqueline Süßdorf von der NPD Saarbrücken und dem „Bündnis Saar“ oder Reiner Berberich von NPD Rhein-Neckar wurden – nicht nur – von Ratz und Brambach mit der Linse festgehalten.

Weiter ging es beispielsweise mit Edgar Baumeister von der „Ein Prozent“-Bewegung Rhein-Neckar (Ein Prozent für unser Land) (auch Ein Prozent), Sascha Wagner, Rechtsrock-Veranstalter und NPD-Aktivist, den „Freien Nationalisten Kraichgau (bis 2015), die in der Partei „Die Rechte“ organisiert sind, Sascha Palosy von den „Berserkern Pforzheim“, die im Zusammenhang mit „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) aufgefallen sind, Klaus Armstroff, Parteivorsitzender „Der III. Weg“ (eine neonazistische Kleinpartei) und Ex-NPD-Funktionär,  oder René Schrade, „Blood and Honour“ (Blut und Ehre) und NPD Esslingen.

Es folgten Alexander Flätgen (Skinheads Deutschland), der im April ein Konzert der rechten Band „Kategorie C“ mitorganisiert und laut Ratz und Brambach beim Angriff auf den Linken-Politiker Özcetin beteiligt gewesen sein soll, Jan Jaeschke, Kreisvorsitzender des NPD-Kreisverbands Rhein-Neckar und Beisitzer im Landesvorstand Baden-Württemberg, Günter Deckert, ehemaliger Gymnasiallehrer und Holocaust-Leugner, der mehrfach unter anderem wegen Volksverhetzung in Haft saß, und Reichsbürger (erkennen die BRD nicht an) und New World Order-Leute (Verschwörungstheoretiker) – die Liste setzte sich noch eine Weile fort.

AfD-Politiker dabei

Die beiden Referenten führten weiter aus, dass sich auch viele AfD-Politiker an den Demonstrationen beteiligt hätten, allen voran natürlich Christina Baum, AfD-Abgeordnete im baden-württembergischen Landtag, Christiane Christen von der AfD Speyer, bei der es Verflechtungen gebe mit der Werbeagentur „Vitamin C GmbH“, „Kandel ist überall“ und mit „Bürgerwille e.V. –Verein für Verfassungstreue“.

Auch die AfD-Bundestagsabgeordnete Nicole Hoechst aus Speyer sei bei „Kandel ist überall“ an vorderster Front mitgelaufenen.

Myriam Kern, ehemalige AfD-Stadträtin aus Landau, die sich selbst „Die Stimme von Kandel“ nennt, gehörte mit zu den Bannerträgerinnen in der ersten Reihe und hat mehrmals alleine oder in Begleitung vor der Kandeler Verwaltung protestiert.

Auch Andreas Kalbitz (AfD-Landtagsabgeordneter in Brandenburg), Guido Reil, AfD-Politiker aus NRW, oder Torsten Frank, AfD-Mitglied aus dem Westerwald, waren bei den Kundgebungen in Kandel – Frank sogar mehrfach als Anmelder der Demos von „Kandel ist überall.“ Die Forderung eines „gesunden Rassismus“ führte 2015 zu einem Parteiausschlussverfahren, das jedoch scheiterte.

Die (AfD)-„Politiker“-Liste der beiden Journalisten war wie die „Rechtsextemen“-Liste noch deutlich länger.

„Antifa oft verkannt“

Aufräumen wollten Ratz und Brambach mit Missverständnissen und Vorurteilen über „die Antifa“.

Ab den 1920er Jahren würde der Bgeriff „Faschismus“ für alle extrem nationalistischen, nach dem Führerprinzip organisierten Bewegungen, Ideologien oder Herrschaftssysteme verwendet, die seit dem Ersten Weltkrieg die parlamentarischen Demokratien abzulösen suchten, so die Referenten in ihrem Vortrag.

Antifaschismus hingegen bezeichne alle sozialen Bewegungen und Ideologien, die sich gegen jede Erscheinungsform von Faschismus wendeten.

„Antifa“ sei ein Akronym für Antifaschistische Aktion, die besonders beim „Relativieren, Rechtfertigen oder Verharmlosen des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen“ zum Tragen käme.

