Karlsruhe/Wörth – Auch wenn der Pfälzer Landesbetrieb Mobilität sich optimistisch zeigt, die Arbeit zum Planfeststellungsbeschluss 2016 abschließen zu können, halten die Grünen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg eine Planfeststellung der 2. Rheinbrücke in 2016 nicht für realistisch.
„Dies ergibt sich schon aus dem bisherigen Planungsverlauf“, so der Pfälzer Bundestagsabgeordnete Tobias Lindner.
„Bereits 1997 wurden erste Machbarkeitsstudien durchgeführt. Erst 2006 konnte das Raumordnungsverfahren auf Pfälzer Seite beendet werden. Und vor wenigen Wochen erst hat der Landesbetrieb die seit langem geforderten Untersuchungen zur Machbarkeit der Ersatzbrücke vorgelegt“, sagt Lindner.
Der Karlsruher Landtagsabgeordnete Alexander Salomon meint dazu: „2009 hatte der Bund das Land Baden-Württemberg noch angewiesen, bei den Planungen zur Rheinbrücke keine Möglichkeit einer späteren Weiterführung zur B 36 vorzusehen.
Erst jetzt zieht der Bund die Konsequenz aus dem vernichtenden Urteil des Bundesrechnungshofs, der die bisherige Planung als unnötig und kontraproduktiv abgelehnt hat. Nun muss der spätere Anschluss an die B 36 wieder möglich gemacht und Vieles neu geplant werden. Das bringt einen Zeitverzug von mindestens einem Jahr mit sich.“
Der „Zickzackkurs des Bundes“ bei den Planungen für die 2. Rheinbrücke zeige einmal mehr, wie „unausgegoren“ das Konzept von Anfang gewesen sei, kritisiert Bettina Lisbach, Vorsitzende der Grünen Gemeinderatsfraktion.
„Die geplante Trasse würde nicht nur wertvollste Biotope zerschneiden. Sie schafft in Karlsruhe neue Verkehrsprobleme und wird vom Karlsruher Gemeinderat mit großer Mehrheit abgelehnt. Die Planungsbehörden müssen sich jetzt endlich darauf konzentrieren, die bestehende Brücke zu erhalten und langfristig zu ertüchtigen.“
2015 konnte ein Pilotprojekt zum für die Sanierung der Rheinbrücke vorgesehenen UHPC-Verfahren 2015 erfolgreich zum Abschluss gebracht werden, berichten die Karlsruher Grünen.
Die weiteren planerischen Schritte für die Ertüchtigungsmaßnahmen sollen nun von der baden-württembergischen Straßenbauverwaltung in Abstimmung mit dem Bund durchgeführt werden.
Die Grünen weisen auch darauf hin, dass den aktuell veröffentlichten Verkehrszahlen der Bundesanstalt für Straßenwesen zufolge das Verkehrsaufkommen auf der Rheinbrücke seit vielen Jahren stagniere.
Seit dem Beginn der Zählungen 2004 liege das durchschnittliche Verkehrsaufkommen auf der Rheinbrücke zwischen 68.000 und 70.000 Fahrzeugen pro Tag. Die zuletzt veröffentlichten Zahlen für 2014 liegen bei 68.400.
Auch der Schwerverkehrsanteil stagniere bei 11 Prozent.
„Die der Planung für die zweite Rheinbrücke zugrunde liegenden Verkehrsprognosen sind demnach gänzlich überholt“, sin die drei Grünen-Politiker überzeugt.
Es sei „geradezu verantwortungslos, auf dieser Grundlage weiter zu planen und dabei dreistellige Millionenbeträge an Steuergeldern aufs Spiel zu setzen.“

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Das Geschwätz der Grünen interessiert niemanden mehr.
Nach den Landtagswahlen spielen sie dieseits und jenseits des Rheins keine Rolle mehr.
Eine Partei, die aus ideologischen Gründen die Infrastruktur vernachlässigt, hat in einem Industrieland keine Perspektive.
hallo?
…und welche perspektive hat unsere ressourcen verbrauchende, luft verschmutzende, menschen krank machende, pseudoglück verkaufende industrie?
ist doch klasse, wenn quecksilber, kohlendioxid, feinstaub und was noch alles in die luft geblasen werden- je mehr desto besser?
wenn die (immer weniger werdenden) menschen an ihren emmissionen früher sterben, können wir mit der ersparten rente noch ein paar strassen mehr bauen?
Ich verstehe den Zusammenhang zwischen einer leistungsfähigen Verkehrsanbindung und den aufgeführten Umwelt-Argumenten nicht? Warum sollten durch eine zweite Rheinbrücke mehr Autos fahren?
Denn die höhere Umweltverschmutzung ist ein Argument FÜR die zweite Rheinbrücke! Durch den täglichen Stau vor der bestehenden Rheinbrücke, und dem daraus resultierenden Mehrverbrauch der Fahrzeuge, werden täglich ca. 8000 Liter Kraftstoff in die Luft geblasen!
Hallo fanzösischer blauer Himmel,
wir leben nun mal in einem industriellen Land und unser Wohlstand ist nur dadurch entstanden.
Wo liegt der große Vorteil, wenn die Pendler, die nach KA fahren jedes Jahr länger im Stau stehen und damit die Umwelt ohne vorwärts zu kommen verpesten?
Wir brauchen eine bessere Infrastruktur.