Mainz. „Gegen eine verfehlte Asylpolitik und gegen die „Wir schaffen das“-Mentalität der Bundes- und Landesregierung“ ein Zeichen setzen“, war die Intention der AfD, die am Samstag zu einer Demo nach Mainz aufrief.
Auf dem Gutenbergplatz hatten Uwe Junge, Landesvorsitzender und Spitzenkandidat der AfD Rheinland-Pfalz, Dr. Frauke Petry, Bundessprecherin und MdL Sachsen sowie
Armin-Paul Hampel, Bundesvorstandsmitglied und Landesvorsitzender der AfD Niedersachsen, gesprochen.
Allerdings nur vor 300 Personen. Diese gelangten unter größten Schwierigkeiten vor die Bühne, denn der Versammlungsplatz war von Gegnern der AfD blockiert worden.
Zahlreiche Gegendemonstranten (über 1000) versammelten sich rund um den Gutenbergplatz an den Absperrgittern und versuchten die Redebeiträge der AfD-Redner mit Trillerpfeifen und Rufen etc. zu stören. Zu den Gegendemonstrationen hatte ein Bündnis aus Gewerkschaften, Parteien und Kirchen aufgerufen, dem Ministerpräsidentin Dreyer ausdrücklich im Vorfeld gedankt hatte („Mainz ist bunt statt braun“).
Die Polizei sicherte die Absperrgitter ab. An einigen Absperrungen sei es zu kleineren Auseinandersetzungen gekommen, insbesondere zu Beginn der AfD-Versammlung, erklärt die Polizei, weil Gegendemonstranten Versammlungsteilnehmer nicht durchlassen wollten. An einer Absperrung mussten die Gegendemonstranten von der Polizei zurückgedrängt werden, um einen Zugang zur Versammlung zu ermöglichen.
Die Demo begann um 18 Uhr, gegen 19.10 Uhr war die AfD-Versammlung bereits beendet. Der Veranstalter sagte den geplanten Aufzug zum Neubrunnenplatz ab. Die meisten Teilnehmer verließen über den Tritonplatz den Ort, ebenso auch die Redner der Versammlung. Ab 19.20 Uhr wanderten auch die restlichen Gegendemonstranten ab.
Übrigens war es zu Beginn der Veranstaltung zu einer Festnahme eines jungen Mannes gekommen, wegen „Verdachts auf Raubes einer Deutschland-Fahne“, so die Mainzer Polizei. (desa/pol)

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So weit sind wir in diesem Land gekommen, daß die SPD Ministerpräsidentin öffentlich zu Gegendemonstrationen gegen einer konkurrierende Partei aufruft.
Die „Gegendemonstranten“ gewaltsam die Versammlungsteilnehmer am betreten des Versammlungsortes hindern und durch Trillerpfeifen die Versammlung einer demokratischen Partei stören. Wenn die Stadt Mainz zwei politische Veranstaltungen zur gleichen Zeit am gleichen Platz genehmigt hat, dann ist das mit der Absicht geschehen, die Teilnehmer an der AfD Veranstaltung einzuschüchtern und von der Teilnahme abzuhalten.
Der geneigte Leser kann sich mal die Berichte der Besucher der AfD Veranstaltung anschauen. siehe link
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/afd-demonstration-und-zahlreiche-gegenveranstaltungen-unruhiger-abend-in-mainz/-/id=1682/did=16495804/nid=1682/1ybu45g/index.html