Montag, 21. Oktober 2019

Brand in Asylbewerberheim Bingen: Bewohner hat Feuer selbst gelegt

10. April 2016 | 10 Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Rheinland-Pfalz
Sujetbild: dts nachrichtenagentur

Sujetbild: dts nachrichtenagentur

Bingen – Nach dem Brand in einem Asylbewerberheim nahm die Mainzer Kriminalpolizei gestern Abend (9. April) einen 26-jährigen syrischen Staatsangehörigen fest.

Anwohner des Brandobjekts hatten Hinweise darauf gegeben, dass der Mann für die Brandlegung und das Aufbringen der Hakenkreuze am „Rasthaus Eidt“ in Bingen-Sponsheim verantwortlich sei. Der Tatverdächtige wurde noch in der Nacht vernommen.

Nachdem er die Tat zuerst bestritt, räumte er sie schließlich doch ein. Er habe allein im Keller des Anwesens den Brand gelegt. Die Hakenkreuze habe er aufgesprüht, um von sich abzulenken.

Als Motiv gab der 26-Jährige die beengten Wohnverhältnisse in der Unterkunft und eine fehlende Zukunftsperspektive an.

Er wollte auf die Gesamtsituation aufmerksam machen, hatte dabei aber – nach seinen Angaben – die Dimension des Brands unterschätzt. Er selbst war nach dem Brand durch die Stadt Bingen in der Palmsteinhalle untergebracht.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der Mann am Amtsgericht Mainz der Ermittlungsrichterin vorgeführt. Das Amtsgericht erließ einen Haftbefehl wegen schwerer Brandstiftung. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Bei dem Brand waren in der Nacht auf Donnerstag sechs Bewohner und zwei Feuerwehrleute verletzt worden.

In dem ehemaligen Hotel wohnten Flüchtlinge, Deutsche und Saison- und Montagearbeiter. Der Syrer soll etwa seit einem halben Jahr in der Unterkunft untergebracht gewesen sein. (red/pol)

Dazu die AfD Rheinland-Pfalz: „Vorschnelle Urteile zu fällen, hilft niemandem. Darauf wiesen wir im Falle des Brandanschlags auf ein von Asylbewerbern bewohntes Hotel in Bingen-Sponsheim hin. Und wurden von der SPD deshalb als „Nazis im Schafspelz“ bezeichnet.

Malu Dreyer hingegen zögerte keine Sekunde, klärte die Tat noch vor den Ermittlungsbehörden auf und rückte als „Landesmutter“ eine ganze Region in die rechte Ecke.

Als „Hetzerin im Schafspelz“, und immer betroffen dreinschauend, nutzte sie das Schicksal der 6 Verletzten dazu, politisches Kapital aus diesem Brand zu schlagen. Und muss jetzt lernen, dass vorschnelle Urteile am allerwenigsten ihr selbst nutzen“. (red)

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10 Kommentare auf "Brand in Asylbewerberheim Bingen: Bewohner hat Feuer selbst gelegt"

  1. Danny G. sagt:

    Und täglich grüßt das Murmeltier !
    Und jedes mal erneut lernen es die politisch Überkorrekten nicht.
    Und jedes mal erneut werden die kritischen Stimmen sofort in die rechte Ecke gestellt.
    Und jedes mal erneut ist dies in der Kriminalstatistik ein rechtsextremer, bzw. fremdenfeindlicher Anschlag, da er ja gegen eine Asylunterkunft ging.
    Und jedes mal erneut wird eine Mahnwache organisiert.

    Und jedes mal erneut lernt niemand der politisch Verantwortlichen was daraus..

    Ich warte immer noch auf ein Statement bzw. Erkenntnisse des Stadionbrandes in Herxheim.

  2. KlausMichael sagt:

    Nicht nur in Herxheim, bundesweit gibt es genügend Anschläge auf Unterkünfte mit angeblich fremdenfeindlichen bzw. rechtsextremistischem Hintergrund die nicht aufgeklärt sind.
    Ein Hakenkreuz irgendwo hingeschmiert und schon hat man die Täter.
    Erkenntnisse zu Herxheim wird es vermutlich nie geben – zumind. nicht für die Öffentlichkeit.

