Karlsruhe/Südpfalz – „Je schneller die aktuelle Planung für eine zweite Rheinbrücke auf „Null gestellt“ wird, desto eher Lösung für Karlsruher Bürger, Pendler und Industrie“ – das ist die Meinung der Fraktion Karlsruher Liste. (KAL)
Die KAL unterstützt die Äußerungen des Karlsruher Oberbürgermeisters Mentrup und der Verwaltung. Eine für sie klare Folgerung zieht die Karlsruher-Liste-Fraktion aus den Erörterungsterminen zum Planfeststellungsverfahren „2. Rheinbrücke“ in Wörth und Karlsruhe: „Je schneller die aktuelle Planung auf ‚Null gestellt’ wird, desto schneller können die Verantwortlichen in Bund, Ländern, der Region und in der Stadt eine wirklich leistungsfähige Rheinquerung für Karlsruher Bürger, Pendler und Industrie umsetzen“, so Lüppo Cramer, KAL-Fraktionsvorsitzender.
Beeindruckt hätten ihn die „klaren Äußerungen“ von Oberbürgermeister Frank Mentrup. Der habe nicht nur die Positionen des Gemeinderats vertreten, sondern „genau die Fakten rübergebracht, warum die heutige Planung weder verkehrlich, noch vom Lärm und den Natureingriffen her einen Sinn macht.“
„Nicht nur aus Sicht des OB, sondern auch der Karlsruher Liste heißt der erfolgversprechendste Weg, jetzt die Ersatzbrücke an der Stelle der heutigen Querung bei Maxau zu planen“, sagt Cramer. „Die im Faktencheck als machbar bestätigte Idee hat das Aktionsbündnis Ersatzbrücke, bestehend aus Organisationen aus der Südpfalz und aus Karlsruhe, bereits vor Jahren entwickelt: Zwei selbständig trag- und verkehrsfähige Teilbrücken, jeweils mit drei Fahrspuren, Standspur, Fuß- und Radweg. Eine Vollsperrung einer Hälfte – das von der Industrie und den Pendlern aus der Pfalz befürchtete Hauptproblem – wäre damit relativ einfach zu bewältigen. Auch der landwirtschaftliche Verkehr, Fahrradfahrer und Fußgänger hätten dann bei Sperrungen eine Option; die geplante Nordbrücke sieht diesen Verkehr dagegen gar nicht vor. Eine Prozesslawine und eine langjährige Durchführung von Ausgleichsmaßnahmen, bevor überhaupt mit dem Bau einer zusätzlichen Brücke begonnen werden kann, ließen sich vermeiden.“
Zudem seien an den weiteren Tagen der öffentlichen Erörterung wahrscheinlich unüberwindbare Hindernisse für die vorliegende Planung auf den Tisch gekommen, ist Cramer überzeugt. „Besonders durch das Naturschutzrecht, sowohl auf badischer als auf Pfälzer Seite. Klarer Vorteil für die Ersatzbrücke – Knock-out für die 2. Rheinbrücke“, so Cramer. (red)

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Ein interessanter Ansatz.
Mehr Infos über die Umsetzbarkeit wären gut. Pfalz-Express bitte übernehmen! 🙂