Sonntag 19.Juli 2026

Mit Gebet und Kreuz: Soldaten auf traditioneller Fußwallfahrt – 2.000 Euro für Kinderhospiz gesammelt

1. Oktober 2025 | Kategorie: Allgemein, Regional

Foto: Frank Wiedemann / Bundeswehr

Germersheim /Bellheim/Herxheim – Am 25. September 2025 machten sich über 60 Soldaten des Luftwaffenausbildungsbataillons aus Germersheim gemeinsam mit Mitgliedern des katholischen Pfarramts Bruchsal auf den 15 Kilometer langen Weg von Bellheim nach Herxheim, zum 13. Mal in Folge.

Die Fußwallfahrt, die in diesem Jahr unter dem Motto „Jahr der Hoffnung“ stand, begann mit einem Reisesegen und einem Gebet aus dem Psalm 8 „Unter Gottes Schutz“. Pastoralreferent Thomas Stephan und der leitende Militärdekan Artur Wagner aus München spendeten den Segen persönlich.

Für Oberstabsfeldwebel Jürgen Mießeler, Kompaniefeldwebel und seit vielen Jahren der organisatorische Kopf der Wallfahrt, war es ein besonderer Anlass: Er übernahm zum letzten Mal die Planung und Durchführung.

Vor dem Aufbruch erhielt jeder Teilnehmer ein Gesangbuch und ein handgefertigtes Holzkreuz, wie es schon in den Jahren zuvor Tradition war. Oberstleutnant Christian Zerau, Kommandeur des Verbands, ließ es sich nicht nehmen, die Pilger während des Marschs zu begleiten und die Gruppe anzuführen.

Foto: Frank Wiedemann / Bundeswehr

Kerze der Hoffnung

Entlang der Strecke legten die Soldaten an verschiedenen Punkten kurze Stopps ein und hielten Andachten. Zwei Kompaniefeldwebel versorgten die Pilger unterwegs mit Obst, Müsliriegeln und Heißgetränken, die bei dem regnerischen Wetter gern angenommen wurden.

In einer kurzen Ansprache wies Oberstleutnant Zerau auf die Besonderheiten des Soldatenberufs hin, insbesondere auf die Einschränkungen im Privatleben und die Herausforderungen, die der Dienst mit sich bringt.

Foto: Frank Wiedemann / Bundeswehr

Der Glaube als Sütze

Die „Kerze der Hoffnung“ wurde während des Marschs von Teilnehmer zu Teilnehmer weitergereicht. Sie sollte die Träger daran erinnern, an Menschen zu denken, die sich in schwierigen Situationen befinden, der Toten und Gefallenen zu gedenken, aber auch an das menschliche Miteinander und den respektvollen Umgang miteinander, wie ein Soldat betonte.

Jürgen Mießeler wies darauf hin, dass die Welt aktuell viele Herausforderungen bereithalte, die Menschen Angst machten und Sorgen bereiteten.

2.000 Euro für das Kinderhospiz

Nach rund vier Stunden erreichte die Gruppe das Schönstattzentrum in Herxheim, wo die Wallfahrt endete. Beim anschließenden Mittagessen hatten die Teilnehmer Zeit, den Marsch Revue passieren zu lassen. Generalvikar Markus Magin vom Bistum Speyer hielt einen Gottesdienst und dankte den Soldaten für ihren Dienst in der Gesellschaft.

Foto: Frank Wiedemann / Bundeswehr

Ein besonderes Highlight: Oberstleutnant Zerau und Oberstabsfeldwebel Mießeler überreichten den Vertretern des Kinderhospizes Sterntaler aus Dudenhofen einen Spendenscheck über 2.000 Euro, gesammelt von den Angehörigen des Luftwaffenausbildungsbataillons vor und während der Wallfahrt. Zum Abschluss wurden Mießeler und Jürgen D. mit dem großen Kreuz der Militärseelsorge ausgezeichnet.

Foto: Frank Wiedemann / Bundeswehr

Die Wallfahrt verbindet körperliche Anstrengung mit Symbolik und Tradition. Sie ist ein Ausdruck der Verbundenheit untereinander, des Gedenkens an die Gefallenen und ein Zeichen für Verantwortung über den Soldatenberuf hinaus. Eine Erfahrung, die die Teilnehmer jedes Jahr aufs Neue bewegt.

Foto: Frank Wiedemann / Bundeswehr

 

Foto: Frank Wiedemann / Bundeswehr

 

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