Wolgograd – In der russischen Stadt Wolgograd sind am Sonntagmittag bei einer Explosion auf einen Bahnhof mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen.
Mindestens 50 Menschen seien verletzt worden. Im Oktober gab es schon einmal eine ähnliche Explosion in Wolgograd, bei der sieben Menschen ums Leben kamen.
Das Unglück hat sich in der Nähe der Metalldetektoren am Bahnhofseingang abgespielt. Die Polizei hat das Gebäude abgesperrt und die Ermittlungen aufgenommen.
Die Attentäterin soll eine sogenannte Schwarze Witwe, die Frau eines radikal-islamischen Extremisten aus der russischen Teilrepublik Dagestan (Kauskasus) sein. Ersten Erkenntnissen der Anti-Terror-Behörde NAK zufolge sprengte sich die Attentäterin gegen 12.45 Ortszeit (09.45 Uhr deutscher Zeit) im Eingangsbereich des Bahnhofs in die Luft.
Der russische Präsident Wladimir Putin sicherte den Opfern des Anschlags seine Unterstützung zu. Am Nachmittag wurde ein Spezialflugzeug mit Ärzte und Psychologen sowie medizinischen Anlagen für die Behandlung der Verletzten entsandt.
Wie die Nachrichtenagentur „RIA Novosti“ berichtet, können die Fernverkehrszüge ungehindert verkehren. Präsident Putin ordnete verstärkte Sicherheitsmaßnahmen an. Der tschetschenische Islamistenführer Doku Umarow hatte wiederholt zu Anschlägen zur Störung der Spiele aufgerufen.
Wolgograd, das ehemalige Stalingrad, liegt rund 700 Kilometer von Sotschi entfernt, wo im Februar die Olympischen Winterspiele stattfinden. (red/dts Nachrichtenagentur)

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