Mittwoch, 29. Juni 2022

Relegation 2. Bundesliga: Kaiserslautern und Dresden im Hinspiel torlos

Abreise der Fans nach Spielende wird zum Nadelöhr

21. Mai 2022 | Kategorie: Nachrichten, Rote-Teufel-Betze-News, Sport, Sport Regional, Südwestpfalz und Westpfalz

Foto: dts Nachrichtenagentur

Kaiserslautern – Im Relegations-Hinspiel um einen Platz in der 2. Fußball-Bundesliga hat der 1. FC Kaiserslautern am Betzenberg gegen die SG Dynamo Dresden mit 0:0 unentschieden gespielt.

Beide Teams gingen von Beginn an mit vollem Körpereinsatz in die Zweikämpfe, worunter jedoch ein geregelter Spielaufbau litt. Den stärkeren Drang zum Tor hatten die Hausherren, Dresden fehlten die Ideen vollkommen.

In der 27. Minute hatte Boyd die erste gute Gelegenheit, der US-Amerikaner bugsierte Ritters Hereingabe aber knapp über den Kasten. In der 29. Minute versuchte es der Flankengeber aus 15 Metern selbst, Stark blockte aber. Zur Pause gab es keine Treffer zu vermelden. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Dynamo mal etwas in der gegnerischen Hälfte. Das resultierte in Minute 56 auch in der ersten Gelegenheit, Daferners Kopfball-Aufsetzer kratzte Raab aber gerade noch aus dem Eck.

Ansonsten ließen beide Mannschaften aber Präzision nach vorne vermissen, in ruppig geführten Zweikämpfen neutralisierten sich die Kontrahenten weitgehend. Insofern folgerichtig trennten sich Kaiserslautern und Dynamo torlos. Damit ist im Rückspiel in Dresden alles offen, die SGD genießt jedoch dann den Heimvorteil. (dts Nachrichtenagentur) 

Und das meldet die Polizei:

Im Hinspiel der Relegationsrunde um den Aufstieg in die 2. Liga wurde am Freitagabend auf dem Betzenberg das Spiel 1. FC Kaiserslautern gegen Dynamo Dresden ausgetragen. Mehr als 46.000 Tickets waren im Vorverkauf weggegangen, das Fritz-Walter-Stadion war somit ausverkauft. Aus Sachsen reisten rund 4.000 Fans in die Westpfalz.

Für die Polizei gab es bei diesem Einsatz zwei Schwerpunkte: In erster Linie die Trennung der Heim- und Gästefans sowie parallel die Regelung des An- und Abreiseverkehrs. Schwierigkeiten zeigten sich hier fast ausschließlich nach dem Spiel: Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, insbesondere weil der Park & Ride-Verkehr nicht reibungslos lief, um die Fans zum Parkplatz „Schweinsdell“ zu bringen.

Die Infrastruktur rund um den Betzenberg, der fehlende Parkraum und die hohe Besucherzahl ließen die Abreise nach Spielende zum „Nadelöhr“ werden. Vor allem in der Kantstraße wurde es „eng“, weil sich so viele Fans im Wendehammer gesammelt hatten, dass die Busse nicht durchkamen. Das sorgte wegen der langen Wartezeiten für viel Unmut. Erst nachdem der Wendehammer geräumt und parallel für die FCK-Fans eine alternative Einstiegsstation in der Bremerstraße ermöglicht wurde, kam die Abreise besser ins Rollen.

Einsatzleiter Ralf Klein: „Die Verkehrsprobleme und insbesondere das Shuttle-Konzept wird mit den verantwortlichen Organisationen intensiv nachbereitet werden. Wir müssen uns bei den Fans bedanken, dass sie die langen Wartezeiten so geduldig ausgehalten haben.“

Der positive Aspekt des Abends: Trotz des hohen Besucheraufkommens in der Stadt und im Stadion gab es für die Einsatzkräfte verhältnismäßig wenig Anlässe, um einzuschreiten.

Unter anderem kam es im Stadionbereich zu verschiedenen Sachbeschädigungen. Dabei wurden die sanitären Anlagen im Gästebereich des Fritz-Walter-Stadions zerstört. Die Ermittlungen hierzu laufen.

Vor, während und nach dem Spiel wurden pyrotechnische Gegenstände abgebrannt. Einige der Verantwortlichen konnten ermittelt werden. Sie müssen mit Anzeigen wegen versuchter Körperverletzung sowie wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz rechnen. In einem Fall leistete ein Fan Widerstand, als er nach dem Abbrennen von Pyrotechnik festgenommen werden sollte. Er erhält deshalb zusätzlich eine Anzeige wegen Widerstands.

Wegen versuchten Diebstahls ermittelt die Polizei gegen einen weiteren Fan. Er hatte vor dem Spiel versucht, an einem Auto einen Fan-Schal an sich zu reißen.

Darüber hinaus wurde eine Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Ein noch unbekannter Fußballanhänger hatte am St.-Martins-Platz Reporter eines Fernsehteams angegriffen und nach ihnen getreten.

Ermittlungen laufen auch noch gegen einige Fans der Gastmannschaft. Sie stehen im Verdacht, auf ihrem Weg in Richtung Kaiserslautern bei Zwischenstopps auf Rastplätzen Mülleimer beschädigt zu haben. Mindestens ein Verantwortlicher konnte anhand des übermittelten Fahrzeugkennzeichens ausfindig gemacht und bei seiner Ankunft in Kaiserslautern gestoppt werden. Der Mann muss ebenfalls mit einem Strafverfahren rechnen.

Aus sportlicher Sicht verlief der Abend sozusagen „ohne besondere Vorkommnisse“. Die Roten Teufel konnten gegen die Gäste aus Dresden keine Tore erzielen. Das Spiel endete mit einem 0:0 unentschieden. Welche Mannschaft in der nächsten Saison in der 2. Liga spielt, wird sich also erst beim Relegationsrückspiel am kommenden Dienstag in Dresden entscheiden.

 

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