
Stellten gemeinsam den Jahresbericht der Freiwilligen Feuerwehr Landau für 2016 vor: Stadtfeuerwehrinspekteur Dirk Hargesheimer, Oberbürgermeister Thomas Hirsch und stellvertretender Stadtfeuerwehrinspekteur Michael Bumb (v.l.n.r.).
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Landau. Oberbürgermeister Thomas Hirsch, Stadtfeuerwehrinspekteur Dirk Hargesheimer und dessen Stellvertreter Michael Bumb stellten jetzt den Jahresbericht der Feuerwehr für 2016 vor.
Der Großbrand bei der Firma Wickert, bei dem Asbest freigesetzt wurde, überstrahlte in der öffentlichen Wahrnehmung alles. Für die Freiwillige Feuerwehr Landau bestand das Jahr 2016 aber auch aus zahlreichen weiteren Einsätzen sowie unzähligen Übungs- und Ausbildungsstunden.
Aus der Statistik geht hervor, dass die Einsatzkräfte im zurückliegenden Jahr 297 Einsätze absolviert haben – das entspricht in etwa dem Wert des Vorjahres. Einsatzstunden wurden im Jahr 2016 knapp 6.700 geleistet; dazu kamen rund 14.300 Übungs- und Ausbildungsstunden, sodass am Ende rund 21.000 geleistete Stunden zu Buche stehen.
Ein beachtlicher Wert, wie Oberbürgermeister Hirsch betont. „Der Dank der Stadtspitze und des Stadtrats gilt unseren Feuerwehrfrauen und -männern“, so der OB.
„Wir alle haben den größten Respekt vor dem Engagement und der Einsatzbereitschaft der ehrenamtlichen Kräfte. Die Leistung, die die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr Landau jedes Jahr erbringen und dabei im Falle eines Einsatzes ihre eigenen Interessen zurückstellen, ist enorm und kann gar nicht hoch genug gewürdigt werden.“
Von den 297 Einsätzen des Jahres 2016 waren 131 Brandeinsätze, 166 entfielen auf die so genannte Technische-Hilfe-Einsätze. „Die Menschen verbinden mit der Feuerwehr automatisch das Löschen von Bränden, in Wahrheit rücken wir aber sogar öfter zu Verkehrsunfällen, Türöffnungen oder der Rettung von Mensch bzw. Tier aus“, erläutert Stadtfeuerwehrinspekteur Hargesheimer.
Weiter unterteilen sich die Einsätze in 186 Tag- und 111 Nachteinsätze. Dieses Verhältnis entspricht dem der Vorjahre. „Unser Dank gilt den Arbeitgebern, die die Feuerwehrleute freistellen und so unsere Tageseinsatzsicherheit gewährleisten“, so Hargesheimer.
Personell ist die Freiwillige Feuerwehr Landau mit 222 Aktiven weiter gut aufgestellt. Alleine der Einheit Landau-Stadt gehören 107 Aktive an – der höchste Stand aller Zeiten.
Stolz sei die Wehr auch auf den im Landesvergleich überdurchschnittlichen Frauenanteil, so Hargesheimer – auch wenn bei 18 aktiven Feuerwehrfrauen noch deutlich Luft nach oben sei. Man ermutige Mädchen und Frauen durch Aktionen wie die Teilnahme am bundesweiten Girls‘ Day dazu, in die Feuerwehr einzutreten.
Die Zahl der Angehörigen der Jugendfeuerwehr ging im Jahr 2016 unterdessen zurück. Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, dass viele Jugendliche zu den Aktiven gewechselt seien, erläutert der Stadtfeuerwehrinspekteur.
Die Feuerwehr werbe aktuell aktiv um den Nachwuchs, unter anderem durch einen Informationsabend am 10. Mai ab 18 Uhr im Feuerwehrhaus in Wollmesheim.
Zwar seien die Jugendfeuerwehren in der Kernstadt und in den Stadtdörfern noch immer gut aufgestellt, man dürfe sich auf diesen Lorbeeren aber nicht ausruhen. Besonders stolz sei die Feuerwehr auf ihre Bambinis, so Hargesheimer weiter.
In der Kernstadt und in Mörzheim haben Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und zehn Jahren die Möglichkeit, spielerisch in die Arbeit bei der Feuerwehr hineinzuschnuppern. Beide Gruppen erfreuten sich konstant hohem Zuspruch, teilt der Feuerwehrchef mit.
2016 wurde in Landau auch das Warnsystem KATWARN eingeführt, das die Bevölkerung bei Gefahrenlagen per Handy warnt.
Ausgelöst werden die Alarme durch die Führungskräfte der Feuerwehr. KATWARN habe sich beispielsweise beim Großbrand der Firma Wickert im August vergangenen Jahres bewährt, so das Fazit von Oberbürgermeister Hirsch.
Durch die Handy-App habe die Bevölkerung schnell und vor allem gezielt gewarnt werden können, so der Stadtchef.
Ebenfalls im vergangenen Jahr wurde die neue Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) in der Feuerwache in der Haardtstaße eingeweiht. „Die Indienststellung der neuen FEZ war ein Meilenstein“, bekräftigt der OB.
„Es ist wichtig, dass die Feuerwehr sowohl in Sachen Technik als auch in Sachen Ausbildung auf dem aktuellen Stand ist. Nur so können die Einsatzkräfte ihren Aufgaben gerecht werden.“
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