Appell an soziales Umfeld: „Beteiligt euch, Kandel“

In der nachfolgenden Fragerunde und Diskussion ging es in der Hauptsache darum, wie man in Kandel Marco Kurz und sein „Frauenbündnis Kandel“ loswerden könnte. Kurz hat bis Ende 2019 jeweils am ersten Samstag im Monat Versammlungen in Kandel angemeldet.

Einige Bürger appellierten, Freunde, Nachbarn, Familie, Vereinskameraden, Arbeitskollegen – schlichtweg das gesamte soziale Umfeld – zu mobilisieren.

Jutta Wegmann, Mitinitiatorin von „WIR sind Kandel“ rief dazu auf, zahlreich am Tag der offenen Gesellschaft am 16. Juni teilzunehmen. Gemeinsam mit der Bürgergemeinschaft Kandel lädt WsK an diesem Tag zum offenen Picknick ein: Jeder bringt etwas zu Essen mit und teilt es mit anderen. An der gemeinsamen Tafel sollen sich neue Kontakte und interessante Gespräche ergeben.

Marco Kurz hat an diesem Tag eine „Zwischendemo“ um 12 Uhr auf dem Marktplatz angemeldet. Auch einen „Spaziergang“ soll es wieder geben. Das sei doch ein guter Grund für die Kandeler Bürger, am Tag der offenen Gesellschaft teilzunehmen, sagte Jutta Wegmann.

Zu Beginn des Vortrags im Kultursaal waren Ratz und Brambach ´kurz auf Kurz´eingegangen und berichteten von seinem fehlgeschlagenen Versuch, mit dem „Marsch 2017“ die „Regierung zu stürzen“, von einer Briefkastenadresse und einer Straße, die Kurz als Wohnanschrift angegeben habe. Die Straße existiere, aber die Hausnummer gebe es nicht, so die Referenten.

Die Zahl der Rechtsextremen, die auf der Straße aktiv seien, schätzen Ratz und Brambach auf die Frage eines Zuhörers hin auf etwa 10.000.

Einige müssen draußen bleiben

Von der Veranstaltung ausgeschlossen wurden einige Besucher, die an den „Kandel ist überall“- und „Frauenbündnis Kandel“-Demos teilgenommen hatten.

Die Veranstalter hatten von ihrem Hausrecht Gebrauch gemacht und mit einem Schild am Eingang darauf hingewiesen, dass „Personen, die rechtsextremen- oder rechtspopulistischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.“

Das verärgerte die Ausgeschlossenen, die den Veranstaltern antidemokratisches Verhalten vorwarfen. Man habe nur zuhören und auch einmal in Ruhe die „andere Seite“ hören wollen, schrieb ein Mann, der draußen bleiben musste, dem Pfalz-Express.

Im Saal war man der Meinung, die Personengruppe habe die Veranstaltung sprengen wollen.

Zum Abschluss gab es „Pfälzer Währung“ (Wein) als Dank an die beiden Journalisten und für die Besucher Briefkastenaufkleber zur Abwehr von Flyern von Kurz, Baum und Co. (cli) 

Briefkastenaufkleber

 

…und ein Abschiedsgeschenk.

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39 Kommentare auf "„Rechts von Kandel – Antifaschismus und die rechten Strippenzieher“ – Voller Saal bei „WIR sind Kandel“-Veranstaltung"

  1. Klaus sagt:

    Wurde „Die Antideutsche“ und der Fall „Susanna“ auch thematisiert?

  2. ernst schramm sagt:

    Nach diesem Artikel ändere ich meine Meinung.
    Nach Gesprächen mit Kandelern war ich der Meinung, die Belastung von Kandel muss aufhören. Das Zeichen ist gesetzt. Gut so.
    Nach dem Artikel stelle ich fest, dass die Kandeler Bürgerschaft einer linksversifften Agitation einer Antifa-terrororganisation folgt oder auf dem Lein gegangen ist.
    Kandel signalisiert linksrot zu sein, intolerant zu sein und mit einer Innenterrotruppe der roten zu paktieren. Alles das liefert der Bericht.
    Die Mira ist tot. Das ist nicht mehr zu ändern. Doch wie sollen die zukünftigen Tote und Vergewaltigten geschützt werden, das interessiert scheinbar die Kandeler nicht. Kandel hat seinen Blutzoll entrichtet.
    Kandel hat nichts gelernt.
    Jetzt bin ich wieder dabei.

