
Friedrich Merz
Foto: dts Nachrichtenagentur
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Vorwürfe der SPD zum Umgang mit der zurückgetretenen Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) entschieden zurückgewiesen.
In der Sitzung der Unionsfraktion am Dienstag erklärte er laut einem Bericht der „Rheinischen Post“, er werde „unlautere Behauptungen“ des Koalitionspartners nicht hinnehmen. Die Zeitung beruft sich auf mehrere Teilnehmer. Konkreter wurde Merz demnach nicht.
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte der Union zuvor einen „unmenschlichen“ Umgang mit Bas vorgeworfen. Bas (58) hatte ihren Rücktritt mit der Trauer um ihre im Alter von 53 Jahren gestorbene Stieftochter begründet. Zugleich kritisierte sie, öffentliche Angriffe auf sie seien auch aus den Reihen des Koalitionspartners in dieser persönlich schwierigen Zeit weiter verstärkt worden.
Merz verweist auf Rücksichtnahme
Bereits am Montag hatte Merz bei einer Pressekonferenz erklärt, er habe in den vergangenen drei Wochen von seiner Partei „jede persönliche, auch christliche Rücksichtnahme“ auf Bas eingefordert. Er könne nicht feststellen, dass die CDU dagegen verstoßen habe. Seine Partei habe ihr Mitgefühl zum Ausdruck gebracht. Meinungsverschiedenheiten in der Sache seien dennoch ausgetragen worden. (red/ dts Nachrichtenagentur)
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