
JVA-Mitarbeiter Messer, Jürgen Buchholz, Staatssekretär Dr. Frey (v.l.n.r.)
Quelle: frei
Zweibrücken. Dr. Matthias Frey, Staatssekretär im Ministerium der Justiz, war am 25. November in der Justizvollzugsanstalt Zweibrücken zu Gast.
Dabei traf er nicht nur mit dem Anstaltsleiter Jürgen Buchholz und Mitgliedern des Personalrats zusammen, sondern informierte sich auch im Gespräch mit weiteren Bediensteten über die Zuständigkeiten und vielfältigen Angebote der Anstalt.
Ein besonderes Augenmerk galt dabei dem Bildungszentrum der JVA. Dieses besteht seit nunmehr 45 Jahren und bietet Gefangenen aus ganz Rheinland-Pfalz die Möglichkeit, eine anerkannte Berufsausbildung zu absolvieren.
Darüber hinaus informierte sich der Staatssekretär über die weiteren Planungen im Frauenvollzug der Anstalt. Hier sollen künftig spezielle Haftplätze entstehen, die einen gemeinsamen Mutter-Kind-Vollzug ermöglichen. Auch sollen verbesserte frauenspezifische Angebote – etwa eine Sozialtherapie – geschaffen werden.
„Ich möchte die Gelegenheit meines heutigen Besuchs gerne nutzen, um mich bei allen Bediensteten des Justizvollzugs in Rheinland-Pfalz für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit zu bedanken. Die Anstalten müssen rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr und im Schichtbetrieb funktionieren, um ihre wichtige gesellschaftliche Aufgabe zu erfüllen. Auch die Justizvollzugsanstalten wurden und werden durch die Corona-Pandemie vor nochmals gesteigerte Herausforderungen gestellt, welche sie bisher hervorragend gemeistert haben“, erklärte Dr. Frey abschließend.
Information:
Die JVA Zweibrücken ist eine von zehn Haftanstalten des Landes Rheinland-Pfalz und besteht seit 1845. Sie wurde von 1839-1845 als bayerisches Bezirksgefängnis erbaut und gilt damit als die älteste rheinland-pfälzische Justizvollzugsanstalt. Derzeit sind dort etwa 390 Gefangene untergebracht, darunter rund 140 Frauen. Bei der JVA Zweibrücken sind insgesamt rund 300 Bedienstete beschäftigt.
Das Bildungszentrum der JVA Zweibrücken wurde 1976 als Kooperationsprojekt zwischen der Justizverwaltung Rheinland-Pfalz und dem Berufsfortbildungswerk (bfw) des DGB errichtet, nachdem das bfw bereits 1972 eine Zusammenarbeit mit der JVA Zweibrücken begonnen hatte. Hier können die Gefangenen Kenntnisse und Fertigkeiten erlernen, die aktuell auf dem Arbeitsmarkt nachgefragt werden.
Die Lehrgänge münden in einen IHK- oder einen HWK-Abschluss, wobei derzeit 13 verschiedene Ausbildungslehrgänge erlernt werden können. Inhaftierte, die eine kürzere Haftzeit verbüßen, haben die Möglichkeit einer Teilqualifizierung.

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