    • qanon sagt:

      Kandel bekam die Stadtrechte unter dem Hitler Regime verliehen. Glauben Sie die Kandeler stellen sich nun gegen die (…)NAchfolgepartei namens CDU unter der(…) Merkel und ihrem Statthalter Poß?

    • Wolfgang Slowik sagt:

      Lieber Ernst das freut mich zu hören…lasss uns zusammen setzen.

  3. Unglaublich sagt:

    Ohne Zweifel brauchen wir eine Bildungsoffensive in diesem Land. Ich kann nicht glauben was ich hier Lese. Wissen und Bildung scheinen hier zu fehlen, das eigentlich Problem ist allerdings offensichtlich mit dem Begriff Ideologie ausgedrückt.

    • Wolfgang Slowik sagt:

      Bezüglich Bildung unseren Jugendlichen, Heranwachsenden und Erwachsenen kann ich aus 30 jähriger Erfahrung berichten…als Unternehmen und jemand der vielen Hundert Weinfeste besucht hat, wo man bezahlen muß und hunderte von Jugendlichen Mitarbeiter antrifft….

      DIE KÖNNEN nicht RECHNEN NEIN NEIN UND NOCHMAL NEIN; NIX KÖNNEN DIE!

      Das soll unsere Zukunft sein!

      NNNNNNNEEEEEEEEEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIINNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNN

  4. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    Ein immer wiederkehrendes Muster: Die angeblichen Vertreter einer toleranten, offenen und vielfältigen Gesellschaft schließen Bürger mit anderer Meinung vom Diskurs aus. Dann kann man die Realität gemäß der eigenen Sichweise verbiegen.So auch hier: Es gab bei der Demonstration am 3. März keine „Ausschreitungen“. Es gab die Ausschreitng einiger Demonstrationsteilnehmer (vielleicht 10 von 4000) als zwei vermummte Antifa-Jungs provozierend, neben dem Demonsttrationszug standen. Der gesamte Vorgang dauerte laut Video 20 Sekunden, dabei wurde niemand ernsthaft verletzt. Das war so und ist zu bedauern.

    Ausschreitungen inklusive verletzte Polizisten und Böllerexplosionen gab es als „Wir sind Kandel“ die Antifa nach Kandel holte. Man hatte die Antifa offenbar „verkannt“ …

    • KKA sagt:

      Am 03.03. wurde ein Mensch von Rechtsradikalen so verletzt, dass er sich zur Behandlung ins Krankenhaus begeben musste. Keine „ernsthafte“ Verletzung?
      Am 03.03. wurden Polizisten von Rechtsradikalen angegriffen und mit Flaschen geworfen. Alle friedlich?
      Am 24.03. wurden Polizisten verletzt. Die Rede war von blauen Flecken und Hautabschürfungen. Wie sich die Polizisten die Verletzungen zugezogen haben, darüber gibt es bis heute keine Auskunft.
      Böller, wie sie viele Bundesbürger zu Silvester massenhaft anzünden, sind aber auch sehr gefährlich. Insbesondere dann, wenn sie in einer leeren Straße hochgehen. (Ironie off).
      Demgegenüber stehen noch mindestens drei Angriffe von Rechtsradikalen auf demokratische Demonstranten bei der Abreise im Zug.

      Kurfürstlich Kurpfälzische Antifa

      • Kai Schnabel sagt:

        Sehr geehrter KKA, beim lesen Ihrer Zeilen haben sich mir die Fußnägel hochgerollt und es kribbelte in meinen Händen eine Antwort zu schreiben.
        Nachdem der Beitrag von der Kurfürstlich Kurpfälzische Antifa stammt, ist es Zeitverschwendung!

        Unsere Demos waren immer FRIEDLICH!!!! Der Polizei ein großes Lob, sie hat immer einen tollen Job gemacht!!!! Nachdem ICH sage „STOPP dieser illegalen Migration“ bin ich für Sie rechtsradikal….
        Wieder ein unnötiger Mord an einem jungen Mädchen in Wiesbaden, was folgt noch????
        In Landau wünschen sich die Grünen schon „Eine sinnvolle Wohnraumnutzung älterer Menschen“ – ja immer weiter so…………….

