Mittwoch, 01. Dezember 2021

BUND begrüßt Meldung der Ersatzbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth für den Bundesverkehrswegeplan

2. Oktober 2013 | Kategorie: Kreis Germersheim, Nordbaden, Politik regional

 

Hartmut Weinrebe vom BUND ist überzeugt, dass eine zweite Rheinbrücke 1,4 Kilometer weiter nördlich zusätzliche Staus verursachen würde.
Foto: Licht

Wörth/Maxau – Des Einen Leid, des Anderes Freud: Während auf südpfälzer Seite und bei der Karslruher CDU die Enttäuschung über die Anmeldung einer Ersatzbrücke über den Rhein bei Wörth und Maxau groß ist, befürwortet der Regionalverband Mittlerer Oberrhein des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) diese Planung mit Nachdruck.

Die Maßnahmenliste des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur (MVI) sieht für die Rheinquerung im Raum Karlsruhe eine „sechsstreifige Ersatzbrücke für die bestehende vierstreifige Rheinbrücke“ als so genannte Zusatzoption vor. Der BUND Baden-Württemberg hatte diese Alternative im Juli formell in das Verfahren eingebracht.

„Das Land Baden-Württemberg ist nun der Forderung des BUND nachgekommen, die Ersatzbrücke für den Bundesverkehrswegeplan zu melden“, so Regionalgeschäftsführer Hartmut Weinrebe.

Aus Sicht des BUND wäre eine weiter nördlich angesiedelte zweite Rheinbrücke zu teuer, würde noch mehr Stau erzeugen und die Landschaft „vernichten“.

So kämpft der BUND mit seinen Bündnispartnern aus Umwelt- und Verkehrsverbänden und Bürgervereinen seit lange, für einen Ausstieg Jahren für den Ausstieg aus der bisherigen Planung.„Die Entscheidung für die Ersatzbrücke ist ein Schritt in Richtung ökologischer Mobilitätspolitik“, sagte Weinrebe. Insgesamt weise jedoch die vom Land vorgelegte Maßnahmenliste mit 158 Autobahn- und Bundesstraßenprojekten und einem Finanzvolumen von über 11 Milliarden Euro immer noch in eine falsche Richtung.

„Das Land Baden-Württemberg hat sich offenbar nach wie vor nicht von einer veralteten Betonpolitik verabschieden können. Notwendig wäre aber die Devise‚volle Kraft voraus für die Verkehrswende‘“, so Weinrebe weiter. (red/cli)

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