Freitag, 03. Dezember 2021

Lichter gegen das Vergessen – Ingenthron: Landau setzt Zeichen für Frieden, Respekt, Toleranz und Menschlichkeit

18. März 2019 | Kategorie: Regional

Tanja Sattler von „Aufstehen gegen Rassismus Südpfalz“ und Bürgermeister Ingenthron trugen wie viele andere Schilder, die an Opfer rechter Gewalt erinnerten.
Fotos: über Stadt Landau

Landau – Um der Opfer der NS-Verfolgung, aber auch aller anderen Opfer rassistischer und rechtsextremistischer Gewalt zu gedenken, hat der Verein „Aufstehen gegen Rassismus Südpfalz“ am Samstag  in der Landauer Innenstadt die Aktion „Bewegte Lichter gegen das Vergessen“ durchgeführt.

Die Teilnehmer trafen sich am Synagogenmahnmal in der Friedrich-Ebert-Straße zu einer gemeinsamen Kundgebung und liefen von dort zum Rathausplatz, wo sie mit brennenden Kerzen ein menschliches Peace-Zeichen bildeten.

Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron (SPD), der die Stadtspitze bei der Veranstaltung vertrat, sprach von einer „bewegenden Kundgebung“ und einem „beeindruckenden Bekenntnis“.

„Zuerst brannten die Gedanken, dann die Bücher, dann die Synagogen und schließlich die Menschen und die Städte“, erinnerte Ingenthron in seiner Ansprache am Synagogenmahnmal an die Opfer der NS-Diktatur. Um die Vergangenheit zu verstehen und aus ihr zu lernen, sei es entscheidend, nicht nur die großen Daten und Weichenstellungen zu sehen, sondern auch die vielen kleinen Zwischenschritte.

„Es geht um die Veränderungen, die sich aus der alltäglichen Warte heraus vielleicht kaum merklich vollzogen haben – und die dies auch heute wieder tun. Verrohung der Sprache, kalkulierte Tabubrüche, zunehmende Radikalisierung und Ausgrenzung sind ein Gift, das sukzessive seine Wirkung entfaltet. Dagegen gilt es entschieden vorzugehen.“ Aus diesem Grund sei es besonders wichtig, gemeinsam ein Zeichen für Frieden, Respekt, Toleranz und Menschlichkeit zu setzen, so Ingenthron.

Jüdische Gemeinde ausgelöscht

Die Leiterin des Stadtarchivs, Christine Kohl-Langer, berichtete über die zunehmenden Repressionen gegenüber den jüdischen Bürgern Landaus bis hin zur Deportation ins Lager Gurs nach Südfrankreich im Oktober 1940. Am Ende des Kriegs sei die einst große und blühende jüdische Gemeinde Landaus nicht mehr existent gewesen, so Kohl-Langer.

Oberbürgermeister Thomas Hirsch, Bürgermeister Ingenthron und Beigeordneter Rudi Klemm danken den Organisatoren von „Aufstehen gegen Rassismus“ um Tanja Sattler für die Durchführung der Aktion „Bewegte Lichter gegen das Vergessen“ im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Landau.

Unterstützt von vielen Partnern wie dem städtischen Beirat für Migration und Integration veranstaltet der Verein aktuell Vorträge, Filmabende, Ausstellungen, Konzerte und vieles mehr. Informationen zu allen Veranstaltungen finden sich auf der Internetseite www.agr-suedpfalz.org/events. (ld/red)

Foto: über Stadt Landau

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5 Kommentare auf "Lichter gegen das Vergessen – Ingenthron: Landau setzt Zeichen für Frieden, Respekt, Toleranz und Menschlichkeit"

  1. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    Die zentrale Erkenntnis der letzten 4 Jahre hat Angela Merkel bereits 2010 auf dem Deutschlandtag der Jungen Union (JU) in Potsdam zusammengefasst:

    „Der Ansatz für Multikulti ist gescheitert, absolut gescheitert!“

    Wer diese Erkenntnis mit der Nazi-Keule traktiert, verweigert sich der Realität.

  2. Aufgewachte sagt:

    Weitere Lichter gegen das Vergessen von Opfern linksextremistischer und islamistischer Gewalt sind dringend vonnöten. Dieser Rassismus ist nämlich weit stärker vertreten als rechter.

    • Maxim V. sagt:

      Schreiben Sie eigentlich absichtlich ständig so einen Unsinn? Ich habe Ihnen ja bereits in einem anderen Beitrag empfohlen, erst zu recherchieren was das Wort „Rassismus“ bedeutet, bevor Sie es verwenden. Wenn Sie „aufgewacht“ sind, dann empfehle ich Ihnen dringend wieder schlafen zu gehen.

      • Philipp sagt:

        Rassisten erkennt man heutzutage daran, dass sie den Begriff „Rassist“ als Gegenargument haben.
        Faschisten sind daran zu erkennen, dass sie sich als „Antifaschisten“ bezeichnen.
        Der Begriff „Rechte“ ist der Sammelbegriff für Demokraten in Agitation und Propaganda der Demokratiebekämpfer.

        • Maxim V. sagt:

          Ich bekomme bei diesem Unsinn einen Migräneanfall. Ich empfehle einen Blick in den Duden. Sie haben überhaupt keine Ahnung was die Wörter Rassismus und Faschismus bedeuten. Ihr Geschwätz ist flüssiger als Wasser. Es ist überflüssig.

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