      • fredvumjupiter sagt:

        Ohje die Antifa, die Straßen (…) der Malu Dreyer und der Angela Merkel. Bei der Rheinpfalz war heute ein schönes Bild auf der Onlineseite mit einem schönen Motto für jeden Antifanten, für Claudia Fatima Roth und für Frau mErKEL

        • fredvumjupiter sagt:

          (…) Die SA hat für Hitler auf der Straße geprügelt und die AntiFa prügelt für Dreyer und Merkel auf der Straße. Ist keien Hetze sondern das sind Tatsachen.

    • Slowik Wolfgang sagt:

      Da kann ich dir nur 100% zustimmen
      INTOLERANT
      INTOLERANT INTOLERANT INTOLERANT INTOLERANT INTOLERANT INTOLERANT INTOLERANT

  5. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    Zum „Angriff auf den Linken-Politiker Özcetin“ zitiere ich aus dem PE-Artikel vom 2. April 2018:

    „Er soll deswegen von einem anderen Mann aus der rechtsextremen Gruppe eine Kopfnuss bekommen und dadurch nach eigenen Aussagen eine Gehirnerschütterung erlitten haben.“

    Wähend die Antifa durch einen Brandanschlag die Bahnlinie nach Kandel lahmlegt, wird ein Kopfnuss zum Angriff hochstilisiert.

    «Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‹Ich bin der Faschismus›. Nein, er wird sagen: ‹Ich bin der Antifaschismus›.» – Ignazio Silone

  6. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    Wenn man so darüber nachdenkt:

    In Mainz liegt das nächste tote Kind, vergewaltigt, ermordet und dann am Bahdamm verscharrt, im Leichenschauhaus. Und in Kandel trifft man sich zur Gruselstunde gegen die Bürger, die dies Zustände in Deutschland nicht mehr aktzeptieren.

  7. Hans-Jürgen Höpfner sagt:

    Und der bestialische Mord der Jüdin Susanna F. aus MAINZ widerlegt all die linken Realitätsverweigerer.
    Kandel ist überall.

    So lange die Grenzen nicht geschlossen werden geht das Morden weiter.
    Schuld ist Merkel, Christian Ratz, John Brambach, Chris und Konsorten.

  8. Hans-Jürgen Höpfner sagt:

    AngelaMerkel, durch Ihre „Flüchtlingspolitik“
    sterben täglich unschuldige Menschen!
    Treten Sie endlich zurück!

    #MutzurWahrheitAfD

  9. Tatsachen sagt:

    Zweck des Abends war nicht der Disput mit den Rechten.

    Gerade die Personengruppe der besorgten Patridioten , zahlenmäßig deutlich in der Unterzahl, beherrscht wortgewaltig jede öffentliche Debatte, im Internet, im Bundestag, überall, und hätte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das an diesem Abend ebenfalls getan.

    Ein „nur“ Zuhören anzunehmen, wäre naiv.

    Die AfD lässt bei ihren Veranstaltungen unerwünschte Personen nicht hinein.

    • Steuerzahler sagt:

      „Die AfD lässt bei ihren Veranstaltungen unerwünschte Personen nicht hinein.“ Die AfD ist eine politische Partei, alle Parteien machen das so. Ist „WIR sind Kandel“ eine politische Partei? Wir brauchen in Kandel einen Diskusionsraum, ein Forum, in dem in der Sache und nur mit Argumenten diskutiert werden kann, ohne polemische Ausfälle. Solche Veranstaltungen wie die „Rechts von Kandel…“ sind nicht geeignet Probleme zu lösen. Natürlich fühlt sich der Besucher hinterher gut, weiß er doch jetzt daß die Anderen die Bösen, die Nazies, die Identitäten, die Reichsbürger sind und er auf der „richtigen“ Seite steht. Solche Veranstaltungen verbinden nicht, schaffen kein Verständnis, lösen kein Problem. Sie polarisieren, sie spalten.

      • Tatsachen sagt:

        @Steuerzahler
        @gekeife
        @“aufgewacht“ ???
        und wie sie alle heißen

        ihr habt das gut erkannt, der Großteil der Gesellschaft distanziert sich von Euch.
        Sinn des Abends war nicht, über Kriminalität und Nationalität zu diskutieren.
        Da Vetreter Eurer Gesinnung aber genau dies vorhatten, den Sinn des Abends auf den Kopf zu stellen, war ein Ausschluss solcher Personen absolut vertretbar.

