
Foto: Unterforsthuber
Wörth – Am 19. Juli wurde die Durchfahrt der Hafenstraße im Bereich des Landeshafens Wörth/Rhein gesperrt.
Verantwortlich zeichnet der „Betrieb Landeseigene Anlagen an Wasserstraßen“, der dem rheinland-pfälzischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau unterstellt ist. Der Betrieb hat das Wörther Hafengelände an die Firma Contargo verpachtet. Der große europäische Container-Logistik-Netzwerker veranlasste die Sperrung .
„Alle Hoffnungen auf eine gütliche Einigung zwischen dem Land, Contargo und der Stadt Wörth sind dahin. Die Sperrung des Jahrzehnte alten Verkehrsweges im Wörther Hafengebiet kommt einer Enteignung gleich. Das Gelände ist Eigentum des Landes Rheinland-Pfalz und gehört somit im übertragenen Sinne auch den Bürgerinnen und Bürgern“, so der AfD-Landtagsabgeordnete Matthias Joa.
Gerd Unterforsthuber: „Mit der Schließung wird neben den Belangen der Anlieger ein wichtiger Teil im Radwegenetz des Kreises Germersheim unterbrochen. Radfahrer aus Jockgrim mit dem Ziel Rheinbrücke Maxau und umgekehrt sind nun gezwungen, die unattraktivere und gefährlichere Strecke durch Alt-Wörth und Maximiliansau zu fahren“, so der verkehrspolitische Sprecher der Germersheimer AfD-Kreistagsfraktion.
„Auf Grund der vielen Kreisverkehre, Kreuzungen, parkenden Autos und dem Gewähren der Vorfahrt für Autos wird die Nutzung des Fahrrades auf dieser Strecke unattraktiv. Die Sicherheit der Radfahrer wird verschlechtert. Ein Anstieg der Unfallzahlen bei Radfahrern ist zu befürchten.“
Maßnahmen zu mehr Umweltschutz und „körperlicher Betätigung der Bevölkerung“ würden durch die Schließung der Hafenstrasse konterkariert. „Gerade die Vielzahl an Rad fahrenden Berufspendlern in Richtung Karlsruhe und umgekehrt tragen ihren wertvollen Beitrag zur Entlastung der Rheinbrücke im Berufsverkehr bei“, so Unterforsthuber.
Joa weiter: „Die AfD wird sich im Kreis und auf Landesebene dafür einsetzen, die Sperrung der Hafenstraße aufzuheben.“
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So jetzt haben wir das Ergebnis.
Ich selbst benutze die Hafenstraße als Weg zur Arbeit seit 2004.
Ich habe einige Leserbriefe in der Rheinpfalz Zeitung zu dem Thema veröffentlicht.
Ich habe die Stadt Wörth, den Landkreis Germersheim mit Landrat, und den LBM Rheinland Pfalz versucht auf die Seite der Radfahrer zu bringen.
Alles ohne Erfolg.
Auch die gerichtlichen Instanzen haben Contargo, dem Land als Eigner, Vermieter und wie auch immer verbunden, die Sperrung zugesprochen.
Natürlich hat die Stadt Wörth es auch verschlafen für eine Alternative zu sorgen. Das hätte man mit Landesgelder auch machen können.
Jetzt, wo das Kind in den Brunnen gefallen ist kommt das große Jammern.
Sehr bedauerlich.
Ich als LKW-Fahrer und gelegentlicher aktiver Nutzer des Containerterminals begrüße es, dass die Radfahrer und Fußgänger dort nicht mehr durch dürfen. Ein Containerterminal ist gefährlich, da Reacher (die großen Stapler) und LKW-Fahrer dort sich nicht oder nur mangelhaft auf dazwischen wuselnde Radfahrer einstellen (können / wollen). Containergeschäft ist ein eiliges Geschäft.
Sicherlich hätte die Stadt Wörth für ein Ersatzweg sorgen sollen. Aber wenn Klagen gegen die Entscheidung anhängig sind, dann wird keine Verwaltung dieses Landes im Vorfeld Geld für ein Lösung ausgeben, die eventuell nicht benötigt wird (i.d.F. dass die Gegner gewonnen hätten).
Somit: für eure eigene Sicherheit bleibt der Hafenstrasse fern! Und an die Stadt Wörth: Schafft zeitnah eine vernünftige Lösung als Ersatz!
Lieber „Änner ausm Nirchendwo“,
die Radpendler wollen da ja nicht zum Spaß durchfahren, sondern wollen denn schnellsten und sichersten Weg. Als LKW-Fahrer und gelegentlicher Nutzer des Containerterminals wissen Sie sicherlich, dass mit ein wenig gutem Willen und kleinen baulichen Maßnahmen ein Kompromiss zwischen Güter-/ Anlieger- und Radverkehr möglich wäre. Und da Contargo neben dem Osttor auch das Tor zur K25 (Nordtor) zusätzlich am Wochenende schließt, obwohl am Wochenende gar kein Güterumschlag stattfindet – da ist tote Hose – zeigt doch das es hier nur um ein Kräfte messen geht.
Der Fehler liegt in der Vertragsgestaltung zwischen Land und Contargo. Das Land hätte auch die öffentliche Nutzung im Vertrag festschreiben können. Dann wäre die Schließung kein Thema.