Dienstag, 24. September 2019

Rettungsschiff „Alan Kurdi“ wartet vor Lampedusa

6. Juli 2019 | 6 Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Weltgeschehen

Symbolbild: dts Nachrichtenagentur

Italien – Nach der Seawatch 3 mit Kapitänin Carola Rackete liegt nun das Rettungsschiff „Alan Kurdi“ der Organisation Sea-Eye vor der italienische Insel Lampedusa. An Bord sind 65 aus dem Mittelmeer gerettete Flüchtlinge.

Italiens Innenminister Matteo Salvini will das Schiff aber nicht anlegen lassen. Die See-Eye-Verantwortlichen wiederum beharren auf dem Seerecht: „Wir lassen uns von einem Innenminister nicht einschüchtern, sondern steuern den nächsten sicheren Hafen an. Das Seerecht gilt, auch wenn manche Regierungsvertreter das nicht wahrhaben wollen.“

Auf  Twitter teilte die Besatzung mit: „Wir warten in den Gewässern vor der Insel Lampedusa. Die Zollpolizei kam persönlich vorbei, um Salvinis Dekret zu überbringen. Der Hafen ist geschlossen. In Deutschland sind jedoch mehr als 70 Städte bereit, die Geretteten aufzunehmen. Wir brauchen dringend einen sicheren Hafen.“

Ein Angebot der libyschen Küstenwache, den Hafen der Stadt Sawija als „Place of Safety“ (Sicherer Ort) anzulaufen, kam für die Crew nicht infrage: „Die sogenannte libysche Küstenwache hat uns einen libyschen Hafen für die 65 Personen an Bord zugewiesen. Wir haben diese Anweisung abgelehnt. Die EU-finanzierte Küstenwache fordert uns auf, gegen das Int.-Gesetz zu verstoßen. Wir werden die Geretteten nicht in libysche Folterlager zurückbringen“, twittere Sea-Eye. (red)

 

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6 Kommentare auf "Rettungsschiff „Alan Kurdi“ wartet vor Lampedusa"

  1. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    Jetzt wird die „Alan Kurdi“ zur Fortsetzung der moralischen Erpressung eingesetzt.
    Die syrische Familie Kurdi war in Istanbul sicher vor Verfolgung. Der Vater hatte Arbeit und sie lebten in einem einfachen Häuschen. Eine Versorgung mit Geld war durch seine Schwester in Kanada ebenfalls ausreichend gewährleistet. Der Vater hatte aber keine Zähne mehr und hoffte auf eine kostenlose Zahnbehandlung in Deutschland.
    NACHDEM Deutschland das Dublin-Verfahren aussetzte, wagte er entgegen den Bedenken seiner Frau die Überfahrt und setzte seine Frau und sein Kinder ohne Schwimmweste in das Boot.
    Die Schuld am Tod der drei gab er kräftig unterstützt von Medienvertretern den westlichen Staaten – in Wahrheit ist es ein Fall von persönlicher Verantwortungslosigkeit.3

    „Full Tima Kurdi Press conference „

  2. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    Das Bild des durch den Leichtsinn seines Vaters ums Leben gekommenen Alan Kurdi war die Gelegenheit zu moralischen Erpressung der europäischen Länder durch Migrations-Lobbyisten.

    Gemäß Genfer Flüchtlingskonvention hatte diese Familie keinen Flüchtlingsstatus mehr: Sie waren versorgt und in Sicherheit. Ein Grundrecht auf Wohlstand un Zahnbehandlung gibt es nicht.

  3. AntiAntifa sagt:

    Wer kann mir folgende Frage beantworten. Diese Schiffe mit ihren Besatzung kosten viel Geld und auch die Betriebskosten sind gewaltig. Geschätzt mindestens 20.000 Euro pro Monat ohne Gehälter. Soviel Nächstenliebe und Zeit bringt niemand auf. E

    s muss doch ein handfeste wirtschaftliches Interesse dahinter stehen. Das muss auch den regierenden klar sein. Mich wundert warum niemand diese Frage stellt oder etwas darüber gepostet wird.

    Für mich sind das alles Straftaten unter dem Denkmantel der Hilfe

  4. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    ‚“Wir können es nicht verantworten, dass Schiffe mit geretteten Menschen an Bord wochenlang im Mittelmeer treiben, weil sie keinen Hafen finden“, schrieb Seehofer an Salvini.‘

    … und wie hat sich Drehhofer VOR den Wahlen mit Angela Merkel im good-cop / bad-cop – Spiel über die Flüchtlingspolitik gestritten und nun ist er voll auf Kurs.

    Vorschlag: Alle Flüchtlinge ab jetzt über den Rhein-Main-Donau-Kanal ins schöne Gerolfing zu Horst, dort können sie seine Modelleisenbahn bewundern..

    • Nessun Dorma (für e.d.) sagt:

      … Alle Flüchtlinge ab jetzt über den Rhein-Main-Donau-Kanal …

      Perfekt! Wiki:
      Das Seevölkerrecht … . Es enthält Vereinbarungen über die Freiheit der Hohen See, über das Anlaufen fremder Häfen, über Hilfeleistung in Seenot, über die Verschmutzung der Meere, über den Festlandsockel und über die Abgrenzung der den Küsten vorgelagerten Hoheitsgewässer. Es erstreckt sich aber nicht auf Binnengewässer (Flüsse oder Seen) im Inland.
      +++
      In der an das Küstenmeer angrenzenden Anschlusszone, die von der Basislinie maximal 24 Seemeilen (44,4 km) betragen darf, kann der Staat die erforderliche Kontrolle ausüben, um Verstöße gegen seine Zoll-, Gesundheits-, und Einreisevorschriften zu verhindern, oder Verstöße, die bereits in seinem Hoheitsgebiet oder Küstenmeer begangen wurden, zu ahnden.

  5. Peter Patriot sagt:

    Nicole Höchst, AfD:
    Stichwort „Seenotrettung“ und Verbringung der „Geretteten“ auf Biegen und Brechen in italienische Häfen.

    Ist das die neue deutsche Überheblichkeit?

    Will man durch das Entern italienischer Häfen den Italienern mitteilen, dass ihre eigene Regierung nix zu sagen hat und sie- egal, was oder wen sie wählen- immer deutsche Bessermenschenpolitik bekommen?

    Zum Schämen.
    So wird Deutschland isoliert.
    Jeden Tag mehr.

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