Mittwoch, 13. November 2019

Ingenthron: Verschiebung der Landesgartenschau – jetzt zusammen stehen und besonnen handeln

30. Juli 2013 | noch keine Kommentare | Kategorie: Landau

Dr. Maximilian Ingenthron mahnt zur Besonnenheit.
Foto: Ahme

Landau. Zur aktuellen Situation um die Landesgartenschau nimmt Dr. Maximilian Ingenthron,
Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, Stellung.

„Die Verschiebung der Landesgartenschau trifft alle Verantwortlichen und Projektpartner ins Mark. Dennoch ist eine klare Entscheidung das Gebot der Stunde.

Nichts wäre schlimmer als ein fortgesetzter Schlingerkurs, der uns am Ende völlig aus dem Tritt bringt. Wir müssen jetzt schnellstmöglich Planungssicherheit herstellen und Verlässlichkeit bieten. Das wird ein schmerzhafter Prozess, der mit enormen Kosten für die öffentliche Hand verbunden ist.

Wie für kein zweites Projekt haben die Menschen in der Stadt und der Region mit höchster Intensität auf die Landesgartenschau 2014 hingearbeitet. Zahlreiche Unternehmen sind betroffen, die in der Erwartung einer Eröffnung im kommenden Jahr hohe Investitionen getätigt haben. Es liegt in unserer Verantwortung, dass es durch die Verschiebung zu keinen Existenz bedrohenden Krisen kommt. Wir dürfen sie jetzt nicht alleine lassen, ebenso wie die vielen ehrenamtlichen Aktiven im Freundeskreis und den Vereinen.

So hart uns diese Entscheidung trifft, sehe ich sehe keinen Grund, warum wir das Projekt nicht doch zum Erfolg führen können. Deshalb appelliere ich an alle Beteiligten, das ihre dazu beizutragen.

Die schlimmste Gefahr droht dann, wenn wir uns mehr in Schuldzuweisungen ergehen anstatt die Ärmel hochzukrempeln und die Probleme zu lösen. Landau kann das nicht aus eigener Kraft, wir brauchen dazu die Unterstützung des Landes. Ich bin davon überzeugt, dass der Ruf nicht ungehört bleibt, auch bei der Frage der zusätzlichen finanziellen Belastungen. Die Landesgartenschau ist ein gemeinsames Projekt und beide Seiten sind nun gefordert.

Die Irritationen der vergangenen Wochen sollten das jetzt notwendige Miteinander nicht weiter belasten. In den kommenden Tagen und Wochen müssen die Verhandlungspositionen rasch und gründlich abgearbeitet werden. Dazu gehört natürlich auch eine saubere Aufarbeitung von Missständen und Versäumnissen ebenso wie noch klarere Entscheidungswege. Dies wird unabdingbarer Teil des weiteren Vorgehens sein.

Einmal mehr rächen sich jetzt bittere Hinterlassenschaften des Zweiten Weltkriegs. Blindgänger sind leider Teil unseres Lebens. Niemand kann garantieren, dass Landau einmal wirklich vollständig kampfmittelfrei sein wird. Dies ist weder realistisch noch leistbar. Dennoch werden wir künftig strengere Maßstäbe im Umgang mit Kampfmitteln
ansetzen. Ungedeckte Schecks darf es nicht wieder geben!

Wir in Landau sind in der Pflicht. Jetzt heißt es handeln statt händeln! Nun müssen sich alle Verantwortlichen in Verwaltung und Stadtrat durch mutige und kluge Entscheidungen und vor allem ein besonnenes Vorgehen bewähren.
Die Menschen dürfen das Vertrauen in die Kraft dieses Projekts nicht verlieren. Es war, ist und bleibt für die Stadt ein einzigartiges Stück Zukunftsgestaltung. Diese Chance müssen wir weiterhin mit aller Entschiedenheit nutzen. Lassen wir aus diesem herben Rückschlag keine Niederlage werden.“

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