Donnerstag, 23. Januar 2020

Klöckner: Flüchtlinge nicht in Mithaftung für Anschläge nehmen

14. November 2015 | 1 Kommentare | Kategorie: Politik, Politik Rheinland-Pfalz
Rheinland-pfaälzische CDU-Chefin und Bundes-Vize Julia Klöckner. Foto: pfalz-express.de

Rheinland-pfaälzische CDU-Chefin und Bundes-Vize Julia Klöckner.
Foto: pfalz-express.de

Berlin  – Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner hat davor gewarnt, Flüchtlinge in eine Mithaftung für die Anschläge von Paris zu nehmen.

„Es wäre ganz falsch, jetzt Flüchtlinge pauschal zu verurteilen“, sagte Klöckner. „Die Menschen, die zu uns kommen, fliehen gerade vor dem Terror, den wir in Paris gesehen haben. Wir sitzen mit ihnen in einem Boot und dürfen nicht pauschal Fremde mit Terror gleichsetzen.“

Klöckner betonte, „wir dürfen jetzt kein verhärtetes Herz bekommen“. Gleichzeitig unterstrich die CDU-Landesvorsitzende in Rheinland-Pfalz, dass Deutsche und Europäer gerade jetzt selbstbewusst ihre Werte verteidigen sollten: „Wir werden weder schleichend noch offen unsere Werte aufgeben. Wenn wir weiter so leben wollen, müssen wir auch klarstellen, dass in Deutschland und Europa unsere Regeln gelten. Dem Terror werden wir uns nicht beugen.“

Die Anschläge von Paris seien eine Mahnung an ganz Europa, zusammenzustehen, „denn dieser Terror gilt uns allen. Frankreich ist eine offene Wunde, die ganz Europa schmerzt.“

Europa müsse eine klare Antwort auf den Terror geben: „Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht in die Falle der Terroristen gehen und uns den Kampf aufzwingen lassen, den sie wollen. Wir werden den Terror mit aller Härte bekämpfen, aber nicht unsere offene Gesellschaft ändern. Diese Anschläge treffen auch uns, denn sie zielen auf unsere offene Lebensweise, deshalb kann unsere Antwort nur sein: Wir lassen uns nicht einschüchtern! Aber wir müssen auch vorbereitet sein und mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen dem Terror zuvorkommen.“ (dts Nachrichtenagentur)

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Ein Kommentar auf "Klöckner: Flüchtlinge nicht in Mithaftung für Anschläge nehmen"

  1. Hans-Günter Gerstle sagt:

    Es ist immer wieder verwunderlich, welche politischen Wortkonstrukte zur aktuellen Lage zusammengebastelt werden, um damit in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit zu erhaschen. Natürlich kommt niemand mit wachem und gesundem Menschenverstand auf die Idee, die Anschläge von Paris mit den hiesigen Flüchtlingen in Verbindung zu bringen, wenn es nicht gerade mal eine stellv. Parteivorsitzende versucht, dies so und hier zu veröffentlichen. Medienberichten zufolge ist jedoch Tatsache, dass es in Bayern vor wenigen Tagen eine Festnahme eines vermeintlichen Flüchtlings gegeben hat, wonach dieser beim Transport mit Klaschnikow Waffen erwischt wurde. Es ist vermutet, dass dieser mit den Waffen nach Frankreich weiterfahren wollte. Es sollen die gleichen Waffen gewesen sein, die in Paris benutzt wurden … transportiert durch unsere offene Tür, die Frau Dr. Merkel sperrangelweit für jedermann geöffnet hat. Da gibt es nichts zu beschönigen und weichzuspülen – der Terror ist somit bereits mitten. Sorgen Sie für Unterstützung der völlig erschöpften und ausgemerkelten Menschen, die Ihren Dienst an unserer Grenze zu Österreich verrichten, machen Sie endlich was!
    Man versteht die Welt nicht mehr. Quo vadis Deutschland?

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