Sonntag, 09. Mai 2021

Ehrenamtskarte: Christine Schneider kritisiert Umsetzung durch das Land Rheinland-Pfalz

4. Juli 2014 | Kategorie: Politik regional, Politik Rheinland-Pfalz

Landtagsabgeordnete Christine Schneider.
Foto: Ahme

Mainz/Edenkoben. Gut gemeint, schlecht gemacht: Die Landtagsabgeordnete der CDU, Christine Schneider, übt Kritik an der Ehrenamtskarte – die Einführung hatten Schneider und ihre Partei lange gefordert, doch die Umsetzung der Landesregierung stelle sich mehr als mangelhaft dar.

„Die Kommunen müssen die Kosten dafür zum größten Teil alleine tragen“, sagt Schneider. „Die Stadt Landau kann sich aufgrund des überschuldeten Haushalts nicht beteiligen. Die Bürger sind zu recht sauer.“ Bis jetzt haben bereits drei Landauer in der Bürgersprechstunde der Landtagsabgeordneten ihrem Ärger Luft gemacht: Sie haben kein Verständnis dafür, dass es in der Stadt keine Vergünstigungen für Ehrenamtler geben soll – der eigentliche Zweck der Karte.

„Die Landesregierung hat mal wieder in schillernden Farben ein Programm verkündet – dafür herhalten sollen aber die klammen Kommunen“, sagt Schneider. „So geht das nicht.“ Die CDU werde das Thema aufgreifen und darüber parlamentarisch beraten, kündigt Schneider an.

Die CDU-Landtagsfraktion hatte vor etwa fünf Jahren einen Antrag für die Einführung einer landesweiten Ehrenamtskarte gestellt. Mit dieser sollen beispielsweise Sport-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen ermäßigt genutzt werden können. Das Ziel: die Menschen zu würdigen, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich für das Gemeinwesen einsetzen. In Rheinland-Pfalz sind mehr als eine Million Menschen ehrenamtlich aktiv – das ist die zweithöchste Ehrenamtsquote in Deutschland. (red)

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