Mittwoch, 13. November 2019

Spannende Wahl: Lukas Hartmann ist 2. hauptamtlicher Beigeordneter der Stadt Landau

„Ich will ein offenes Ohr für alle Bürger bewahren“

6. November 2019 | 3 Kommentare | Kategorie: Allgemein, Landau, Politik regional, Regional

Der neue Stadtvorstand: Dr. Ingenthron, Alexander Grassmann, Lukas Hartmann und OB Thomas Hirsch (v.l.n.r.)
Fotos: Pfalz-Express/Ahme

Landau. Auf Punkt drei der Tagesordnung im aktuellen Landauer Stadtrat waren alle gespannt: Die Vorstellung der Bewerber für das Amt des/der 2. hauptamtlichen Beigeordneten der Stadt Landau.

Und so hatten sich etliche Bürger eingefunden um sowohl die Bewerber als auch den Ausgang der Wahl mitzuverfolgen. Fristgerecht hatten sich sechs Personen um das Amt beworben. Alle sechs hatten die Gelegenheit, fünf Minuten lang über ihre Beweggründe für ihre Bewerbung zu sprechen, dies auf Wunsch mehrerer Fraktionen, die die Vorstellung der Kandidaten gewünscht hatten.

Eine Aussprache, wie Dr. Gertraut Migl von der Pfeffer-und Salz-Fraktion angeregt hatte, war aber nicht vorgesehen.

In alphabetischer Reihenfolge stellten sich die Bewerber vor, beginnend mit Christian Cambeis, der „Schnittstelle zwischen Bürger und Stadtrat“ sowie das „Wir-Gefühl“ herausarbeitete in seiner Rede.

Danach stellte sich Wolfgang Harsch vor, der zwar als Fasnachter in Landau bekannt ist, dem man aber auch seine „ernsthafte Seite“ durchaus abnehmen konnte.

Die Kandidaten Christian Cambeis, Wolfgang Harsch, Christiane Hartmann, Dr. Klaus Schützenmeister, Annette Wrobel…

Christiane Hartmann sah sich als Vermittlerin in Interessenskonflikten. Auch sie sprach das „Wir-Gefühl“ an. Parteilos auch sie wie die Mitbewerber außer dem Grünen Lukas Hartmann. Sie konnte auf die Unterstützung von FWG, SPD, Linken und Pfeffer und Salz vertrauen.

Nach Christiane Hartmann stellte sich Grünen-Fraktionschef Lukas Hartmann vor. „Ich bin Grüner und bleibe das auch.“ Als Beigeordneter sei er „für Alle“ da, da müssten die Grünen auch hinter der Stadt Landau zurücktreten.

Dr. Klaus Schützenmeister hob seine Arbeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Landau hervor. Die Uni sei sehr wichtig für Landau – Fusionsprozesse seien zu begleiten. Und last but not least Annette Wrobel ais Lemberg, die sich für Nachhaltigkeit auch in der Politik aussprach.

…sowie Lukas Hartmann, der auf seinem Platz im Stadtrat saß.

Vorgeschlagen waren dann nur die beiden Hartmanns. Es gab keine Stimme aus dem Stadtrat für die anderen Bewerber. Hartmann, Lukas, Hartmann, Christiane: In einer geheimen, sehr spannenden Wahl, die von Paule Albrecht (jüngste) und Hermann Demmerle (ältester Stadtrat) überwacht wurde, konnte Lukas Hartmann 24 von 44 Stimmen gegen 20 für Christiane Hartmann auf sich vereinen.

Hermann Demmerle und Paule Albrecht überwachten die Wahl.

Die Sitzung wurde danach fortgeführt, nach Punkt 28 und einem nichtöffentliche Teil, wurde im Empfangssaal die öffentliche Sitzung mit Punkt 29, der Einführung, Vereidigung und Übertragung der Geschäftsbereiche an den neu gewählten 2. hauptamtlichen Beigeordneten vorgenommen. Zum Verantwortungsbereich des 30-jährigen gehören ab sofort Umwelt, Klima, Mobilität, Ordnung, Forsten und städtisches Gebäudemanagement.

„Wir müssen nur entscheiden, was wir mit der Zeit anfangen wollen, die uns gegeben ist.“ Lukas Hartmann ist sicherlich das erste Mitglied des Landauer Stadtvorstands, das bei seiner Antrittsrede den Zauberer Gandalf aus „Herr der Ringe“ zitiert hat.

Hartmann, gebürtiger Haßlocher, hat am Campus Landau der Universität Koblenz-Landau Philosophie studiert und war dort auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Er freut sich auf seine neue Rolle an der Seite von Oberbürgermeister Thomas Hirsch, Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron und Beigeordnetem Alexander Grassmann im Stadtvorstand: „Ich trage künftig die Verantwortung für einen Teilbereich städtischer Politik und bin mir sehr bewusst, dass ich ab sofort nicht mehr «nur» meine Partei vertrete, sondern alle Landauer – gerade auch die, die mich nicht gewählt haben: „Ich will mit Ihnen ins Gespräch kommen, das ist mein ehrliches Angebot an Sie“.

Er habe sich für seine Amtszeit vorgenommen, pragmatisch und über Parteigrenzen hinweg nach Lösungen zu suchen, mit denen die Stadt Landau ihre Ziele zum Beispiel beim Klimaschutz erreichen könne, so Hartmann.

Auf der „To-do-Liste“ des neuen Beigeordneten für die ersten Tage und Wochen steht das persönliche Gespräch mit allen Mitarbeitern, für die er verantwortlich ist – und er wird einige von ihnen möglichst einen halben Arbeitstag lang begleiten. „Das neue Dezernat III fasst viele wesentlichen Möglichkeiten zusammen, um bei Themen wie Wohnen, Mobilität und Klimaschutz voranzukommen, daher freue ich mich sehr auf den Austausch mit den Mitarbeitern der Fachämter“, kündigt Hartmann an.

Der neue Beigeordnete will sich auch weiterhin ein offenes Ohr für die Bürger bewahren, sei es beim Wochenmarktbesuch oder in den Sozialen Medien. „Was ich mir ebenfalls erhalten möchte, ist, zugeben zu können, wenn ich einen Fehler gemacht habe.

Für alle Menschen ist das schwer, für Politiker aber noch einmal besonders. Wir haben noch keine politische Kultur, in der das Eingestehen und Korrigieren eines Fehlers der Sache genüge tut – aber ich will als Beigeordneter mitarbeiten, dass wir sie bekommen“, so Hartmann über sein Herzensanliegen. (desa/ld)

Vereidigung von Lukas Hartmann zum 2. hauptamtlichen Beigeordneten der Stadt Landau und damit zu einem „politischen Beamten“, durch OB Hirsch.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

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3 Kommentare auf "Spannende Wahl: Lukas Hartmann ist 2. hauptamtlicher Beigeordneter der Stadt Landau"

  1. Walter Wolf sagt:

    Landau hätte Besseres verdient als diesen überheblichen grünen Hartmann.

  2. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    Kreissaal, Hörsaal, Ratssaal. Die Kompetenzen des Lukas H..

    Alleine das betretene Gesicht des Herr Ingenthron rettet mir den Tag.

  3. Hussein sagt:

    Als Zeichen der Ernsthaftigkeit seiner Pläne sollten die Mitarbeiter*innen des Dezernates III auf die Fahrt zur Arbeit mit dem Auto verzichten und statt dessen ÖPNV oder Fahrräder nutzen.
    Im Übrigen kann man nur hoffen, dass er mal der trägen Beamtenschaft in den Allerwertesten tritt und aufmischt.

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