Köln – Die Sicherheitsmaßnahmen im Kölner Hauptbahnhof, die nach den Silvesterübergriffen gesteigert worden waren, sind deutlich reduziert worden.
Wie aus einem vertraulichen Bericht der Bundespolizei hervorgeht, klagen die dort eingesetzten Beamten inzwischen über zu wenig Personal. Es bestehe „dauerhafter Unterstützungsbedarf“ gerade an den Wochenenden, heißt es in dem Papier, so der „Spiegel“ in seiner neuen Ausgabe.
Mehrfach seien zuletzt Polizisten abgezogen worden, um an anderen Stellen im Bundesgebiet Lücken zu füllen. Die Reviere der Bundespolizei in Bonn, Siegen und Siegburg hätten zeitweise vollständig geschlossen werden müssen, so der Vermerk.
Auch die nach der Silvesternacht auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz installierten Lichtmasten wurden abgebaut. Die Zahl der Diebstähle im Bahnhof ist immer noch hoch. Es handle sich in dieser Hinsicht um einen „absoluten Brennpunkt“.
Kölner Bundespolizisten ärgert vor dem Hintergrund besonders, dass sie auch die Villa Hammerschmidt bewachen müssen, den selten genutzten zweiten Amtssitz des Bundespräsidenten und zwar auch, wenn Privatleute die Räume etwa für Hochzeiten mieten.
Ein Sprecher der Bundespolizei teilte mit, man habe nach Silvester Einsatzkonzepte überarbeitet. Der Personalbedarf werde ständig bewertet und den Erfordernissen angepasst. Es gebe daher keine Sicherheitsdefizite für die Bevölkerung. Allerdings sei die Belastung für die Beamten „zweifelsohne größer geworden“. (dts Nachrichtenagentur)

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