Landau. Für eine lebendige Erinnerungskultur! Zum elften Mal wurden Stolpersteine im Landauer Stadtgebiet verlegt.
Vor den Toren des Max-Slevogt-Gymnasiums hat der Kölner Künstler Gunter Demnig jetzt 25 kleine Mahnmale in den Boden eingelassen, um an die 25 jüdischen Schülerinnen zu erinnern, die zur Zeit des Nationalsozialismus die Vorgängerschule des MSG, die damalige Städtische höhere Töchterschule, besucht hatten.
„Die 228 Stolpersteine, die in den vergangenen acht Jahren in Landau verlegt wurden, stellen einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur in unserer Stadt dar“, betont Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron. „Mit den Stolpersteinen geben wir den Verfolgten und Ermordeten einen Teil ihrer Würde zurück: Ihren Namen, ihren Platz in unserer Erinnerung, in der Mitte unserer Gesellschaft, in der Mitte unserer Stadt.“
Gestaltet und begleitet wurde die Verlegung von den Schülern der 10. und 11. Jahrgangsstufe des Max-Slevogt-Gymnasiums. Gemeinsam hatten sie über Monate die Biografien der jüdischen Schülerinnen recherchiert, in einer Ausstellung zusammengefasst und schließlich bei der Verlegung der Stolpersteine vorgetragen. Für die Gedenksteine hatten sich zuvor innerhalb von nur zwei Monaten Paten aus den Reihen der Schulgemeinschaft gefunden.
„Es ist großartig zu sehen, mit wie viel Interesse und Engagement sich die Schülerinnen und Schüler der Gegenwart mit den Biografien der 25 jüdischen Mädchen beschäftigt haben“, so Dr. Ingenthron. Das Max-Slevogt-Gymnasium setze in diesem Jahr bereits zum wiederholten Mal in vorbildlicher Weise ein Zeichen. Bereits die Anerkennung der Schule als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ am diesjährigen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar sei ein großartiger Beitrag für mehr Toleranz, Respekt und Mitmenschlichkeit gewesen.
Sein ausdrücklicher Dank gelte der Schulgemeinschaft des MSG um Direktor Jürgen Flohn für die hervorragende Vorbereitung des Termins, Künstler Gunter Demnig, der Leiterin des Archivs und Museum Christine Kohl-Langer, den Mitarbeitern des Bauhofs des städtischen Entsorgungs- und Wirtschaftsbetriebs sowie den zahlreichen weiteren Unterstützern des Stolperstein-Projekts. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir im kommenden Jahr erneut Stolpersteine in Landau verlegen werden“ so der Bürgermeister mit Blick auf das fortgesetzt große Engagement der Landauer.
Die Arbeitsgruppe der Initiative „Stolpersteine Landau“, die von Stadtarchivarin Christine Kohl-Langer fachlich beraten wird, trifft sich in loser Folge jeweils mittwochs im Stadtarchiv. Neue Mitglieder sind gerne gesehen.
Ebenso ist die Initiative für kommende Stolpersteinverlegungen auf der Suche nach Paten, die die Finanzierung übernehmen.
Die Kosten für einen Stolperstein betragen einschließlich Planung, Fertigung und Verlegung 120 Euro. Interessenten können sich gerne per E-Mail christine.kohl-langer@landau.de oder telefonisch unter 06341 / 13 42 00 an Stadtarchivarin Christine Kohl-Langer wenden.

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Mit den Stolpersteinen schmücken sich die Kommunalpolitiker und wollen damit unterstreichen,
dass sie ein Zeichen gegen den Rassismus setzen.
Es waren die kleinen Politiker die maßgeblich zur Vernichtung der jüdischen Mitbürger beigetragen haben. Und es waren die kleinen Politiker die über viele Jahre eine Entschädigung und die Rückgabe des jüdischen Eigentums verhindert haben. Und es waren die kleinen Politiker,Beamte und Günstlinge der Nazis, die in den Immobilien dieser armen Menschen wohnten und vielleicht noch wohnen.
Von den großen Politikern ganz zu schweigen!
und die lieben AfD Mitglieder haben mittlerweile die gleichen Schuhe an und stapfen in der gleichen Gesinnung durch die Gegend, wie die oben beschrieben,
Der Name Demorat ist bei so einem Schreiberling eigentlich eine Beleidigung, wenn er den Mumm hätte, würde er sich Nationalist nennen.