
Foto: Feuerwehr Kandel
Am Montagnachmittag entdeckte der Rettungshubschrauber Christoph 43 bei einem Überflug eine Rauchentwicklung im Bienwald zwischen Berg und Hagenbach.
Die integrierte Leitstelle Landau alarmierte daraufhin gemäß der Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) um 16:22 Uhr die Feuerwehren der VG Hagenbach, die Feuerwehr Wörth und Kandel. In Zeiten mit hohem Waldbrandbrandgefahrenindex (WBI) stellt diese Sonder-AAO sicher, dass frühzeitig Einsatzkräfte und taktische Mittel an der Brandstelle eintreffen.
Da die genaue Brandstelle zunächst nicht klar war, nutze der stellvertretende Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) den Wasserturm von Berg als Aussichtsplattform und lotste die ersten Einsatzkräfte zeitnah zum Brandherd.
Das ausgedehnte Bodenfeuer brannte zu diesem Zeitpunkt auf einer Fläche von etwa 40.000 Quadratmetern. Nachdem das Ausmaß der Lage klar war, alarmierte der Einsatzleiter den Katastrophenschutzzug des Landkreises Germersheim, bestehend aus der Brandbekämpfung, Wasserförderung und Wassertransport. Der Katastrophenschutzzug wurde Anfang des Jahres ins Leben gerufen und ermöglicht dem zuständigen Einsatzleiter zeitnah Einsatzkräfte und taktische Mittel zur Einsatzstelle zu bestellen und gleichzeitig den örtlichen Brandschutz der Gemeinden sicherzustellen.
Die Einsatzkräfte bekämpften, eingeteilt in zwei Einsatzabschnitte, das Feuer und begrenzten den Schaden weitestgehend auf das vorgefundene Ausmaß. Auch eine Ausbreitung auf die hoch gewachsene Vegetation, wie etwa Baumkronen, konnte durch das rasche Eingreifen verhindert werden.
Zur Lagedarstellung in dem unwegsamen Gelände nahe dem Kalksandsteinwerk unterstützte die Feuerwehr Wörth und das DLRG mit dem Einsatz von bildgebenden Drohnen. Auch die Forstrevierleiter halfen mit Ortskenntnis und technischen Mitteln. Die SEG Sanitätsbereitschaft stellte die medizinische Absicherung der Einsatzkräfte sicher.
Die Bürgermeisterin der Verbandgemeinde Hagenbach, Iris Fleisch, machte sich vor Ort ein Bild. Insgesamt waren 160 Kräfte im Einsatz, wovon 100 Einsatzkräfte durch den Katastrophenschutzzug bereitgestellt wurden.

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