
Auf dem Geothermie-Areal, vor dem geöffneten Tor der Schallschutzwand, stehen Stickstoff-Gasflaschen, die nicht gesichert sind.
Fotos (1 und 2 v.1.12.2018): privat
Landau. Werner Müller von der Bürgerinitiative Geothermie Landau-Südpfalz e.V., macht sich große Sorgen. Es geht mal wieder um das umstrittene Landauer Geothermiekraftwerk.
Er berichtet, dass zwei Tage nach Wiederaufnahme des Probebetriebes des Geothermiekraftwerks am 29. November 2018 gegen 11 Uhr hochexplosives und wassergefährdendes Isopentan aus der Anlage ausgetreten sei.
Die Landauer Feuerwehr sei mit 35 Mann und sechs Einsatzfahrzeugen im Einsatz gewesen.
Seit Samstag, 1. Dezember 2018, steht die Anlage.
Werner Müller hat einen Brandbrief an Dr. Arnold Müller von der SGD Süd geschrieben, in dem er als betroffener Anwohner, den Störfall thematisiert.
Hier der Brief im Wortlaut:
„Sehr geehrter Herr Dr. Müller,
letzte Woche trat Isopentan aus der Anlage aus. Können Sie uns bitte informieren, wieviel Isopentan ausgetreten ist und welche Ursache zugrunde liegt. Solche Störfälle sind nicht akzeptabel und sind zukünftig auszuschließen.Es soll auch keine Einrichtung zur Entsorgung
des Isopentans aus dem Leitungssystem geben.
Das Kraftwerk ist seit 1.12. abgeschaltet. Hat die SGD-Süd die Abschaltung angeordnet?
Was beabsichtigt die SGD-Süd zu unternehmen?
Auf dem Geothermie-Areal, vor dem geöffneten Tor der Schallschutzwand, stehen Stickstoff-Gasflaschen, die nicht gesichert sind. Eine Flasche steht vollkommen frei und die Schutzkappe fehlt, siehe beigefügte Bilder vom Samstag, 1.12.2018.
Offensichtlich werden hier Vorgaben der TRGS 510 nicht beachtet.

Eine Flasche steht vollkommen frei und die Schutzkappe fehlt.
Foto: privat
Es ist durchaus vorstellbar, dass die Gasflasche umfällt, oder vom Stapler angefahren wird, dass Ventil dabei abreißt und die Flasche wie eine Rakete durch die Luft fliegt und beispielsweise die Isopentan-Anlage beschädigt mit erheblichen Folgeschäden. Auch wenn die
Flasche leer sein sollte, muss sie gesichert sein.
Wenn der Betreiber die einfachsten Schutzmaßnahmen ignoriert, sollte man die Zuverlässigkeit des Betreibers nach Bergrecht grundsätzlich prüfen und ihm die Lizenz entziehen.
Wir Anlieger befürchten, dass möglicherweise ungeeignetes Personal von Daldrup eine folgenschweren Schadensfall, wie beispielsweise im März 2014, für uns und die Umwelt verursachen könnte und die Genehmigungsbehörden ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkommen.
Offenbar kann jedermann, ohne nachgewiesene Qualifikation ein Geothermiekraftwerk mit Duldung der Genehmigungsbehörden und den verantwortlichen, politischen Gremien betreiben.
Wir bitten um Ihre zeitnahe Rückmeldung.
Mit freundlichen Grüßen
Werner Müller

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