Freitag, 20. September 2019

Südwestderby auf dem Betze: Mehrere hundert Beamte im Einsatz – keine größeren Zwischenfälle

26. August 2018 | noch keine Kommentare | Kategorie: Regional, Sport Regional, Südwestpfalz und Westpfalz

Es geht auch friedlich – dank viel Polizei? FCK-Fans auf dem Betzenberg.
Archivfoto: Pfalz-Express

Kaiserslautern  – Nach dem Südwestderby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem Karlsruher SC (0:0) am Samstagnachmittag zogen das Polizeipräsidium Westpfalz und die Bundespolizei Kaiserslautern eine positive Bilanz – die Einsatzkonzeption ging auf und es kam zu keinen größeren Zwischenfällen.

Die Partie endete mit 0: 0 torlos.

Der Einsatzleiter der Landespolizei lobte seine „Mannschaft“ für die professionelle Arbeit und hob die gute Zusammenarbeit mit der Bundespolizei hervor. Mehrere hundert Beamte des Polizeipräsidiums Westpfalz sowie des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik waren eingesetzt.

Auch die Bundespolizei Kaiserslautern war mit mehreren Hundert Einsatzkräften der Bundesbereitschaftspolizei Hünfeld, Bad Bergzabern und Bayreuth sowie der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit Koblenz vor Ort. Das Lob der Polizei gilt zudem den Anhängern beider Vereine, die sich „bis auf wenige Ausnahmen“ an die Regeln hielten.

Im Vorfeld der Anreise entdeckten Bundespolizisten am Hauptbahnhof Neustadt eine rote Puppe mit der Aufschrift „KL“, die mittels Seil um den Kopf von einem Bahnsignal hing. Auch bei Landau war eine solche Puppe aufgehängt worden – ausgestopft mit Zeitungspapier aus Karlsruhe.

27.343 Zuschauer waren zu dem Spiel ins Fritz-Walter-Stadion gekommen – davon etwa 2.800 KSC-Anhänger, die ihr Team in die Westpfalz begleitet haben. Die Bundespolizei sperrte während der Anreise die Personenunterführung um beide Fangruppen strikt voneinander zu trennen.

1.200 Karlsruher Fans nutzten die zwei bereitgestellten zusätzlichen Züge. Dabei zündeten einige „Unbelehrbare“ bei der Zugeinfahrt in den Hauptbahnhof Kaiserslautern Pyrotechnik und Böller und warfen Bierflaschen in Richtung von Polizeibeamten, die die Fans am Bahnsteig empfingen. Verletzt wurde niemand. Ein Polizeibeamter wurde jedoch von einem KSC-Fan beleidigt.

Die Fans wurden am Bahnhof an Polizeieinheiten der Landespolizei übergeben und zum Stadion begleitet. Dabei wurde der 11-Freunde-Kreisel weiträumig gesperrt, um ein Aufeinandertreffen mit einheimischen Fans zu verhindern.

Vereinzelt kam es auf dem Weg zum Stadion auf Seiten der KSC-Fans zum Einsatz von Pyrotechnik und Böllern. Die Polizei konnte die Verursacher ermitteln und ihre Personalien feststellen. Auf sie kommen Strafanzeigen zu.

Nach dem Spiel verließen die Fangruppen der beiden Vereine zeitversetzt das Stadion, um auch nach dem Abpfiff die kategorische Fantrennung zu gewährleisten. Die Bahnreisenden wurden wiederum mit starker Polizeipräsenz zum Bahnhof begleitet. Während der Abreise wurde zur Fantrennung die Personenunterführung im Bahnhof gesperrt.

Die beiden Züge nach Karlsruhe verließen um 17.14 Uhr und 17.29 Uhr Kaiserslautern. Am Ende des Tages stellte der Einsatzleiter der Bundespolizei, Polizeidirektor Leyens, fest, dass der hohe Kräfteansatz aufgrund der „spürbaren Brisanz“ gerechtfertigt war und letztlich auch schwerwiegende Auseinandersetzungen im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei verhindert habe.

Auch die Bundespolizei leitete mehrere Strafverfahren ein, unter anderem wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz, gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung.

Besondere Erwähnung verdiene der enge partnerschaftliche Schulterschluss mit der Landespolizei Rheinland-Pfalz sowie die Unterstützung der DB AG, so die Polizei.

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