Dienstag, 14. Juli 2020

Germersheim: Ausbau Gefahrstoffgutlager im US-Depot – Schleicher-Rothmund bekommt Stellungnahme

3. April 2017 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional
Eingang US-Depot in Germersheim. Foto: Pfalz-Express

Eingang US-Depot in Germersheim.
Foto: Pfalz-Express

Germersheim – Die Öffentlichkeitsarbeitstelle Host Nation Relations der U.S. Army Garrison Rheinland-Pfalz hat der Landtagsabgeordneten und SPD-Kreisvorsitzenden Barbara Schleicher-Rothmund eine Stellungnahme zur Erweiterung des Gefahrstoffgutlagers im Germersheimer US-Depot zukommen lassen.

Demnach wird eine Lagerhalle der Defense Logistics Agency (DLA), die sich dm Gelände befindet, renoviert. So soll die Lager- und Verteilungskapazität für gelagerte und verpackte Öl- und Erdölprodukte erweitert werden. Der Grund sei, dass man mit der Erweiterung die Verpflichtung des US-Militärs gegenüber der NATO besser erfüllen könne.

Fakten laut Stellungnahme

  • „Das Projekt liegt zur Einsicht bei der zuständigen deutschen Behörde aus und wird auf 1,3 Millionen Euro geschätzt.
  • Sobald die Genehmigung erteilt ist, soll mit der Renovierung begonnen werden.
  • – Das Lager ist derzeit nur teilweise belegt. Die Renovierung ermöglicht es DLA, die maximale Kapazität des Gebäudes zu nutzen.
  • – Die im Lager gelagerten Gegenstände sind übliche Kraftfahrzeug- und Wetterschutzprodukte, einschließlich: Schmieröl, Enteisungsflüssigkeit, Hydraulikflüssigkeit, Frostschutzmittel, Reinigungsmittel, Schmierfett, Bremsflüssigkeit, Nebelöl, Dichtungsmittel, Holzkohleseife, Toiletten-Frostschutzmittel, Staubschutzmittel Inhibitor, Entfeuchtungsmittel, flüssiger Reifenschaum, Batterien für Feuerlöscher und fluoreszierende- und Halogen-Metalldampflampen.
  • Es gibt keine Ergänzungen zu den Arten von Gegenständen, die derzeit im Lager aufbewahrt werden – das Projekt erhöht lediglich die Speicherkapazität der vorhandenen Artikel.
  • Alle Artikel im Lager werden beim Hersteller für die Lagerung und den Versand vorverpackt, so wird das Risiko von versehentlichem Auslaufen von Gefahrgut minimiert.
  • Die Vorgänge zur Lagerung von Gefahrgut entsprechen allen deutschen Umwelt-, Schutz-, Sicherheits-, Industrie- und Brandschutzanforderungen.
  •  Das Projekt wird auf alle erforderlichen Neuerungen zum Schutz der Einsatzkräfte des US-Militärs untersucht werden, die Renovierung wird aber nicht die Betriebsanlage des Lagers ändern.
  •  Der Ausbau wird die strengen deutschen- und US-Vorschriften erfüllen oder sogar übertreffen, und die Bundesregierung wird die Bauarbeiten nach Fertigstellung inspizieren.“

Barbara Schleicher-Rothmund: “Ungeachtet dieser Stellungnahme halte ich weiterhin eine öffentliche Informationsveranstaltung durch die Kreisverwaltung, bei der die Bürger direkt Fragen stellen können, für sinnvoll.“

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