
Eine funktionierende Autobatterie ist das A und O eines entspannten Fahrens.
Foto: Pfalz-Express
Batterieladegeräte helfen dabei, die Autobatterie konstant bei voller Ladung zu halten.
Außerdem können viele Modelle auch für eine sogenannte Desulfatierung genutzt werden. Doch warum sollte eine Batterie überhaupt geladen werden, wenn doch die Lichtmaschine sie lädt; Und was ist eigentlich beim Anschließen und Laden zu beachten?
Diese Fragen beantworten wir im folgenden Bericht, damit Sie besser für sich entscheiden können, ob Sie ein Ladegerät für Ihre Autobatterie benötigen und wie Sie es richtig einsetzen können. Doch befassen wir uns zunächst damit, warum eine Batterie geladen werden sollte und wie Sie herausfinden können, ob ein Ladegerät den Zustand der Batterie überhaupt verbessern kann.
Warum die Batterie regelmäßig geladen werden sollte
Auch wenn Autobatterien als 12-Volt-Batterien bezeichnet werden, sollten sie eigentlich permanent mit 12,6 Volt arbeiten. Fällt die Spannung über einen längeren Zeitraum unter diesen Wert, beginnt die Sulfatierung der Batterie, bei der sich Sulfatkristalle an den Bleiplatten festsetzen. Dadurch reduziert sich die Leistungsfähigkeit und die Batterie kann nicht mehr richtig laden.
Insbesondere, wenn Sie dann keine langen Strecken fahren und die Lichtmaschine nicht genug Zeit hat, die Batterie wieder aufzuladen, werden Sie diesen Effekt bemerken. Hier kann ein Batterieladegerät Abhilfe schaffen.
Batterie entladen oder defekt?
Bevor Sie Geld für ein KFZ-Batterieladegerät ausgeben, sollten Sie prüfen, ob die Batterie wirklich nur entladen oder möglicherweise einfach zu alt oder kaputt ist. In der Regel erkennt man eine defekte Batterie daran, dass sich das Fahrzeug selbst nach langen Fahrten oder dem vollen Laden nur schwer starten lässt.
Insbesondere in modernen Autos halten Batterien heute nur noch etwas vier bis fünf Jahre, bevor sie getauscht werden müssen. Dies liegt daran, dass der Bedarf durch zusätzliche Funktionen wie Klimaanlage, Sitzheizung, großes Navi & Co. gestiegen sind. Was einer angeschlagenen Batterie neues Leben einhauchen kann, ist eine Desulfatierung. Dabei werden die zuvor angesprochenen Sulfatkristalle zerstört, die das Laden der Batterie behindern. Viele moderne Ladegeräte sind ebenfalls für eine Desulfatierung geeignet.
Richtig Anschließen
Um die Batterie zu laden, kann sie im Auto bleiben und muss nicht ausgebaut werden.
Wie Sie sie in vier einfachen Schritten richtig mit dem Ladegerät verbinden, erfahren Sie hier:
1. Schalten Sie den Motor, die Zündung und elektrische Geräte im Auto aus und trennen Sie das Ladegerät vom Strom. Idealerweise klemmen Sie die Bordnetzkabel von der Batterie ab oder bauen Sie komplett aus.
2. Wenn Sie die Krokodilklemmen an die Autobatterie anschließen, klemmen Sie zuerst den Minuspol (Schwarz) und dann den Pluspol (rot) an. Als Minuspol dient bei der eingebauten Batterie ein Massepunkt am Auto. Ist die Batterie ausgebaut, müssen Sie direkt an den Minuspol der Batterie.
3. Wenn beide Kabel an der Autobatterie angeschlossen sind, schalten Sie das Ladegerät ein. Dies darf erst geschehen, wenn alle Verbindungen korrekt hergestellt sind, sonst kann es zu Schäden kommen.
4. Ist die Batterie voll geladen (Ladestandanzeige des Ladegeräts beachten), klemmen Sie sie ab. Die meisten modernen Batterieladegeräte schalten automatisch in der Batterieerhaltungsmodus.
Richtig Laden
Neben dem richtigen Anschluss des Ladegeräts, sollten Sie auch während des Ladevorgangs selbst einige Dinge beachten.
1. Haben Sie Geduld. Es dauert mehrere Stunden, bis die Batterie wieder aufgeladen ist. Wie lange es dauert, hängt in erster Linie vom Ladestrom und der Batteriekapazität ab.
Beispielsweise braucht ein Batterieladegerät mit einem Ladestrom von 3A zum Laden einer leeren Batterie mit einer Kapazität von 36 Ah volle 12 Stunden. Gleiches gilt für 4A Ladegeräte zum Laden einer 48 Ah Batterie.
2. Wenn Sie das Gerät nach dem Ladevorgang abklemmen, sollten Sie zuerst den Netzstecker trennen, bevor Sie die Kabel von den Polen der Batterie (in umgekehrter Reihenfolge wie beim Anklemmen) trennen.
3. Falls Sie das Bordnetz abgeklemmt haben, schließen Sie es wieder an. Auch hier sollten Sie zuerst den Pluspol und dann den Minuspol anschließen.
Zusammenfassung
Insbesondere im Winter kann es schnell durch die geringen Temperaturen dazu kommen, dass die Akkuleistung der Autobatterie stark nachlässt. Sitzheizung & Co. kommen als zusätzliche Verbraucher hinzu, so dass die Autobatterie gleichzeitig mehr leisten muss.
Wenn Sie dann noch recht kurze Strecken im Winter fahren und/oder die Batterie schon einige Jahre alt ist, kann ein Batterieladegerät sehr empfehlenswert sein.
Wenn Sie das Ladegerät anschließen, müssen Sie unbedingt die richtige Reihenfolge einhalten. Laden Sie die Batterie komplett voll, klemmen Sie sie danach wieder ab und prüfen Sie gegebenenfalls, ob ein Austausch der Batterie sinnvoll ist.

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