Samstag, 18. Januar 2020

Kandel: Podiumsdiskussion Poß – Niedermeier: Lebhafter Schlagabtausch in rappelvoller Stadthalle

24. September 2016 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional, Regional
Voller geht es kaum: Die Stadthalle am Diskussionsabend. Fotos: pfalz-express/Licht

Voller geht es kaum: Die Stadthalle am Diskussionsabend.
Fotos: pfalz-express/Licht

Kandel – Sie haben sich wacker geschlagen: Bürgermeister Volker Poß (SPD) und sein Herausforderer Michael Niedermeier (CDU) lieferten sich bei der Podiumsdiskussion zwei Tage vor der Wahl zum Verbandsbürgermeister einen lebhaften Schlagabtausch.

Eine für Dienstag geplante Veranstaltung war abgesagt worden (Pfalz-Express berichtete). Die Diskussion in der Stadthalle hatten Poß und Niedermeier dann kurzfristig selbst auf die Beine gestellt. Das Interesse an der Veranstaltung war riesig, die Stadthalle zum Bersten gefüllt.

Die Moderation hatten Dr. Peter Dell und Tobias Baumgärtner vom Beratungsbüro Kobra aus Landau übernommen, die die Gespräche fair und unparteiisch lenkten. Mit einer durchschnittlichen 2-Minuten-Redezeitvorgabe pro Kandidat blieb die Diskussion durchstrukturiert und ohne weitschweifige Schlenker.

V.li.: Volker Poß, Tobias Baumgärtner, Dr. Peter Dell, Michael Niedermeier.

V.li.: Volker Poß, Tobias Baumgärtner, Dr. Peter Dell, Michael Niedermeier.

Den Anfang machte Michael Niedermeier, der offensiv begann. Eingefahrene Denkstrukturen hemmten die Entwicklung in der Verbandsgemeinde, Vieles versuche man gar nicht erst, sagte der Herausforderer. Er wolle im Fall eines Wahlsiegs neue Wege beschreiten, aber auch bewährte erhalten und „gestalten statt verwalten“ – gemäß seinem Motto „frischer Wind und neue Kraft“.

„Große Worte“ seien das, sagte dazu Poß. Es gehe vor allem darum, die Segel richtig zu setzen. Die Arbeit mit und für die Verbandsgemeinde Kandel „zum Wohle aller Bürger“ berühre nahezu sein ganzes berufliches Leben (Poß`Motto: „Mittendrin“). Seine Maxime sei, objektiv und sachlich zu beraten, aber auch die Entscheidungen auf Ortsgemeindeebene zu respektieren und gefasste Beschlüsse in den Räten in einer guten Weise umzusetzen. Gleichwohl wolle er für eine gute Zukunft auch die eigenen Projekte der Verbandsgemeinde aus- und weiterführen.

Die Themen reichten von Bürgerbeteiligung und transparenter Verwaltung über Wohn- und Grundstückspreise, Hochwasserschutz, Wirtschaftsstandorte und -entwicklung, Fachkräftemangel und Demografie bis hin zu schnellem Internet. Beide Kandidaten lieferten sich teils lebhafte Diskussionen.

Zuschauer konnten Fragen auf Zettel schreiben, die Poß und Niedermeier vorgelegt wurden. Es wurden aber nur wenige Zettel zur Beantwortung auf die Bühne gebracht.

Einig war man sich beim Erhalt der Grundschulen und der Ablehnung eines möglichen Geothermie-Kraftwerks in Steinweiler, bei dem man jedoch noch nicht wirklich sagen könne, dass es tatsächlich vom Tisch sei.

Anwesende SPD- und CDU-Anhänger reklamierten ihren jeweiligen Kandidaten zum Sieger des Abends. (cli)

In eigener Sache: Auf ein detailliertes Eingehen zum Auftreten der Kandidaten verzichtet der Pfalz-Express aufgrund des zu kurzen Abstands zum Wahltermin am morgigen Sonntag (25. September) wegen möglicher subjektiv empfundener Wahlbeeinflussung und einer zu knappen Frist eventueller Gegendarstellungen.

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Shake-hands zum Abschluss als Zeichen der Fairness.

Shakehands zum Abschluss als Zeichen der Fairness.

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