
Der Elf-Freunde-Kreisel wurde besonders gesichert. In der Vergangenheit war er schon mehrfach beschädigt worden.
Foto: pol ppwp
Kaiserslautern. Das Kurpfalz-Derby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem SV Waldhof Mannheim endete am 8. Spieltag in der 3. Liga 0:0 unentschieden.
Die nur 13.150 von 20.000 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion auf dem Betzenberg sahen ein kampfbetontes Spiel.
Bereits in der ersten Hälfte bekam FCK-Spieler Kenny Price Redondo in der 23. Minute die rote Karte nach einem Foul an Hamza Saghiri. Auch der sportliche Leiter von Waldhof Jochen Kientz wurde vom Schiedsrichter auf die Tribüne geschickt.
Kurz vor der Halbzeitpause erhielt FCK-Verteidiger Marvin Senger in der 41. Minute die rote Karte nach einer Grätsche gegen Adrien Lebeau. In der Nachspielzeit reklamierte der FCK ein Handspiel von SVW-Verteidiger Jesper Verlaat und daraufhin bekam FCK-Mitarbeiter und Ex-Spieler Florian Dick die rote Karte.
In der zweiten Hälfte waren die Waldhöfer wegen der doppelten Überzahl spiel bestimmend, aber sie erzielten keinen Treffer. Auch das letzte Derby endete im Oktober 2020 unentschieden (1:1) auf dem Betzenberg. Nach dem 8. Spieltag ist der 1. FC Kaiserslautern mit sechs Punkten auf den 16. Tabellenrang zurück gefallen und hat nur noch einen Zähler Rückstand auf die Abstiegsplätze. Der SV Waldhof Mannheim bleibt mit zwölf Zählern Tabellensechster.
Tabellenführer in der 3. Liga ist der 1. FC Magdeburg mit 19 Punkten, der gegen den 1. FC Kaiserslautern 1:0 gewonnen hatte. (Michael Sonnick)
Das Polizeipräsidium Westpfalz und die Bundespolizei Kaiserslautern ziehen eine „insgesamt positive Bilanz“.
Der Einsatz sei ohne größere Zwischenfälle abgelaufen, es sei trotz des brisanten Spiels weitgehend friedlich geblieben.
Unter anderem kam es vor dem Spiel zu mehreren Anzeigen: eine wegen versuchten Betrugs aufgrund eines gefälschten Tickets, eine wegen Körperverletzung zwischen zwei Männern, eine wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz (ein Joint-Raucher vorm Stadion) und eine wegen Sachbeschädigung – in diesem Fall wurde ein Polizeifahrzeug durch einen Steinwurf beschädigt.
Der Stein verfehlte eine Einsatzkraft nur knapp am Kopf, weshalb auch wegen versuchter Körperverletzung ermittelt wird. Der Werfer konnte identifiziert werden und muss mit einem Strafverfahren rechnen.
Darüber hinaus wurde im Bereich des Bahnhofs und auf dem Weg zum Stadion diverse Pyrotechnik gezündet. Neben dem Polizeipräsidium Westpfalz leitete auch die Bundespolizei mehrere Strafverfahren ein. Zwei Männer wurden bereits identifiziert und erhielten Stadionverbot.
Gut 13.000 Zuschauer kamen zu dem Spiel ins Fritz-Walter-Stadion – davon knapp 1.000 Waldhof-Anhänger, die ihr Team in die Westpfalz begleiteten. Um die Sicherheit der Fußgängerströme zum und vom Stadion zu gewährleisten und die Fans der beiden Mannschaften voneinander zu trennen, musste der Elf-Freunde-Kreisel mit seinen ableitenden Straßen zeitweise gesperrt werden. Darüber hinaus kam es zu keinen nennenswerten Behinderungen bei der An- und Abreise.
Allerdings sorgten einige sogenannte „Fans“ bei der Anreise in einer S-Bahn für Sachbeschädigungen. Die Höhe des Gesamtschadens muss noch ermittelt werden.
Nach dem Spiel mussten die Fangruppen der beiden Vereine zeitversetzt das Stadion verlassen, um auch nach dem Abpfiff die kategorische Fantrennung zu gewährleisten.
Das polizeiliche Einsatzkonzept hat sich bewährt. Einsatzleiter Ralf Klein vom Polizeipräsidium Westpfalz und Sarah Deutsch von der Bundespolizei Kaiserslautern waren zufrieden und dankten ihren Kollegen: „Wir hatten zwar einiges zu tun, aber insgesamt war das Verhalten der Anhänger beider Vereine nicht zu beanstanden – die große Mehrheit hat sich an die Regeln gehalten und den Anweisungen der Polizei Folge geleistet.
Unser Dank gilt natürlich insbesondere den Einsatzkräften, denen es heute wieder einmal gelungen ist, für die Sicherheit aller Gäste zu sorgen und den Verkehr so reibungslos wie möglich fließen zu lassen.“

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