
Foto: dts Nachrichtenagentur
Südpfalz – Die Bürgerinitiative (BI) Verkehrsforum Südpfalz hat sich wie viele Politiker, Umweltverbände und Institutionen lange für eine Elektrifizierung der Bahnstrecke Neustadt-Wörth eingesetzt. Nun ist das beschlossene Sache.
Die BI freut sich natürlich, dass endlich Planungsmittel für das Elektrifizierungsprojekt bereitgstellt wurden. Das teilte BI-Sprecher Hans-Jürgen Burckhardt mit.
Bei all der Euphorie sei aber darauf zu achten, dass auch der Zweckverband SPNV Rheinland-Palz-Süd diese „Weichenstellung“ beim Ausschreibungsverfahren 2023 in seine Planungen mit einbeziehe, so Burckhardt. „Trat doch dieser in der Vergangenheit immer wieder als Bremser in Erscheinung, wenn die Elektrifizierung dieses Streckenabschnittes gefordert wurde. Beispielsweise wurde den Stadträten in einer Sitzung des Bauausschusses der Stadt Landau am 29.Mai 2018 vom Direktor des Zweckverbandes Michael Heilmann mitgeteilt, dass besagte Elektrifizierung nicht nötig sei, da dadurch keine wesentlichen Verbesserungen des bestehenden Personenverkehrs zu erwarten wären.“
Die BI erhofft sich nun vom ZSPNV eine eindeutige positive Stellungnahme zu den Elektrifizierungsmaßnahmen und erwartet eine entsprechende Revision der bevorstehenden Ausschreibungen für eine Neuvergabe der Verkehrsleistung im Jahr 2023.
Wegen der zeitlich knappen Planungsphase und den bestehenden Unwägbarkeiten für alternative Antriebe auf den zukünftig nicht elektrifizierten Strecken empfiehlt das Verkehrsforum, diese Ausschreibung um drei Jahre auf das Jahr 2026 zu verschieben. „Der Zweckverband befände sich dabei in guter Gesellschaft, da eine solche Maßnahme in einer vergleichbaren Situation in Nord-Rhein-Westfalen bereits beschlossen wurde“, meint Burckhardt.
Weiter fordert das Vekehrsforum, dass neben der Elektrifizierung der ebenfalls längst überfällige zweigleisige Ausbau zwischen Winden und Wörth in Angriff genommen wird, „um die notwendigen Kapazitäten für die zukünftige Verkehrsentwicklung auf dieser wichtigen Bahnlinie entsprechend realisieren zu können.“ (red)

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Eine Elektrifizierung macht nur Sinn, wenn gleichzeitig auch die Verkehrsleistung auf dieser Strecke erhöht wird.
Dazu müsste diese Strecke durchgehend zweigleisig werden und auch Güterverkehr darüber laufen.
Ansonsten ist es sinnvoller, das vorgesehene Geld woanders zu investieren.
Ob da allerdings der Chor „LKWs von der Straße – Güter auf die Bahn!“ weitersingt oder doch lieber das Lied „Güter auf die Bahn – aber nicht bei uns!“ anstimmt, ist fraglich.
Eine Elektrifizierung dieser Strecke macht auch dann Sinn, wenn der zweigleisige Ausbau nicht kommen sollte. Nur dann kann nämlich die Stadt Landau auch an das S-Bahn-Netz angeschlossen werden.
Natürlich ist der Streckenausbau auch längst überfällig. Vielleicht findet die DB jetzt selbst ihren Gefallen daran, wird doch Lauterburg- Straßburg möglicherweise ausgebaut. Vielleicht eine neue Nord-Süd-Tangente, auch für den Güterverkehr.
Hans-Jürgen Burckhardt
SPRECHER BI VERKEHRSFORUM SÜDPFALZ