  3. haardtriechel sagt:

    …schade, schade Frau Dreyer. Wieder soviel Hoffnung gehegt auf ein rechtsextremes Fanal. Diesmal zwar nicht wie im immer noch ungeklärten Fall Herxheim im Drehkorb racheengelgleich über dem Tatort gekreist, aber trotzdem beachtlicher Beißrefelex gegen die unter Generalverdacht stehende einheimische Bevölkerung. Getreu dem neurotisch weltoffenen Motto: In dubio pro Asylant. Aber wahrscheinlich mal wieder nur ein Einzelfall von fehlgeleiteter Ankommens- und Dankeskultur des armen, perspektivlosen, im Kellerloch eingepferchten Neubürgers. Hier zeigt sich was passiert wenn sich grenzenloser Oppotunismus gegen die Aufnahmegesellschaft richtet. Naja, 3x Deutschkurs, 1x Integrationsverpflichtung unterschreiben, 1xmultikulturelles Trommeln mit Queer-Menschen und dann noch Besuch vom Holocaust-Mahnmal in Berlin, damit er weiß, mit welch widerlicher Symbolik er hier hantiert hat, dann sollte der junge Mann wieder auf der Integrations-Überholspur sein. Da geht einem doch wirklich das Herz auf vor lauter Bereicherung.

  4. Chris sagt:

    Wenn die ganzen „besorgten Bürger“ die gleiche Empörung auch an den Tag legen würden wenn Flüchtlingsunterkünfte von ihresgleichen angezündet werden dann würde man es ihnen auch abnehmen. Und das dies schon vielfach der Fall war will ja wohl niemand bestreiten. Aber Straftaten sind ja nur schlimm wenn sie von Ausländern begangen werden.

    • Danny G. sagt:

      Wenn die politisch korrekte Öffentlichkeit nicht mit zweierlei Maß messen würde, wären viele Bürger nicht so „besorgt“ und die ganze Diskussion wäre hinfällig.

      Straftaten sind vor allem schlimm, wenn es rechtsradikale Deutsche waren !
      Wenn es Ausländer waren wird relativiert.

      Aufgeklärt wird doch nur noch, wenn es sich „lohnt“ also ein Biodeutscher so etwas tut.
      Nicht aufgeklärt wird, wenn es die Neubürger selber waren.
      Daher kommt vielleicht das steigende Desinteresse der politisch mittig orientierten Bürgern die aktuell in die rechte Ecke abgestellt werden.

      • Chris sagt:

        Der Täter wurde dem Haftrichter vorgeführt. Der Rest ist Aufgabe der Justiz. Das sind hier die Fakten. Alles andere ist dein subjektiver Eindruck, den ich nicht teile.
        Ein Deutscher würde evtl.sogar auf freiem Fuss bleiben mangels Fluchtgefahr o.ä.
        Alles weitere siehe mein Kommentar weiter unten

  5. Willibald Krötzmann sagt:

    Vorschnelle Urteile zu fällen, hilft niemandem. Darauf wiesen wir im Falle des Brandanschlags auf ein von Asylbewerbern bewohntes Hotel in Bingen-Sponsheim hin. Und wurden von der SPD deshalb als „Nazis im Schafspelz“ bezeichnet.

    Malu Dreyer hingegen zögerte keine Sekunde, klärte die Tat noch vor den Ermittlungsbehörden auf und rückte als „Landesmutter“ eine ganze Region in die rechte Ecke. Als „Hetzerin im Schafspelz“, und immer betroffen dreinschauend, nutzte sie das Schicksal der 6 Verletzten dazu, politisches Kapital aus diesem Brand zu schlagen. Und muss jetzt lernen, dass vorschnelle Urteile am allerwenigsten ihr selbst nutzen:

    Denn wie sich nun herausstellte, legte den Brand ein syrischer Asylbewerber (26), der auch die Hakenkreuze an die Wand malte, um eine falsche Fährte zu legen.

