Montag, 23. September 2019

Kandler Grüne: „Dierbachweg darf nicht zur Erschließungsstraße werden“

4. Mai 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional

Jutta Wegmann, Fraktionvorsitzende der Kandeler Grünen.
Fotos: v. privat

Kandel – Der Dierbachweg soll nicht zur Erschließungsstraße für das Baugebiet „Stadtkernerweiterung“ werden, finden die Kandeler Grünen.

„Genau dies wird geschehen, wenn der Kandler Stadtrat am Dienstag (5. Mai) das weitere Verfahren zum Bebauungsplan Stadtkern Nord mehrheitlich beschließt – mit Zufahrt über den Dierbachweg“, so Fraktionsvorsitzende Jutta Wegmann.

Bei allen bisherigen Planungen zur Stadtkernerweiterung habe es als gesetzt gegolten, dass der Dierbachweg nicht zu Erschließung des Gebiets geöffnet würde. Dies solle sich künftig ändern.

Die Stadt plant im Bereich zwischen Dierbach und der neuen Bebauung Parkplätze anzulegen, um den Wegfall der bisherigen „wilden Parkplätze“ im Stadtkern zu kompensieren. Diese sollen dann über ein Teilstück des Dierbachwegs angefahren werden können. Das wollen die Grünen im Stadtrat so nicht akzeptieren.

„Für rund 20 Parkplätze soll unsere einzige, für Fußgänger und Radfahrer durchgängige West-Ost-Achse parallel verkehrsbelasteten Hauptstraße geopfert werden. Wir wollen nicht die Parkplätze blockieren, aber diese müssen anders, über die Gartenstraße, erschlossen werden.“, so Jutta Wegmann.

Der Bereich des Dierbachwegs zwischen Bismarckstraße und Gartenstraße sei heute bereits von an- und abfahrenden PKWs und Zulieferern der Geschäfte in der Hauptstraße stark frequentiert. Zugleich sei dies einer der wichtigsten Wege, auf dem Schulkinder mit dem Fahrrad die Hauptstraße umfahren könnten, „wo Eltern mit dem Kinderwagen laufen, wo sich kleine Kinder zu Fuß oder mit dem Roller bewegen, ältere Menschen mit dem Rollator, auch Radtouristen, die diese durchgängige Route mit den Bauerngärten weiter westlich und weiter östlich schätzen.“

Im neu überplanten Gebiet können aus Platzgründen nur ein Bruchteil der bisher genutzten öffentlichen Parkplätze entstehen.

„Nur – dies ist den Parkplatz suchenden Autofahrern ja nicht klar – jeder hofft, dass er noch einen Platz erringt. Deshalb wird der Suchverkehr enorm sein“, schätzen die Grünen. Außerdem nutze der Verkehr „erfahrungsgemäß jedes Ventil, das sich öffne“.

Nach Ansicht der Grünen werde die Zufahrt als Umfahrung oder Abkürzung zwischen Bismarckstraße und südlicher Gartenstraße/Bahnhof genutzt.

„Eine jetzt schon gefährliche Verkehrssituation noch weiter zu verschärfen, das können wir nicht verantworten.“, betonen die Kandler Grünen. Sie hoffen auf Einwände der Kandler Bürger gegen diese Planung.

Da es sich um ein beschleunigtes Bebauungsplanverfahren handelt, wird es nur eine öffentliche Auslegung geben. (red)

 

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