        Noch dazu sind 99% aller Rechten nicht wohnhaft hier, ein paar absolute Ausnahmen mal abgesehen. Und die holen sich nun Unterstützung von außen und wollen den ganzen Ort umkrempeln ??

        • Philipp sagt:

          Die meisten Bürger, speziell der bürgerlichen Mitte, leben noch Werte wie Respekt, Toleranz, Rücksicht und Achtung gegenüber den Mitmenschen. Die trifft in der Regel auch für Menschen zu die eher rechts der politischen Mitte positioniert sind.
          Rassisten geben weniger auf Werte wie „Toleranz“ oder „Respekt“.
          Die Steigerung aber von diesem Rassimus zeigen uns die „Antirassisten“.
          Genau wie die „Antifaschisten“ versuchen, die historischen Faschisten in ihrem Absolutheitsanspruch, ihrer Intoleranz und ihrer Menschenfeindlichkeit zu überbieten, versuchen auch die Antirassisten mit ihren Aktivitäten die „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ in ihrer maximalen Ausprägung zu leben.

          Die Maximalform von „Faschismus“ ist der Antifaschismus!
          Die Maximalform von „Rassismus“ ist der Antirassimus!

    • Wolfgang Slowik sagt:

      Es hätten ja andere Sichtweisen zur Sprache kommen u.das wollen diese Leute nicht. So was nennt man dann „demokratisch?“

    • Philipp sagt:

      ….möchte nur vorsichtig daran erinnern: Bei der letzten Kundgebung von „Kandel ist überall!“ durfte sogar eine Vertreterin der „Demokratifeinde & Grundrechtebekämpfer“ ans Mikrofon!
      Also genau von der Gruppierung, deren Aufmarsch nur den Zweck hatte, die Demonstration von „Kandel ist überall“ (nunmehr auch in Mainz und Wiesbaden) zu stören!

  10. Aufgewachte sagt:

    Mit allen Mitteln wird hier eine linke totalitäre Ideologie eines globalen Multi-Kulti-Faschismus vertreten. Die Agiteure schrecken vor nichts zurück. Das Schlimmste daran ist die komplette Verdrehung der Realitäten und die Eiseskälte, mit der sie über immer neue Morde, Vergewaltigungen hinweggehen, diese als Einzelfälle bagatellisieren und diejenigen, die für eine freiheitliche, „rechts“-staatliche Gesellschaft einstehen, an den Pranger stellen. Diese Menschen kennen nichts als ihre eigene Ideologie und Macht, Empathie ist ihnen fremd, lieber hofieren sie Mörder und Vergewaltiger.

  11. Odradek sagt:

    Linksradikale erklären uns die Welt. Gegen illegale Einwanderung zu sein ist „rechts“, Natürlich auch der Nationalstaatsgedanke, „links“ hingegen das Synonym für Menschlichkeit , Toleranz und dem neuen Heilsversprechen, das aus der islamischen Masseneinwanderung sicherlich resultieren wird. Die Antifa: eine missverstandene Bruderschaft des Lichts. Diese unumstößlichen Weisheiten werden in ein widerspruchsloses Universum hineingefaselt, denn Diskurs macht bekanntlich keinen Spaß, wenn man ihn verliert.
    Derweil steht der Familiennachzug in den Startlöchern und die neue italienische Regierung wird mit Sicherheit ihre Illegalen nach Deutschland entsorgen – wohin auch sonst? ein heißer Sommer steht bevor!

  12. Tobi sagt:

    Holla, die Veranstaltung scheint voll ins Schwarze getroffen zu haben.

    • Niara sagt:

      Tobi, genau das habe ich auch gedacht. Es wird immer schriller- der Ton, die Fantastereien, die Schuldzuweisungen, die Geschichtchen. Für Kandel ist zu hoffen daß sie es schaffen diesen Spuk zu beenden.

      • Philipp sagt:

        Spätestens wenn denen, die behaupten, Kandel zu sein, das Kraut ausgeht das sie rauchen (oder der Stoff, den sie einwerfen), wird dieser Traumweltspuk zu Ende sein.
        Könnte natürlich auch ein einschneidendes Ereignis für den einen oder anderen den Spuk beenden.
        Denn wie heisst es so treffend: Ein „Rechter“ ist ein „Linker“, der überfallen worden ist (oder mit der Realität konfrotiert worden ist).
        Es gibt ja zwischenzeitlich auch Menschen, die einen Wolf in den Schafspferch setzen und sich wundern, dass der Wolf nicht bereit ist, sich vegan zu ernähren.
        Das beweisst, dass die Mehrheit der Schafe mit einem gesünderen Menschenverstand gesegnet ist, als die Traumtänzer, die behaupten „Wir sind Kandel!“.
        Ich jedenfalls schäme mich solcher hassprühender und hetzender „Mit-“ Bürger!

