Wörth – Malen, kreativ sein, Hemmungen überwinden und dazu lernen: 22 Jugendliche aus der Südpfalz haben sich im Rahmen ihrer Berufsvorbereitung zusammen mit dem Wörther Künstler Andreas Hella auf dem Weg gemacht, den Maler in sich zu entdecken.
Und so ist in den vergangenen Wochen in der „Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme“ im CJD (Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands e.V.) Maximiliansau viel gemalt und philosophiert.
Das CJD bietet ein von der Agentur für Arbeit Landau finanziertes Angebot zur Berufsvorbereitung für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz.
„Arbeitswerkstatt“ oder „Künstleratelier“ wären wohl die richtigen Worte, um die Arbeitsatmosphäre zu beschreiben. Die Jugendlichen staunten selbst über ihre sehr guten Ergebnisse und waren engagiert bei der Sache. Innerhalb einer Woche gestalteten in zwei Durchläufen insgesamt 22 Teilnehmer individuelle Kunstwerke.
Um die anfängliche Scheu abzubauen, wurde jeder Tag mit freiem Zeichnen, also „Warmmalen“, begonnen. An Tag eins wurde das Thema „Kopf“, an Tag zwei „Landschaften“ und am dritten Tag das Thema „Abstrakt“ mit Acryl auf Papier gebracht. An den beiden letzten Tagen bearbeitete dann jeder der Teilnehmer eine große Leinwand (70 x100 cm oder größer), „Mein Werk“ entstand.
Das Ziel dieser Kunstwoche war, jedem Teilnehmer ein Erfolgserlebnis zu vermitteln und den Zugang zur Malerei bzw. zur Kunst zu eröffnen. Dies ist hervorragend gelungen. Die Ergebnisse werden nun in einer Ausstellung gezeigt., die am 28 Januar eröffnet wurde.
Fachbereichsleiterin Karin Nägle zeigte sich stolz auf die Jugendlichen, die sehr konzentriert und kooperativ gearbeitet hätten. „Es war mucksmäuschenstill in diesen Tagen, so intensiv waren die jungen Leute bei der Sache“, schildert Nägle die zwei Wochen.
Auch Andreas Hella, unter dessen Anleitung die Jugendlichen ihre künstlerischen Fähigkeiten entfalteten, war beeindruckt: „Ihr habt als absolute Laien begonnen. Herausgekommen sind viele schöne Werke“. Hella selbst gibt demnächst Malkurse und ermunterte die Jugendlichen, sich künstlerisch weiterzuentwickeln.
Für das CJD war es die erste Aktion dieser Art. „Aber gewiss nicht die letzte“, sagt Karin Nägle. (red/cli)

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