Valencia – Nach einer tagelangen Irrfahrt im Mittelmeer hat das Rettungsschiff „Aquarius“ Spanien erreicht. Es legte am Sonntagvormittag im Hafen von Valencia an.
106 Migranten waren an Bord. Zuvor war bereits das italienische Marineschiff „Dattilo“ in Spanien eingetroffen, auf das 274 der „Aquarius“-Flüchtlinge verteilt worden waren. Später soll noch ein weiteres Begleitschiff folgen.
Ursprünglich befanden sich 629 Migranten an Bord der „Aquarius“, die aus 26 großteils schwarzafrikanischen Ländern stammten. Sie waren von Hilfsorganisationen aus Seenot gerettet worden.
Sowohl Malta als auch Italien hatten dem Schiff am vergangenen Wochenende die Einfahrt verweigert. Nach zwei Tagen erklärte sich schließlich der neue spanische Regierungschef Pedro Sánchez dazu bereit, die Migranten in seinem Land aufzunehmen.
Vor der Überfahrt nach Spanien waren die „Aquarius“-Flüchtlinge auf drei Schiffe verteilt worden, wobei mehr als 520 Personen auf zwei italienische Schiffe kamen, während die übrigen Schiffbrüchigen auf der „Aquarius“ blieben.
Die Schutzsuchenden wurden nach ihrer Ankunft in Spanien von Notfallhelfern medizinisch untersucht. Im Anschluss sollen sie wie alle anderen Migranten in Spanien behandelt werden.
Unterdessen hat Frankreich angeboten, „Aquarius“-Flüchtlinge aufzunehmen. Allerdings war zunächst unklar, wie viele Personen dies betrifft.
(dts Nachrichtenagentur)

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