Dienstag 13.Oktober 2026

Haus der Jugend- und Familienhilfe entsteht in Offenbach – Landrat Seefeldt übergibt gemeinnützigem Träger Baugenehmigung

13. Oktober 2026 | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße

Landrat Dietmar Seefeldt (rechts) übergibt Joachim Freitag, Geschäftsführer der AGFJ Familienhilfe-Stiftung Vorderpfalz gGmbH, die Baugenehmigung für die geplante Einrichtung in Offenbach mitsamt dem obligatorischen roten Punkt.
Foto: KV SÜW

Offenbach. Die AGFJ Familienhilfe-Stiftung Vorderpfalz gGmbH, wird in Offenbach ein Haus für soziale Zwecke bauen. Der anerkannte gemeinnützige Träger der freien Jugendhilfe blickt auf eine über 40-jährige Erfahrung und Tätigkeit in der Jugendhilfe in der Vorderpfalz zurück.

Landrat Dietmar Seefeldt hat kürzlich Joachim Freitag, Geschäftsführer der AGFJ, die Baugenehmigung für das geplante Projekt im Gewerbegebiet Niedersand überreicht – mitsamt dem roten Punkt, der sichtbar an der Baustelle angebracht wird und zeigt, dass das Bauvorhaben genehmigt ist und starten kann.

Landrat Seefeldt war es ein Anliegen, die Baugenehmigung persönlich zu übergeben. „Es gibt zahlreiche Situationen, da brauchen junge Menschen und Familien Unterstützung und Begleitung sowie Ansprechpersonen, die gut erreichbar sind und zu ihrer Lebenswelt passen.

Eine soziale Tageseinrichtung wie die geplante schafft genau diese Nähe in einem professionellen Umfeld“, ist der Landrat überzeugt. Der für das Jugendamt zuständige Erste Kreisbeigeordnete Georg Kern und Kreisjugendamtsleiterin Hannelore Schlageter ergänzen: „Mit der neuen Einrichtung wird ein Ort geschaffen, an dem unterschiedliche Hilfen eng miteinander verbunden werden können.

Sie ist eine wertvolle Bereicherung für die Ortsgemeinde Offenbach sowie den gesamten Landkreis und eine sinnvolle Ergänzung zu bereits bestehenden Angeboten in der Jugend- und Familienhilfe.“

AGFJ-Geschäftsführer Freitag berichtet: „Für unsere Angebote brauchen wir nicht nur Menschen, die sich vor Ort kümmern, sondern auch entsprechende Räume und Infrastruktur. Umso glücklicher sind wir, dass wir nun den neuen Standort in Offenbach realisieren können, für den wir bereits die Ausschreibung vorbereiten.“

Es sei nicht selbstverständlich für einen sozialen Träger, eine solche Einrichtung – geplant ist das Gebäude als zweigeschossiger Massivbau mit Flachdach und Photovoltaik-Anlage – bauen zu können. „Glücklicherweise haben wir einige Sponsoren, die sich mit erheblichen Beträgen an unserem Vorhaben beteiligen.“ Besonders hervorzuheben sei das Engagement der AGFJ Familienhilfestiftung und der Fleischerinnung Süd- und Vorderpfalz.

Ziel des Projektes sei es, mit der neuen Jugendhilfeeinrichtung frühzeitig und präventiv vor Ort anzusetzen und Menschen zu erreichen, „bevor sich schwierige Situationen verfestigen oder weitere Hilfen notwendig werden“, so Freitag.

Was vor Ort entsteht

Geplant sind sozialpädagogische Gruppenangebote am Nachmittag, die schulische Förderung, soziales Lernen und gemeinsame Aktivitäten ermöglichen. Ergänzt wird das Angebot unter anderem um monatliche Projekte zur Berufsorientierung, bei denen junge Menschen verschiedene Berufsfelder kennenlernen und eigene Interessen und Fähigkeiten entdecken können. „Dafür wollen wir eng mit Bildungsträgern und örtlichen Betrieben aus dem Lebensmittel verarbeitenden Handwerk zusammen arbeiten“, erläutert Freitag.

Darüber hinaus sind Beratungs- und Therapieangebote für Kinder, Jugendliche und Familien vorgesehen. Dazu gehören unter anderem traumapädagogische und familientherapeutische Gespräche sowie Jugend-, Familien-, Trennungs- und Scheidungsberatung. Auch für begleitete Umgänge in schwierigen familiären Situationen soll ein geschützter Rahmen geschaffen werden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung junger und werdender Eltern. Sie sollen bei der Entwicklung von Alltags- und Elternkompetenzen sowie in ihrer schulischen, beruflichen und persönlichen Entwicklung begleitet werden – sowohl in der Einrichtung als auch in ihrem häuslichen Umfeld.

Für akute Krisensituationen ist zudem ein zeitlich begrenzter Not- und Schutzraum vorgesehen. Dieser soll Eltern mit ihren Kindern ebenso wie Jugendlichen in besonderen Krisensituationen kurzfristig Sicherheit und Unterstützung bieten.

 

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