  13. Philipp sagt:

    Die Tasache, dass bei „Kandel ist überall!“ auch Menschen mitgehen, die eventuell rechtsextrem sind beweist doch vor allem eins: Sogar Rechtsextreme stehen intellektuell und moralisch auf deutlich höherem Niveau als die gesamte Truppe von „Wir sind Kandel!“.
    Da braucht es nicht mal die wirren Kommentare vom „Chris von der Amadeu-Antonio-Stiftung“, um dies zu belegen!
    Gleichzeitig muss man sich darüber im klaren sein: Für die Linksverwirrten beginnt „Rechts“ schon direkt bei einer Position, die nicht linksaussen ist!
    Eine Einstellung ab der politischen Mitte gilt da schon als „Rechtsextrem“ oder gar „Nazi“!
    Es gibt natürlich auch andere Definitionen für die politische Position rechts der Mitte:
    „Ein Rechter ist ein Linker, der mal überfallen worden ist“.

  14. Remigius Klaus sagt:

    Die Antifa, also die extem Linken sind kein Deut besser als die extrem Rechten. Die Antifa, die Autonomen hassen diesen deutschen Staat und bekämpfen ihn mit brutalster Gewalt („Schwarzer Block)“. Gewalt gegen Sachen, Gewalt gegen Polizeibeamte, für die Antifa legitim, weil Polizeibeamte ja den Staat repräsentieren und somit Freiwild sind. Aber auch das Eigentum normaler Bürger (siehe Hamburg G7, Frankfurt (Zentralbank und, und…) wird bei „Demos“einfach so brutalst zersört. Es ist eine Schande für Kandel, dass man sich mit Kriminellen wie dem Schwarzen Block, nichts anderes ist die Antifa, solidarisiert! Wie naiv sind die „Kandeler“ eigentlich?!

    • Aufgewachte sagt:

      Die Kandeler glauben wohl alles, was in der Rheinpfalz, dem Propagandaorgan der SPD, steht. Hatten wir schon mal im dritten Reich.

  15. F. H. sagt:

    Wenn man sich nur bei ZDF, Rheinpfalz, DGB-Experten etc. informiert und in Vereinen und Freizeit nahezu „sortenrein deutsch“ lebt, bekommt man von den realen Problemen dieses Landes wenig mit. Wer sich ohne Bevormundung ein Bild machen will: PKS 2016 S.75, 2017 S.25, Interviews mit Vertretern von Bundes-/Polizei lesen, mit Juden reden (Ihr kennt gar keine?), Umfragen unter Muslimen zu Staat und Religion, internat. Presse, LOKALpresse bundesweit, täglich Fälle wie Kandel o. Ellwangen, zum Glück nicht immer gleich tödlich.
    Neben der Bestätigung, dass Rechtsextreme die Missstände ausnutzen, sehe ich keine Bereicherung in dieser Veranstaltungsreihe. Auch 33-45 hat man sich „unter sich“ organisiert und dabei überlegen gefühlt ohne zu hinterfragen.
    Ehrlicher offener Dialog ist nötig!

  16. Eberhard sagt:

    Die Teilnehmer der Demos „Kandel ist überall“ bekommen nun also pauschal den „Judenstern“.
    Ein Großteil dieser Demonstranten ist doch für bunt (s. auch Hautfarbe mancher Teilnehmer)! Karneval, Frauenrechte, Homosexualität, Religionsfreiheit oder Parties am Baggersee sollen auch künftig noch gefahrenfrei möglich sein. Jedem vernünftigen Menschen muss doch klar sein, dass Weltsozialismus („jeder wird ungesehen eingelassen und versorgt“) finanziell und bzgl. Werte niemals funktionieren wird. Erwachsene ändern ihre Werte nicht.
    Das ehrenhafte Ziel der Antifa, Faschismus zu verhindern, wird leider nicht in alle Richtungen angewendet (sind Erdogan und der vielerorts gelebte Islam mit der Verfolgung von Ungläubigen etwa nicht faschistisch?) und die Mittel sind leider nicht immer i.O. (s. HH).

