Mittwoch, 29. November 2023

Mordfall Susanna: Ermittlung gegen Bundespolizeipräsident Romann eingestellt

23. Januar 2019 | Kategorie: Nachrichten, Panorama

Foto: dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main  – Im Mordfall Susanna hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main die Ermittlungen gegen Bundespolizeipräsident Dieter Romann wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung „mangels hinreichenden Tatverdachts“ eingestellt.

„Die Abschiebung des Tatverdächtigen aus Kurdistan-Irak erfolgte rechtmäßig. Der Fall lag in der Verantwortung der irakischen Behörden“, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“.

Romann war im Juni 2018 nach Erbil in den Nordirak geflogen, um den mutmaßlichen Mörder Ali B. von dort zurückzuholen. Die 14-jährige Susanna aus Mainz war im vergangenen Mai in Wiesbaden vergewaltigt und umgebracht worden. Der Verdächtige Ali B. setzte sich zunächst in den Nordirak ab, wurde dann aber abgeschoben und von der Bundespolizei wieder nach Deutschland überführt. Bei seiner Vernehmung gestand er, das Mädchen umgebracht zu haben, bestritt aber die Vergewaltigung.

Die Verwaltung der autonomen irakischen Region Kurdistan veranlasste zwar die Abschiebung nach Deutschland, doch die Zentralregierung in Bagdad legte offiziell Protest bei der Bundesregierung gegen die Rückholaktion Romanns ein.

Grünen-Innenexpertin Irene Mihalic warf daraufhin dem Bundespolizeipräsidenten vor, eigenmächtig gehandelt zu haben. Sie sprach von einem „Misstrauensvotum gegenüber dem Rechtsstaat“.

Anklage erhoben

Mittlerweile hat auch die Staatsanwaltschaft Wiesbaden die Ermittlungen abgeschlossen und Anklage gegen Ali B. erhoben. Ihm werden Vergewaltigung und Mord aus Heimtücke und die Verdeckung einer Straftat vorgeworfen.  (dts Nachrichtenagentur/red)

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2 Kommentare auf "Mordfall Susanna: Ermittlung gegen Bundespolizeipräsident Romann eingestellt"

  1. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    Wiesbadener Kurier berichtet heute im Zusammenhang mit Vergewaltigung und Mord an Susanna folgendes:

    „Im Mai 2018, entweder am 20. oder 27., war die Elfjährige nachmittags auf einem Supermarkt-Gelände in der Nähe der Asylunterkunft in Erbenheim, als ein Freund des Irakers sexuell übergriffig wurde.“

    „Alis Freund soll nach der ersten Vergewaltigung dann „ebenfalls unter Zwang und gegen den Willen des Kindes den Geschlechtsverkehr ausgeübt haben“. Ali Bashar soll in Sichtweite gestanden haben.“

    „Eine weitere Vergewaltigung des mit ihm befreundeten Kindes. An einem „bislang nicht näher bestimmbaren Tag“ zwischen dem 30. April und 18. Mai 2018 soll Mansoor gemeinsam mit dem noch strafunmündigen jüngsten Bruder von Ali Bashar in einem Waldstück in Wiesbaden-Medenbach Täter gewesen sein.“

  2. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass uns der Polizeipräsident Müller auf der damaligen Pressekonerenz erzählt hat, es handle sich bei der 11-jährigen um ein „Flüchtlingsmädchen“. Tatsächlich handelte es sich um eine deutsche Schülerin, was ihm aber erst eine Woche später einfiel.

    Ich garantiere, das hat er nur erzählt, um die Tatsache zu vertuschen, dass sich im Dunstkreis des Flüchtlingsheims in Erbenheim eine Kindermißbrauchs-Szene entwickelt hatte. Täter: „Schutzsuchende“, männlich, muslimisch. Opfer: deutsche Schulmädchen.
    Wer die Namen Rotherham und Telford kennt, weiß von was ich rede.

    Weiterhin war die Vergewaltigung bereits Tage VOR dem Mord an Susanna angezeigt und es wurde sehr wahrscheinlich nicht konsequent ermittelt. Denn dann würde Susanna noch leben!