
Ein tolles Spektakel war das Public Viewing in Landau 2002 auf dem Rathausplatz.
Archivfoto: Pfalz-Express/Ahme
In Frankreich beginnt am Freitagabend unter strengen Sicherheitsvorkehrungen die Fußball-Europameisterschaft. Im Eröffnungsspiel trifft die französische Nationalmannschaft im Stade de France bei Paris auf die Auswahl aus Rumänien, Anpfiff ist um 21 Uhr.
Bereits am Donnerstagabend hatten Zehntausende Menschen die Eröffnung der Fanmeile am Eiffelturm gefeiert, Höhepunkt war ein Auftritt von Star-DJ David Guetta. Während der vier Wochen des Turniers sind mehr als 90.000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Sie sollen vor allem Stadien und Fanmeilen schützen.
Die französische Regierung hatte zudem auch wegen der Fußball-EM den nach den Anschlägen in Paris im November verhängten Ausnahmezustand bis Ende Juli verlängert.
40 Prozent der Deutschen glauben übrigens einer N24-Emnid-Umfrage zufolge, dass Deutschland Europameister wird: Die Mehrheit von 51 Prozent glaubt allerdings nicht an den Titel für die DFB-Elf.
Ein Grund dafür könnte in der Wahrnehmung der Mannschaft liegen: 33 Prozent der Befragten halten das aktuelle EM-Team für schlechter als die WM-Elf von Brasilien, nur acht Prozent finden das derzeitige Team besser. 44 Prozent der Deutschen sehen keine qualitativen Unterschiede zwischen beiden Mannschaften.
Wichtiger als der Titel ist die Sicherheit von Fans und Spielern: 44 Prozent der Deutschen befürchten, dass es in Frankreich zu Terroranschlägen kommen wird. 51 Prozent der Befragten glauben nicht an Anschläge während der EM.
In Deutschland gehen die Fans lieber auf Nummer sicher: 56 Prozent der Befragten wollen „während der Fußball-EM Menschenansammlungen wie z.B. das Public Viewing meiden“. 41 Prozent wollen trotzdem auf Fanmeilen und Public Viewings gemeinsam Fußball schauen und feiern.
Autokorsos und Public-Viewing-Veranstaltungen
Das Polizeipräsidium Rheinpfalz richtet in diesem Zusammenhang einen deutlichen Appell an alle Fußballbegeisterte. Die Polizei werde „genau hinschauen“. Fußballbegeisterte sollten dabei einige „Spielregeln“ beachten.
„Wer mit seinem Fahrzeug an einem Autokorso teilnimmt, hat nicht automatisch Vorfahrt. Auch in Feierlaune und bei Schrittgeschwindigkeit gelten die Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung.
Alkohol am Steuer und das Überfahren von roten Ampeln stellen Ordnungswidrigkeiten oder gar Straftaten dar.
Verboten ist zudem:
- Sitzen auf dem Autodach
- Stehen in Fahrzeugen (Cabriolet, etc.)
- Zufahren auf einzelne Personen oder Personengruppen
- Hinauslehnen des Körpers aus den Seitenfenstern/dem Schiebdach
- Einfahren in Bereiche, in denen Fußgängerverkehr herrscht.
Die Beamten würden keine rechtsfreien Räume dulden und alle Straftaten sowie Verkehrsgefährdungen und grobe Verkehrsverstöße konsequent ahnden, teilte die Polizei weiter mit. Die Teilnehmer der Autokorsos müssen die Beeinträchtigung Dritter auf ein zumutbares Maß minimieren.
Auch bei Public-Viewing-Veranstaltungen wird die Polizei in Kooperation mit den zuständigen Ordnungsämtern für einen geordneten Ablauf sorgen. Hierzu sind ein gegenseitiges Verständnis sowie ein gewisses Maß an Rücksichtnahme aller Fußballbegeisterten erforderlich. Das Feiern nach einem Sieg der jeweiligen Fans darf nicht zu unhaltbaren Beeinträchtigungen und Störungen von anderen führen.
Größere Public-Viewing-Veranstaltungen finden in Kaiserslautern (Fritz-Walter-Stadion), Speyer (Domhof), Ludwigshafen (Sunset-Lounge-Rhein-Galerie), Frankenthal (Farbenhaus-Arena-Schraderstraße), Neustadt (The Suite-Biergarten) und Landau statt.
In Landau wird z.B. auf dem Neuen Messplatz die Möglichkeit geboten, die Spiele auf einer 27 Quadratmeter großen Leinwand zu verfolgen. Es gibt 2500 Sitz-, und 1000 Stehplätze. Der Eintritt ist frei.
Daneben gibt es an anderen Örtlichkeiten und in vielen Gaststätten sowie bei Volks- und Weinfesten Übertragungen.“
Beim Besuch von öffentlichen Veranstaltungen möchte die Polizei auf das richtige Verhalten hinweisen: Sie rät, in einer Menschenmenge immer auf seine persönlichen Gegenstände und Wertsachen zu achten, zumal es „häufig zu Körperkontakten zwischen den Personen komme“.
Die Polizei wünscht den Fußballfans schöne und spannende Fußballspiele und „uns allen eine friedliche Europameisterschaft“. (dts Nachrichtenagentur/red)

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