
Friedrich Merz am 21.09.2026.
Foto: dts Nachrichtenagentur
Berlin – Nach dem Rauswurf der CDU aus dem Landtag von Mecklenburg-Vorpommern wächst der Druck auf Bundeskanzler Friedrich Merz. Zurücktreten will der CDU-Chef aber nicht. Stattdessen kündigt er eine Aufarbeitung und Veränderungen innerhalb seiner Partei an.
Die CDU war bei der Landtagswahl am Sonntag auf 4,9 Prozent abgestürzt und damit erstmals bei einer Landtagswahl an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Zwei Wochen zuvor hatte sie bereits in Sachsen-Anhalt deutliche Verluste hinnehmen müssen.
Merz sieht Verantwortung nicht allein bei sich
Dass die Bundespolitik bei beiden Wahlergebnissen eine große Rolle gespielt habe, räumte Merz am Montag in der Berliner CDU-Zentrale ein. Das gelte auch für ihn persönlich.
Die Ursachen lägen aber tiefer: „Die Wahlergebnisse und die Gründe für diese Wahlergebnisse reichen weit über meine Person hinaus.“ Deutschland erlebe eine tiefgreifende Veränderung des Parteiensystems, sagte Merz. Ähnliche Entwicklungen seien auch in anderen Ländern zu beobachten.
Kein Rücktritt, aber Veränderungen in der CDU
Konsequenzen für sein eigenes Amt zieht Merz nicht. Stattdessen soll nun innerhalb der CDU aufgearbeitet werden, wie es zu den Ergebnissen kommen konnte.
Dabei geht es offenbar auch grundsätzlich um die Zukunft der Partei. Das CDU-Präsidium habe vereinbart, intensiv darüber zu beraten, „wo wir stehen, wo wir hinwollen und wo wir nicht bleiben können, so wie wir heute aufgestellt sind“. Auch die Strukturen der CDU sollen dabei auf den Prüfstand.
Gespräche mit den Ministerpräsidenten
Merz will nun kurzfristig mit den Ministerpräsidenten über den weiteren Kurs sprechen. Nach den beiden Landtagswahlen brauche es aus seiner Sicht vor allem „Stabilität und einen klaren Kurs“.
Wie genau dieser neue Kurs aussehen soll, ließ der Kanzler zunächst offen. Klar ist bislang nur: In der CDU soll nach den schweren Wahlverlusten einiges auf den Prüfstand. (red/ dts Nachrichtenagentur)
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