    ‪#‎HetzerinimSchafspelz‬

    [url]https://www.facebook.com/afdrheinlandpfalz/photos/a.176607805825151.1073741827.162707793881819/629965843822676/?type=3&theater[/url]

    ————————————————————-
    Es lauert die Gefahr von politisch-korrekter Gesinnungs-Justiz:
    „Haftbefehl wegen schwerer Brandstiftung!“
    Ein ähnlicher Fall wo der Angeklagte ein Deutscher war wurde wegen Mordversuches zu 8 Jahren verurteilt:

    ————————
    Urteil: Brandstifter bekommt acht Jahre Haft wegen Anschlag auf Asylunterkunft
    Das Landgericht Hannover hat im Fall eines Brandanschlags auf ein Asylheim in Salzhemmendorf lange Gefängnisstrafen verhängt.

    Der Haupttäter bekam acht Jahre wegen versuchten Mordes und Brandstiftung. Die Helfer erhielten sieben und viereinhalb Jahre Gefängnis.

    Der geworfene Molotowcocktail wurde durch ein geschlossenes Fenster geschleudert, wo eine Familie aus Simbabwe lebte. Nur durch Zufall wurde niemand verletzt.
    http://shortnews.de/beamto/1194041
    ———–

    Ein wichtiger Vergleich!
    Wetten werden noch angenommen!

  6. Haardtriechel sagt:

    …Brandanschläge sind, wie bereits mehrfach an anderer Stelle ausgeführt, verwerflich und absolut zu verurteilen, ganz egal wer sie begeangen hat. Das ist selbstredend und überhaupt nicht Gegenstand der Kommentare. Die Kritik richtet sich in erster Linie gegen die Art und Weise, wie die führende politische Klasse im Land mit zweierlei Maß misst und agiert , je nachdem wer unter Tatverdacht steht. Es bleibt abzuwarten wie die Kommentierung von Frau Dreyer ausfällt, angesichts der veränderten Sachlage. Wahrscheinlich wird man das Ganze bestmöglich beschweigen und zur Tagesordnung übergehen. Medienwirksam interpretiert wird nur, was ideologisch opportun ist.
    Und ja, Vorfälle wie diese machen mir Sorgen, genauso wie die Relativierungsneurose sozialromantischer Utopisten.

    • Chris sagt:

      Deswegen urteilt auch nicht die Politik sondern die Justiz über die Täter. Und das ist auch gut so.
      Und politisches Kapital aus solchen Vorfällen zu schlagen ist keine Domäne einer einzelnen Partei sondern wird von beiden Seiten betrieben. Der Kommentar der Afd ist doch auch genau das.

      • Haardtriechel sagt:

        …auch dieser mutmaßliche Syrer hat zuvor 5 sichere europäische Staaten durchqueert und sich dabei nicht sonderlich um geltende EU Gesetzgebung geschert. Ebensowenig hat ihn gekümmert, dass er ohne Visa illegal nach Deutschland eingereist ist. Das dies von der deutschen Judikative nicht sanktioniert wird, hat sicherlich damit zu tun, dass die Kanzlerin dies protegiert, ja sogar mit initiiert hat im September letzten Jahres. Zu behaupten, das Politische hätte auf das Juristische keinen Einfluß in diesen Tagen, halte ich deshalb für mehr als fraglich. Die angedrohte Verfassungsklage der CSU unterstreicht dies zudem. Aber das ist gar nicht mein originärer Punkt, zumindest nicht in Bezug auf den Fall Bingen, sondern die entlarvende, reflexartige Vorverurteilung durch höchste politische Würdentrager, die damit vorsätzlich dazu beitragen die generell Debatte weiter zu tabuisieren und alles nonkonforme mit rechten Vorzeichen zu versehen. Das jede Partei entlang ihrer Programmatik Dinge für ihre Zwecke populistisch nutzt ist Normalität quer durchs politische Spektrum. Das jedoch eine Ministerpräsidentin an den Ermittlungsbehörden vorbei, sich immer wieder mit standgerichtlicher Attitüde vergaloppiert, ist anmaßend und dem Amt unwürdig.

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