Kaiserslautern. Bei der Fußballbegegnung des 1. FC Kaiserslautern gegen Union Berlin am Samstagmittag hatte die Polizei bereits vor Spielanpfiff zu tun.
„Unverbesserliche“ sorgten am „Elf Freunde“-Kreisel in Höhe der „Löwenburg“ kurzfristig für Aufregung. Auseinandersetzungen zwischen den beiden Fanlagern hatten zur Folge, dass die Polizei einschreiten und Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und Beleidigung einleiten musste.
Das Viadukt am „Elf Freunde“-Kreisel musste aus Sicherheitsgründen vor Spielbeginn für eine knappe halbe Stunde gesperrt werden. Dies war notwendig geworden, um das Zusammentreffen von Problemfans zu verhindern. Einige Anhänger aus Berlin waren übernächtigt – bedingt durch die lange Anreise – und stark alkoholisiert am Kaiserslauterer Bahnhof angekommen.
Zuvor waren sie bereits in Mannheim wegen gewalttätigen Auseinandersetzungen aufgefallen. Damit die Kaiserslauterer Fans nicht mit den gewaltbereiten Fans zusammentrafen, wurde das Viadukt gesperrt. Dies war zum Schutz der Kaiserslauterer Fans notwendig.
Die Polizei bittet daher im Nachhinein um Verständnis und bedankt sich für das umsichtige Verhalten aller Betroffenen. „Wenige stark alkoholisierte Fans bereiteten der Polizei Schwierigkeiten und verursachten die Sperrung des Viadukts. Diese von mir angeordnete Maßnahme war notwendig zum Schutz unserer Kaiserslauterer Fans“, erklärte der Einsatzleiter, Polizeidirektor Wolfgang Schäfer.
Über 33.000 Zuschauer waren ins Fritz-Walter-Stadion gekommen, davon etwa 1.900 Anhänger des Berliner Clubs. Sie waren überwiegend mit der Bahn, einem Sonderzug und zwei weiteren Zügen angereist.
Bei der Abreise musste die Polizei erneut einschreiten. Die strikte Fantrennung im Bahnhof konnte nicht eingehalten werden. Es kam zur Randale, die von der Bundespolizei mit Unterstützung der Länderpolizei unterbunden werden musste. Gegen mehrere Personen werden Anzeigen erstattet.
Große Verkehrsbeeinträchtigungen waren vor und nach dem Spiel nicht zu verzeichnen. Zu geringfügigen Verzögerungen kam es lediglich im näheren Umfeld des Fritz-Walter-Stadions.
Kräfte der Bereitschaftspolizeien aus Baden-Württemberg und dem Saarland hatten das Polizeipräsidium beim heutigen Fußballeinsatz unterstützt. „Wir hatten heute viel Arbeit und sind mit dem Verlauf des Einsatzes sehr zufrieden, nicht minder mit dem Spielergebnis. Und dazu haben auch unsere Kolleginnen und Kollegen aus den angrenzenden Bundesländern beigetragen“, konstatierte der Einsatzleiter. (polizeidirektion Westpfalz)

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