Sonntag, 15. Dezember 2019

Wechsel in Germersheim: Oberstleutnant Maximilian Olboeter ist neuer Kommandeur des Luftwaffenausbildungsbataillons

26. März 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Allgemein, Kreis Germersheim, Regional

Übergabe: Oberstleutnant Maximilian Olboeter, Brigadegeneral Rainer Keller, Oberstleutnant Dietmar Hinze (v.li.).
Fotos: pfalz-express.de/Licht
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Germersheim – Das Luftwaffenausbildungsbataillon hat einen neuen Kommandeur: Am 24. März übernahm Oberstleutnant Maximilian Olboeter das Kommando über den Verband. Gleichzeitig wurde der bisherige Kommandeur Oberstleutnant Dietmar Hinze nach zweieinhalb Jahren von Brigadegeneral Rainer Keller von seinem Amt entbunden und mit einem feierlichen Appell verabschiedet.

Durchweg lobende Worte fand der General für den scheidenden Kommandeur. Hinze habe mit Rückgrat, Einfühlungsvermögen, scharfem Verstand, analytischen Fähigkeiten, Charisma und schier übermenschlichem Arbeitseinsatz den Standort trotz reduzierten Personals herausragend geführt und seinen eigenen Stempel hinterlassen.

Der Umbau der einsatzvorbereitenden Ausbildung und auch der Grundausbildung am Standort, das Damoklesschwert einer eventuellen Schließung, die umfangreichen Infrastrukturmaßnahmen, die Diskussion um die Umbenennung der Kaserne, Transparenz für die Bürger zu schaffen seien nur einige Stichpunkte.

Hinze verabschiedete sich mit einer teils emotionalen Rede und betonte die Leistung des gesamten Verbands in schwierigen Zeiten der Umstrukturierung. All das sei keine Einzel-, sondern die Gemeinschaftsleitung eines hochmotivierten Verbands, sagte Hinze ergriffen und dankte all seinen militärischen und zivilen Mitarbeitern. Er gehe mit einem weinenden Auge, denn er sei sehr gerne in Germersheim Kommandeur gewesen.

Das lachende Auge war dem Pfälzer Saumagen, dem guten Riesling und den Menschen der Region geschuldet: „Ein Teil meines Herzens bleibt hier. Ich werde Sie alle vermissen.“

Dem neuen Kommandeur wünschte dann General Keller gutes Gelingen. Maximilian Olboeter sei aufgrund seiner Ausbildung und Fähigkeiten bestens geeignet, das Bataillon auf seinem guten Weg weiterzuführen und die noch anstehenden Herausforderungen zu meistern.

 

„Mit ganzer Kraft“

Der Tag der Übergabe gelte nach alter Tradition nicht dem neuen Kommandeur, sondern seinem Vorgänger, dem er auch für die umfassende Einarbeitung danke, sagte Maximilian Olboeter in seiner Ansprache: „Deswegen fasse ich mich bewusst kurz.“

Engagement und Professionalität in der Erfüllung des Auftrags zeichne das Bataillon aus, so Olboeter: „Der hohe Standard ist nur durch Sie alle, die Menschen, die in diesem Verband dienen, möglich. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass auch in Zukunft das Luftwaffenausbildungsbataillon diesen hervorragenden Ruf genießt.“

Olboeter versicherte, sich mit ganzer Kraft für den Verband einzusetzen – er freue sich sehr auf seine neue Aufgabe. Der neue Kommandeur bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und bat die Soldaten um das ihrige.

Der neue Kommandeur Oberstleutnant Maximilian Olboeter.

Viel Ehre für Hinze

Beim anschließenden Empfang ging der Abschiedsreigen für Dietmar Hinze weiter. Oberst Erwin Mattes, Kommandeur des Landeskommandos Rheinland-Pfalz, nochmals General Keller, der stellvertretende Vorsitzende der Reservisten Rheinland-Pfalz, Oberst d.R. Michael Sauer, Germersheims Bürgermeister Marcus Schaile – sie alle lobten Hinze und überreichten Präsente. Von Sauer bekam Hinze die Landesmedaille in Silber für besondere Leistungen in der Reservistenarbeit verliehen.

Eine seltene Auszeichnung erhielt Hinze vom THW: Eine Uhr in einem Festungsstein. Die Uhr heißt „Zeitzeugen und trägt die Nummer 16 von 20. Hinze ist nach Oberstleutnant Ohl erst der zweite Kommandeur, der damit vom THW geehrt wurde.

Gerade noch rechtzeitig fertig geworden war eine von Hinze auf den Weg gebrachte Chronik des Verbands in Heftform, von der jeweils Bürgermeister Schaile und General Keller ein Exemplar in Empfang nehmen konnten.

Ehrenkreuz der Bundeswehr für Jürgen Mieseler und Kersten Herzog

Das Ehrenkreuz der Bundeswehr für überdurchschnittliche Verdienste wurden Kersten Herzog, Zivilangestellter im Nachschub, (Silber ) und Oberstabsfeldwebel Jürgen Mieseler (Gold) von General Keller in Vertretung von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen verliehen – eine Überraschung für beide.

Das Ehrenkreuz ist die höchste Auszeichnung, die die Bundeswehr zu vergeben hat und wird nicht oft verliehen. Nur ganz besondere Leistungen über einen langen Zeitraum werden damit gewürdigt.

Jürgen Mieseler erhält das Ehrenkreuz in Gold…

Mieseler kümmert sich als Kompaniefeldwebel und Leiter des Innendienstes um die Lehrgangsteilnehmer der einsatzvorbereitenden Ausbildung und um das Stammpersonal – und das mit „beispielhaftem, überdurchschnittlichen Einsatz“, wie General Keller hervorhob.

…und Kersten Herzog in Silber.

Kersten Herzog, Logistiker, ist seit seit 30 Jahren „dabei“ – zuerst als Soldat, später als Zivilangestellter. Mit seinem immer hochmotivierten Einsatz erziele er seit Jahrzehnten stets beste Ergebnisse, lobte Keller.

Am Ende überreichte Hinze das Diensthandy des Kommandeurs an seinen Nachfolger Olboeter – damit war der neue Hausherr am Standort mit allen nötigen Features ausgestattet und kann nun seine Arbeit aufnehmen.

Maximilian Olboeter ist 41 Jahre, verheiratet, und hat zwei kleine Töchter. (cli)

 

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