  17. Spassbremse sagt:

    „Ich bin nicht rechts, ich bin kein Nazi, aber mich stört Vieles“ – diese Aussage fällt in der ein oder anderen Form häufig, wenn es um die Asylpolitik der Bundesregierung geht.

    Wenn ich also nicht einverstanden bin mit der Asylpolitik (wenn man dieses Chaos denn Politik nennen mag), macht mich das automatisch zum Rechten/Nazi? In wessen Augen?

    Oder wie soll ich diese Aussage interpretieren?

    • Redaktion sagt:

      Hallo Spassbremse,

      vielleicht ist dieser Abschnitt tatsächlich ein wenig missverständlich. Diese Aussagen sollten nur die Stimmung wiedergeben, die wir bei unserer Umfrage im April eingefangen haben – und einleiten, dass natürlich NICHT alle Demonstrationsteilnehmer „Nazis“ und Rechtsextreme sind – so wie sie es uns bei der Umfrage auch glaubwürdig erklärt hatten.

      Da sich das Geschehen gewissermaßen direkt vor unserer Haustür abspielt, kennen wir den ein oder anderen persönlich und können das unterstreichen.

      Der Beitrag behandelt ja deshalb die extremen Ränder, die sich den Demos anschließen, nicht die Bürger, die „normal“ und legitim von ihrer Meinungsfreiheit Gebrauch machen.

      Beste Grüße,

      die Red.

      • N.H. sagt:

        @redaktion

        Ich frage mich wo der relevante Unterschied beginnt zwischen Nazis und Menschen, die sich voll wissentlich mit Nazis solidarisieren, ihren Aufrufen folgen und ihren Reden lauschen und applaudieren?
        Das Problem in Kandel ist nicht das von Rändern, sondern von der Tatsache daß dort Menschen dem Aufruf von jemand folgen, der sich (erst heute geschehen) auf „den Tag freut an dem CDU, SPD. Grüne, Linke als terroristische Gruppen verboten werden.“

  18. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    „Demgegenüber stehen noch mindestens drei Angriffe von Rechtsradikalen auf demokratische Demonstranten bei der Abreise im Zug.“

    Seien Sie zunächst einmal dankbar, dass die Bahnstrecke intakt war, und kein Tabak aus einer Antifa-Shisha zu einem Kabelbrand geführt hat … aber nochmals der Klarheit wegen: Gewalt ist grundsätzlich kein Weg – auch nicht für „Kandel ist überall“ und „Frauenbündnis“.

    Bringen Sie doch beim nächsten mal 4000 Ihrer Antifa-Anhänger mit nach Kandel, damit Kandel lernt, wer gewalttätig ist.

    Die Rheinpfalz titelt heute „Europäische Nepnazi-Szene tummelt sich in Kandel“. Da muss dann aber schon Eduard Spranger, Hans von Sponeck und Hans Stempel mitgezählt werden, damit es hinkommt.
    Das dürfte aber für Böckmanns Propagandatruppe nicht weiter schwierig sein …

  19. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    „der Großteil der Gesellschaft distanziert sich von Euch.“

    Das ist Ihr verzweifelter frommer Wunsch.

    Die Tatsachen stehen im PE unter der Überschrift
    „Zwei Drittel mit Zuwanderungspolitik der GroKo unzufrieden“:

    „Demnach bewerten mehr als zwei Drittel der Befragten (68,4 Prozent) die Zuwanderungspolitik der Bundesregierung als schlecht oder sehr schlecht. Nur 21,7 Prozent finden, dass die Koalition aus Union und SPD in diesem Politikfeld gute Arbeit leistet.“

    • Wolfgang Slowik sagt:

      UNd was ist mit der großen schweigenden Mehrheit ich kenne die von Kandel die sich nicht trauen ihre Meinung zu sagen. Aus Angst vor der Politik und dem linken versifften Na
      chbarn. Also Mist was du da redest.

  20. Benjamin Haupt sagt:

    Frau Christen mag zwar bei der AfD sein aber mit dem Kreisverband SPeyer hat sie in keiner Weise etwas zu tun. Frau Christen ist im Rhein-Pfalz-Kreis Mitglied und dort gegliedert.

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